Kampf gegen die Schließung des Puppentheaters darf keine Don Quijoterie werden

Wie wär's, wenn das E-werk am 19. Oktober so richtig rappelvoll wäre. Bild: Staatstheater Schwerin.
Wie wär’s, wenn das E-werk am 19. Oktober so richtig rappelvoll wäre. Bild: Staatstheater Schwerin.

(am). Die Puppenspielerin von Schwerin heiß Antje Binder. In ihrer Verantwortlichkeit hat sich das Puppentheater in der Landeshauptstadt qualitativ richtig gut entwickelt. Zahlreiche Produktionen von Märchenstoffen aber auch literarischer Werke wie Cervantes Don Quijote gehen auf ihr Konto. Soll die Sparte Puppentheater und Jugendtheater nun ab nächstem Jahr geschlossen werden? Der Kreisverband der GRÜNEN in der Stadt Schwerin sieht dafür deutliche Anzeichen und mahnt: „Das darf nicht sein“.

Auch, wenn es noch keine offizielle Stellungnahme gebe, so die Partei in einer Pressemitteilung: Die Zeichen dazu würden sich mehren. Die Fakten: Dieses Jahr wurde die halbe Stelle für die Organisation nicht wieder besetzt. Nun ginge es darum, ob der Vertrag von Antje Binder verlängert werde. Sollte dies nicht der Fall sein, so die GRÜNEN, werde die Sparte bald zum Erliegen kommen.

Der Kreisvorsitzende der GRÜNEN, Frank Fiedler, mahnte: „Kinder und Jugendliche brauchen nicht nur einen besonderen Schutz. Sie brauchen ebenso Angebote zur Entfaltung ihrer Kreativität – das Puppentheater ist für viele der erste Kontakt zur Kultur und kann viele neue Horizonte öffnen.“ Seine Partei werde Antje Binder dabei unterstützen, „diese wichtige Sparte zu erhalten.“ Diese hatte bereits Verbesserungsvorschläge zur Kosten- und Ergebnisverbesserung vorgelegt. Das müsse berücksichtigt werden, erklärte Fiedler.

Die beste Methode, um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen: Am Samstag, den 19. Oktober sollten möglichst viele Schwerinerinnen und Schweriner im E-Werk zum Beispiel den Don Quijote erleben – ein Meisterstück von Antje Binder. Ihr tragischer Held ist ein spindeldürrer Held – ein Asket mit kantigen Zügen. Sein Begleiter, der einfältige Sancho Pansa wird dagegen als gemütlicher Bauer dargestellt, der vor allem den Genuss sucht. Gerade durch die Gegensätzlichkeit wird der Witz und die Skurrilität dieses tollen Stoffes deutlich.

Und wenn am Ende das E-Werk voll ist, dann ist der Kampf um diese schöne Sparte am Ende keiner gegen Windmühlenflügel…

Foto: Schwerin Lokal
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