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Ist das Kunst oder eine Straftat?

In der vergangenen Woche wurde eine Betonwand im Plattenpark übermalt. In den sozialen Netzwerken wird kontrovers diskutiert, wie man mit Graffiti umgehen soll. Ein Kommentar der Vorsitzende des Vereins "Die

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  • Veröffentlicht Juli 22, 2019
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Diese Beton­plat­te wurde im Plat­ten­park beschmiert. In den sozialen Net­zw­erken wird nun kon­tro­vers disku­tiert Foto: Hanne Luh­do

In der let­zten Woche wurde eine der Beton­wände im „Plat­ten­Park“ im Mueßer Holz unge­fragt überge­malt. Der Vere­in „Die Plat­te lebt“ ist wütend und trau­rig und fragt bei Face­book, ob jemand Hin­weise zum Täter hat. Und schon ist eine Diskus­sion ent­facht, ob das eine Straftat sei oder ob der Vere­in ein­fach nur spießig ist, weil ihm das nicht passt.

 

Sachbeschädigung ist eine Straftat

 

Aber da geht es ja nicht nur darum, ob einem das abstrak­tes Graf­fi­ti-Bild in Grau-Schwarz vielle­icht sog­ar bess­er gefällt als das bunte Regen­bo­gen-Bild, das zuvor Kinder gemalt hat­ten. Das ist natür­lich Geschmackssache. Und Sprayer sehen das sich­er anders als Kinder und deren Eltern bzw. Großel­tern. Da geht es vor allem darum, dass ein Kun­sto­b­jekt, das einem Vere­in gehört (mit einem Schild gekennze­ich­net), beschädigt wurde. Und das ist eben eine Straftat!

Kein­er möchte, dass sein Haus, sein Garten, sein Auto, Fahrrad oder die Woh­nung unge­fragt von anderen verun­stal­tet wird. Das muss man nicht tolerieren und ist auch nicht „spießig“, wie ein Face­book-Nutzer meinte. Wer schreibt, dass er „das Rumge­heule“ wegen der Aktion nicht ver­ste­he, weiß nicht, wieviel ehre­namtliche Arbeit im „Plat­ten­Park“ steckt, der von vie­len Bewohn­ern im Mueßer Holz tagtäglich genutzt wird, weil sie sich dort wohl fühlen.

„Graf­fi­ti fragt nicht, Graf­fi­ti kommt ein­fach. Bloß keine Anzeige erstat­ten“, meint jemand und schlägt vor, da ein­fach wieder neu was drüber zu malen. „Und gut ist!“ Wirk­lich? „Ein­fach so nehmen, wie es kommt?“ Nein, das sehen Vere­ins­mit­glieder und Fre­unde des „Plat­ten­Parks“ anders. Für sie ist das das Werk von „respek­t­losen Schmierfinken, die bestraft wer­den müssen“. Möglichkeit­en, sich kün­st­lerisch auszu­to­ben, gibt es an anderen Stellen und in Jugend­pro­jek­ten. Vielle­icht nicht genug. Aber das ist schon wieder ein anderes The­ma.