Mo, 13. Juli 2026
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Schulsanitätsdienstwettbewerb des DRK Schwerin:
Junge Schulsanitäter punkten mit Wissen und Teamgeist

Offene Wunden versorgen, Verletzte beruhigen und in Sekundenschnelle die richtigen Entscheidungen treffen: Beim Schulsanitätsdienstwettbewerb des DRK-Kreisverbandes Schwerin haben am vergangenen Wochenende mehr als 80 Schülerinnen und Schüler ihr Können gezeigt.

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  • Veröffentlicht Juni 22, 2026
Der 14-jährige Teet­je (r.) aus der 8. Klasse ver­sorgte eine Ver­let­zte, die Verätzun­gen am Auge und an dem Arm hat­te. Foto: max­press

Nach Blitz und Don­ner sowie heftigem Regen begann am Sam­stag­mor­gen der Schul­san­itäts­di­enst­wet­tbe­werb am Gym­na­si­um Frid­eri­cianum. Bei der Eröff­nung würdigte Jens Leupold, Geschäfts­führer des DRK-Kreisver­ban­des Schw­erin die Arbeit der jun­gen Schul­san­itäter: „Wir sind sehr dankbar, dass wir auf so viele engagierte, kluge und ein­fühlsame Schüler zurück­greifen kön­nen, die sich den schwieri­gen Erste-Hil­fe-Sit­u­a­tio­nen stellen.” Neben Jens Leupold begrüßten auch Thomas Neuge­bauer, Präsi­dent des DRK-Kreisver­ban­des Schw­erin sowie der stel­lvertre­tende Ober­bürg­er­meis­ter Bernd Not­te­baum die Teams.

Stel­lvertre­tender Ober­bürg­er­meis­ter Bernd Not­te­baum (Mitte, 1.v.l.), Thomas Neuge­bauer (3.v.l.), Präsi­dent des DRK-Kreisver­ban­des Schw­erin, Jens Leupold (4.v.l.), Geschäfts­führer des DRK-Kreisver­ban­des Schw­erin und stel­lvertre­tende Schullei­t­erin Clau­dia Häfn­er-Schnei­der (2.v.l.) begrüßten die jun­gen Schul­san­itäter. Foto: max­press

Real­is­tis­che Not­fall­szenar­ien fordern die Teams

Die 16 Sta­tio­nen führten vom Schul­gelände durch die Umge­bung des Frid­eri­cianums bis in die Marien­platz-Galerie und hiel­ten zahlre­iche Her­aus­forderun­gen bere­it. Sieben davon waren prak­tis­che Wet­tkampf­s­ta­tio­nen, an denen die Teams ihr Wis­sen und ihre Hand­lungssicher­heit unter Beweis stellen mussten. Mal musste eine blu­tende Wunde ver­sorgt wer­den, mal galt es, einen ver­let­zten Knöchel zu sta­bil­isieren oder einen Patien­ten bis zum Ein­tr­e­f­fen weit­er­er Hil­fe zu betreuen. Ver­let­zungs­darsteller sorgten mit Kun­st­blut und Schminke für täuschend echte Szenar­ien.

An ein­er Sta­tion fan­den die Schul­san­itäter einen Ska­te­un­fall vor. Ein Absatz vom Schuh steck­te im Bein der ver­let­zten Frau und auch offene blu­tende Wun­den an den Hän­den mussten ver­sorgt wer­den. „Zuerst ver­schaffe ich mir mit meinem Team einen Überblick über das Unfallgeschehen und wir rufen den Ret­tungs­di­enst. Anschließend besprechen wir uns, behan­deln die Ver­let­zun­gen und betreuen die Per­son, bis der Ret­tungs­di­enst kommt“, erläuterte die 15-jährige Emil­ia die ersten Schritte. „Ich liebe es, mit Men­schen zu arbeit­en. Es ist ein großar­tiges Gefühl, nach dem man jeman­dem geholfen hat und man etwas Gutes getan hat“, erzählte die junge Schü­lerin vom West­stadt-Cam­pus.

Die Nach­wuchssan­itäter sind auch darin geschult, bei schw­eren Ver­let­zun­gen das Richtige zu tun. Hier hat­te die ver­let­zte Frau einen Ska­te­un­fall mit abge­broch­en­em Absatz von einem Schuh. Foto: max­press

An ein­er anderen Sta­tion kam es im Chemie­un­ter­richt zu einem Unfall mit ver­schiede­nen Chemikalien. Diese führten zu Verätzun­gen im Gesicht und Schnit­twun­den an den Hän­den. Wer die richti­gen Maß­nah­men in der passenden Rei­hen­folge ein­leit­ete, kon­nte wichtige Punk­te bei den Schied­srichtern sam­meln. „Welche Sit­u­a­tio­nen die Teil­nehmer erwartet, haben wir bewusst nicht vor­ab bekan­nt gegeben. So schaf­fen wir möglichst real­is­tis­che Bedin­gun­gen“, erk­lärte Jens Leupold. Die Jury des DRK-Kreisver­ban­des Schw­erin achtete dabei auch auf den Umgang mit den Betrof­fe­nen und die Zusam­me­nar­beit inner­halb der Teams. „Für die Schüler ist der Wet­tbe­werb eine wichtige Gele­gen­heit, um ihr gel­erntes Wis­sen bei prax­is­na­hen Sit­u­a­tio­nen anzuwen­den und sich ein Feed­back zu holen”, betonte Thomas Neuge­bauer. „Unsere Idee war es, die Erste Hil­fe nicht nur mit Jugendlichen und Erwach­se­nen zu machen, son­dern dies auch schon an junge Men­schen her­anzuführen. Seit dem ver­gan­genen Jahr kön­nen Kinder ab der vierten Klasse zur Ersten Hil­fe kom­men“, ergänzte Jens Leupold.

Neben dem Wet­tbe­werb stand auch der Spaß im Mit­telpunkt

Zwis­chen den Wet­tkampf­s­ta­tio­nen sorgten ver­schiedene Mit­machange­bote für Abwech­slung. Viele der Kinder und Jugendlichen gin­gen mit spür­bar­er Anspan­nung in die Übun­gen. Schließlich woll­ten sie ihr Kön­nen unter Beweis stellen und möglichst keine Fehler machen. Die zusät­zlichen Sta­tio­nen mit Spiel und Spaß lock­erten die Stim­mung auf und sorgten dafür, dass neben dem Ehrgeiz auch die Freude nicht zu kurz kam. Darüber hin­aus präsen­tierten sich zahlre­iche Aussteller und Organ­i­sa­tio­nen. Die Ret­tung­shun­destaffel, der Herzkissenvere­in, More­du, die Frei­willige Feuer­wehr Wick­endorf und das Rote-Liste-Zen­trum des Zoos Schw­erin gaben Ein­blicke in ihre Arbeit.

Bei der Ret­tung­shun­destaffel Schw­erin kon­nten die Kinder und Jugendlichen einen zusät­zlichen Punkt ergat­tern, wenn sie schneller durch den Par­cour liefen als Ret­tung­shund Bente. Foto: max­press

„Ich finde es sehr gut, dass wir an den Schulen junge Schul­san­itäter haben, die jeden Tag bere­it sind, Hil­festel­lung zu leis­ten. Dieses Feed­back bekom­men wir auch vom Ret­tungs­di­enst. Das High­light für die Schüler ist dann natür­lich der jährliche Wet­tbe­werb, bei dem wir wieder eine großar­tige Unter­stützung von Ehre­namtlichen und Eltern hat­ten”, so Bernd Not­te­baum. Bei den 86 ehre­namtlichen Helfern sind 70 Prozent selb­st Schul­san­itäter gewe­sen und engagieren sich nun bei dem Wet­tbe­werb.

Am Ende kon­nte sich bei den 5. bis 7. Klassen der West­stadt-Cam­pus über den ersten Platz freuen und die meis­ten Punk­te sam­meln. Bei der Klassen­stufe 8 bis 12 hat das Frid­eri­cianum den Pokal gewon­nen. Das DRK Schw­erin dank­te allen Schul­san­itätern für ihre Teil­nahme sowie den zahlre­ichen ehre­namtlichen Helfern, die das Woch­enende ermöglicht und aktiv mit­gestal­tet haben.