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Neustart auf Kaninchenwerder:
Inselpächter blickt nach turbulentem Auftakt nach vorn

Daniel Schmidt und sein Team haben die Bewirtschaftung der Schweriner Insel übernommen. Nach einem Start unter Zeitdruck sollen Gastronomie und touristische Angebote nun Schritt für Schritt wachsen.

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  • Veröffentlicht Juli 8, 2026
Daniel Schmidt und sein Team haben die Bewirtschaftung auf Kaninchenwerder übernommen. Mit dem Eisboot und ersten Angeboten ist der Neustart auf der Schweriner Insel angelaufen.
Daniel Schmidt und sein Team haben die Bewirtschaf­tung auf Kan­inchen­werder über­nom­men. Mit dem Eis­boot und ersten Ange­boten ist der Neustart auf der Schw­er­iner Insel ange­laufen, Foto: Ahoi Haus­boote

Die Som­mertage am Schw­er­iner See sind lang und auch auf Kan­inchen­werder ist wieder mehr Leben eingekehrt. Seit Ende Juni küm­mert sich Daniel Schmidt mit seinem Team von Garage 7 um die Bewirtschaf­tung der Insel. Pünk­tlich zum Stadtwerke-Strand­fest startete das neue Ange­bot mit ein­er schwim­menden Eis­diele und mobil­er Gas­tronomie.

Bis dahin war es allerd­ings ein Kraftakt. Nach­dem Schmidt im Früh­jahr den Zuschlag als neuer Betreiber erhal­ten hat­te, blieb nur wenig Zeit für die Vor­bere­itun­gen. „Es war enorm viel Arbeit, alles rechtzeit­ig fer­tigzubekom­men“, blickt der Unternehmer auf die ver­gan­genen Wochen zurück. Gemein­sam mit seinem Team habe er unter hohem Zeit­druck daran gear­beit­et, dass Besucherin­nen und Besuch­er die Insel bere­its zum Saison­start wieder nutzen kön­nen.

Viele Besucherinnen und Besucher nutzten das Stadtwerke-Strandfest für einen Ausflug nach Kaninchenwerder.
Viele Besucherin­nen und Besuch­er nutzten das Stadtwerke-Strand­fest für einen Aus­flug nach Kan­inchen­werder, Foto: max­press
Für den neuen Inselpächter Daniel Schmidt und sein Team war es zugleich der erste große Einsatz auf der Schweriner Insel.
Für den neuen Inselpächter Daniel Schmidt und sein Team war das Stadtwerke-Strand­fest der erste große Ein­satz auf der Schw­er­iner Insel, Foto: max­press

Zwischen Startschwierigkeiten und Sommerplänen

Der Auf­takt ver­lief nicht ganz ohne Her­aus­forderun­gen. Beim Stadtwerke-Strand­fest hat­te sich Schmidt mehr Nach­frage erhofft. Ein möglich­er Grund sei aus sein­er Sicht die große Hitze gewe­sen. Hinzu kommt: Die Bewirtschaf­tung ein­er Insel ist stark vom Wet­ter abhängig, ein Fak­tor, der auch kün­ftig eine Rolle spie­len wird.

Trotz­dem schaut der neue Betreiber opti­mistisch auf die kom­menden Wochen. „Der Som­mer fängt ger­ade erst an“, sagt Schmidt. Das Eis­boot bleibt zunächst als feste Anlauf­stelle auf Kan­inchen­werder. Ange­boten wer­den unter anderem Kaf­fee, Eis, kleine Speisen und Sitzmöglichkeit­en für Insel­gäste. Per­spek­tivisch kann sich Schmidt auch vorstellen, die schwim­mende Eis­diele mobil einzuset­zen.

Neue Ideen sollen behutsam wachsen

Langfristig möchte der Unternehmer das touris­tis­che Ange­bot auf Kan­inchen­werder erweit­ern. Dafür laufen bere­its Gespräche über mögliche Koop­er­a­tio­nen, unter anderem mit dem Zoo Schw­erin und der Weißen Flotte. Ziel sei es, mehr Men­schen für einen Besuch der Insel zu gewin­nen und neue Ange­bote zu entwick­eln.

Dabei soll die beson­dere Lage der Insel berück­sichtigt wer­den. Neue Vorhaben müssten im Ein­klang mit Natur und Land­schaft entste­hen, betont Schmidt. Gle­ichzeit­ig müsse ein Betrieb wirtschaftlich tragfähig bleiben.

Auch am Insel­ge­bäude bewegt sich etwas: Erste Arbeit­en zur Sanierung haben begonnen. Bis 2027 sollen die Voraus­set­zun­gen für eine neue Nutzung geschaf­fen wer­den. Bis dahin set­zt der Pächter auf mobile Lösun­gen und einen schrit­tweisen Auf­bau des Ange­bots.

Schmidt hat­te sich nach einem mehrstu­fi­gen Auss­chrei­bungsver­fahren gegen zahlre­iche weit­ere Inter­essen­ten durchge­set­zt. Die Stadt Schw­erin sieht in seinem Konzept eine Möglichkeit, Kan­inchen­werder als Aus­flugsziel weit­erzuen­twick­eln. Zunächst läuft die Zusam­me­nar­beit über eine ein­jährige Nutzungsvere­in­barung, par­al­lel sollen Gespräche über eine langfristige Per­spek­tive geführt wer­den.

Für den neuen Betreiber bleibt die Insel trotz der Her­aus­forderun­gen ein beson­deres Pro­jekt. Seine Erfahrun­gen aus dem Haus­boot­bau und seine Verbindung zum Schw­er­iner See möchte er nutzen, um Kan­inchen­werder in den kom­menden Jahren weit­erzuen­twick­eln.

Der Anfang war herausfordernd – doch für Daniel Schmidt beginnt das Projekt Kaninchenwerder jetzt erst richtig.
Der Anfang war her­aus­fordernd – doch für Daniel Schmidt begin­nt das Pro­jekt Kan­inchen­werder jet­zt erst richtig, Foto: Ahoi Haus­boote