Sa, 18. April 2026
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Neubauten, Sanierungen, E‑Busse:
So will Schwerin 46 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Bund einsetzen

Schwerin kann in den kommenden Jahren mit rund 46 Millionen Euro aus einem Bundes-Sondervermögen planen. Die Stadt hat nun erstmals vorgestellt, welche Projekte finanziert werden sollen.

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  • Veröffentlicht März 12, 2026
Investitionen Schwerin
Mit rund 46 Mil­lio­nen Euro aus dem Son­derver­mö­gen des Bun­des plant die Stadt Schw­erin Investi­tio­nen in Schulen, Nahverkehr, Sportan­la­gen und kul­turelle Infra­struk­tur. Foto: max­press

Die Lan­deshaupt­stadt Schw­erin kann in den kom­menden Jahren mit erhe­blichen zusät­zlichen Investi­tio­nen rech­nen. Aus dem Son­derver­mö­gen des Bun­des ste­hen der Stadt nach ein­er Vere­in­barung mit dem Land Meck­len­burg-Vor­pom­mern rund 46 Mil­lio­nen Euro für den Zeitraum von 2026 bis 2035 zur Ver­fü­gung. In der Sitzung des Haup­tauss­chuss­es der Stadtvertre­tung hat die Stadtver­wal­tung nun erst­mals einen konkreten Vorschlag vorgelegt, wie diese Mit­tel einge­set­zt wer­den sollen. „Ich freue mich, dass wir als erste Kom­mune in Meck­len­burg-Vor­pom­mern den poli­tis­chen Gremien einen konkreten Plan vor­legen kön­nen“, sagte der 1. Stel­lvertreter des Ober­bürg­er­meis­ters Bernd Not­te­baum. Der Vorschlag set­ze inhaltliche Schw­er­punk­te bei Bil­dung, Sport, öffentlichem Nahverkehr und Kul­tur und berück­sichtige dabei ver­schiedene Stadt­teile.

Schwerpunkt auf Schulen und Sportanlagen

Der größte Teil der Mit­tel – rund 32,4 Mil­lio­nen Euro – ist für öffentliche all­ge­mein­bildende Schulen vorge­se­hen. Geplant sind unter anderem mehrere Bau- und Sanierung­spro­jek­te. So sollen die Schul­höfe der Grund­schule Mueßer Berg sowie der Grund­schule Nils Hol­gers­son saniert wer­den. Dafür sind etwa 1,6 Mil­lio­nen Euro einge­plant. Ein beson­ders großes Pro­jekt ist die ergänzende Förderung für den Neubau von Klassen mit dem Förder­schw­er­punkt emo­tion­al-soziale Entwick­lung am Stan­dort Lankow. Hier­für sind rund 11 Mil­lio­nen Euro vorge­se­hen. Auch die Schul­sportan­lage am Sport­platz West­stadt soll umfassend saniert wer­den. Zusät­zlich ist ein neues Funk­tion­s­ge­bäude geplant, das die derzeit­i­gen Con­tain­er erset­zen soll. Für diese Maß­nahme sind etwa sechs Mil­lio­nen Euro vorge­se­hen. Die Anlage wird aktuell vom Goeth­e­gym­na­si­um, der Region­alschule West­stadt­cam­pus und der Grund­schule John-Brinck­man genutzt. Das größte Einzel­pro­jekt bet­rifft die umfassende Sanierung des Gym­na­si­ums Frid­eri­cianum. Die Pla­nung soll ab 2027 begin­nen, der Baube­ginn ist ab 2030 vorge­se­hen. Rund 13,8 Mil­lio­nen Euro sollen dafür aus dem Son­derver­mö­gen einge­set­zt wer­den.

E‑Busse und neues Museumsgebäude geplant

Weit­ere Mit­tel sind für Verkehrsin­fra­struk­tur und Energie vorge­se­hen. Rund 7,8 Mil­lio­nen Euro sollen als Investi­tion­skosten­zuschuss an den Nahverkehr Schw­erin fließen. Damit sollen im Jahr 2028 ins­ge­samt 13 neue Elek­trobusse angeschafft wer­den. Auch kul­turelle Infra­struk­tur ist Teil des Plans. Für rund 6,2 Mil­lio­nen Euro soll ein neues Ein­gangs­ge­bäude für das Freilicht­mu­se­um Mueß entste­hen. Die Maß­nahme gilt als wichtiger Baustein für die geplante Revi­tal­isierung der his­torischen Dorf- und Muse­um­san­lage. Darüber hin­aus erhält jede Kom­mune einen Sock­el­be­trag von 50.000 Euro zur freien Ver­fü­gung. In Schw­erin soll dieses Geld für die Sanierung der san­itären Anla­gen im städtis­chen Gebäude „Alte Post“ am Berlin­er Platz ver­wen­det wer­den, das vielfältig für gemein­wohlo­ri­en­tierte Ange­bote genutzt wird.