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Koffer Test: Nicht alle Modelle sind zuverlässige Reisebegleiter

Sommerzeit ist Reisezeit und eines der beliebtesten Gepäckstücke der Bundesbürger ist der Koffer. Doch nicht jedes Modell entpuppt sich im Test als zuverlässiger Reisebegleiter.

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  • Veröffentlicht August 26, 2019

Wer ver­reist, greift heute gern auf einen Kof­fer zurück. Im Ver­gle­ich zu ein­er Reise­tasche sind sie robuster und bieten dem eige­nen Gepäck damit einen besseren Schutz. Damit es für jeden Bedarf den passenden Kof­fer gibt, set­zen die führen­den Her­steller auf eine große Auswahl an ver­schiede­nen Größen und Ausstat­tungsvari­anten. Doch nicht immer soll­ten die Kof­fer dabei vol­lkom­men aus­gereizt wer­den, wie Tests von Stiftung War­entest und Trav­el­spring zeigen.

 

Stiftung Warentest besinnt sich auf Handgepäck

 

Rechtzeit­ig vor dem Start der Reis­e­sai­son hat die Stiftung War­entest ver­schiedene Handgepäck-Kof­fer getestet. Sie sehen zwar aus wie die großen Kof­fer, sind im Ver­gle­ich dazu aber deut­lich klein­er. Ins­ge­samt 20 Handgepäck-Kof­fer mussten sich dem prüfend­en Blick der Experten stellen und sich auf einen Härtetest ein­lassen. Jed­er der Weich- und Hartschalenkof­fer, die Teil dieses Tests waren, wur­den von der Stiftung War­entest in einem Fall­test auf den Prüf­s­tand gestellt. Die Hartschalen-Kof­fer schnit­ten bei dem Test ins­ge­samt bess­er ab als die Weich­schalen-Mod­elle. Auf­grund der Hart­plas­tik sind diese Kof­fer nicht nur um einiges robuster, son­dern auch recht leicht. So brin­gen sie durch­schnit­tlich nur 1,7 Kilo­gramm auf die Waage. Dage­gen sind die Alu­mini­umkof­fer mit vier Kilo­gramm schon deut­lich schw­er­er, was ins­beson­dere beim Handgepäck rel­e­vant ist.

 

Doch auch die Weich­schalenkof­fer kön­nen bei der Stiftung War­entest überzeu­gen. Viele Mod­elle punk­ten im Test mit der Gesamt­be­w­er­tung “gut”. Über­raschend ist dabei, dass ein guter Kof­fer gar nicht teuer sein muss. So waren Tester schon mit Mod­ellen ab 40 Euro wirk­lich zufrieden. Ins­ge­samt kon­nten die meis­ten Mod­elle die Stiftung War­entest überzeu­gen. So wurde über die Hälfte der Test­mod­elle mit “gut” aus­geze­ich­net. Ein “Sehr gut” kon­nte dage­gen kein­er der Kof­fer für sich ver­buchen. Darüber hin­aus sind vier Kof­fer mit dem Gesam­turteil “man­gel­haft” sog­ar durchge­fall­en.

 

Travelspring Test baut ebenso auf Hartschalenkoffer

 

Neben der Stiftung War­entest haben sich auch die Reise­profis von Trav­el­spring die ver­schiede­nen Kof­fer­mod­elle genauer ange­se­hen. Auch hier hat let­ztlich ein Hartschalen-Mod­ell den Kof­fer Test für sich entschei­den kön­nen. Als Test­sieger ging das Mod­ell “Spree Hartschalenkof­fer” von Haupt­stadtkof­fer her­vor. Der XL-Kof­fer ist auf­grund der üppi­gen Größe kaum mit einem nor­malen Handgepäck-Kof­fer ver­gle­ich­bar. Ins­ge­samt 119 Liter passen in den Kof­fer, der auf vier Rollen recht ein­fach gezo­gen wer­den kann.

 

Der Kof­fer ist prob­lem­los erweit­er­bar, sodass er sich an den eige­nen Bedarf anpasst. Zwar find­en die Tester viele lobende Worte, üben aber Kri­tik an dem Griff, der ins­ge­samt doch recht wack­e­lig aus­fällt. Zu den großen Vorteilen des Test­sieger-Kof­fers gehören die Rollen, die aus­ge­sprochen geschmei­dig ihren Dienst ver­richt­en.

 

Der zweite Platz geht an den S’Cure Spin­ner Trol­ley von Sam­sonite. Der Sam­sonite-Kof­fer ist ein Hard­case-Mod­ell, das auf lange Reisen aus­gelegt ist. Er bietet Platz für Gepäck für bis zu drei Wochen. Der aus Polypropy­len gefer­tigte Kof­fer wiegt 4,6 Kilo­gramm und hat damit ein durch­schnit­tlich­es Gewicht. Die Tester loben ins­beson­dere die Wasserun­durch­läs­sigkeit, die durch die ver­stärk­ten Dich­tun­gen erre­icht wird. Es gibt bei dem Kof­fer zwei Ver­schlus­slö­sun­gen. Zum einen han­delt es sich dabei um ein Hebelzug-Schloss und zum anderen um das TSA-Schloss. Die Kom­bi­na­tion dieser bei­den Schlöss­er macht den Kof­fer zur richti­gen Wahl für USA-Reisen.