Integration braucht Beteiligung

Flüchtlingshilfe Schwerin e.V. nimmt Stellung zum Integrationskonzept der Landeshauptstadt

 

Am 23. April 2018 hat die Schweriner Stadtvertretung beschlossen, einen Beteiligungsprozess zur Erstellung eines Integrationskonzeptes für die Landeshauptstadt zu organisieren. Als Basis dafür soll ein von der Verwaltung erstelltes und vorgelegtes Konzept dienen. Zu diesem Beschluss und dem so genannten Basiskonzept hat die Flüchtlingshilfe Schwerin e.V. gestern eine unaufgeforderte Stellungnahme abgegeben. Sowohl die Verwaltung als auch die Fraktionen der Stadtvertretung sind Adressaten dieser Stellungnahme, in der es unter anderem heißt: „Im Sinne der beschlossenen Beteiligung und des ambitioniert erscheinenden
Zeitplans sind wir irritiert, dass es offensichtlich versäumt wurde, Stellungnahmen der an der praktischen Umsetzung der Integrationsarbeit Beteiligten, einzuholen“.

 

Die Flüchtlingshilfe Schwerin e.V. drängt darauf, den Beteiligungsprozess zu starten. Sie kritisiert das Basiskonzept der Verwaltung wegen der Betrachtung von Migration im Wesentlichen aus den Blickwinkeln „Kosten“ und „Belastung der Bürokratie“ und macht deutlich: „Wir befürchten, dass das zugrunde gelegte sog. Basiskonzept, welches ausschließlich durch die Verwaltung erstellt wurde, in Ermangelung von Zeit und ausreichend Ressourcen in der Verwaltung, einen echten Beteiligungsprozess zu starten, mit wenigen Änderungen im Herbst als Endergebnis präsentiert und beschlossen wird. Und dies, obwohl es sich, anders als der Name impliziert, lediglich um eine nachträglich verfasste Auflistung bereits bestehender (und teilweise schon beendeter) Maßnahmen handelt“.

 

Die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer*innen hoffen nun, dass die Stadtvertretung ihre Anliegen ernst nimmt und kritisch die Umsetzung des eigenen Beschlusses begleitet.

 

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