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Arbeitskosten größtes Risiko:
Konjunkturumfrage zeigt anhaltende Belastungen

Die Wirtschaft in MV kommt laut IHK-Umfrage kaum voran. Hohe Arbeitskosten, Energiepreise und politische Rahmenbedingungen belasten die Unternehmen.

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  • Veröffentlicht Februar 18, 2026
Das  Lud­wig-Bölkow-Haus, dem Sitz der IHK zu Schw­erin. Foto: max­press

 

Die gewerbliche Wirtschaft in Meck­len­burg-Vor­pom­mern kommt nach Ein­schätzung der Indus­trie- und Han­del­skam­mern weit­er­hin nur schlep­pend voran. Das geht aus der aktuellen Kon­junk­tu­rum­frage der Lan­desar­beits­ge­mein­schaft der Indus­trie- und Han­del­skam­mern her­vor.

Rund die Hälfte der befragten Unternehmen bew­ertet ihre Geschäft­slage als „befriedi­gend“, 30 Prozent als „gut“ und etwa 20 Prozent als „schlecht“. Damit hat sich das Stim­mungs­bild gegenüber den Vor­jahre­sum­fra­gen 2024 und 2025 kaum verän­dert.

Als größtes Geschäft­srisiko nen­nen 63 Prozent der Unternehmen die Arbeit­skosten. Es fol­gen Energie- und Rohstoff­preise mit 59 Prozent sowie wirtschaft­spoli­tis­che Rah­menbe­din­gun­gen mit 53 Prozent. Nach Ein­schätzung der Kam­mern set­zt diese Kom­bi­na­tion die Unternehmen im nationalen und inter­na­tionalen Wet­tbe­werb weit­er­hin unter Druck.

 

Forderung nach schnellen Reformen

Kris­ter Hen­nige, Präsi­dent der Indus­trie- und Han­del­skam­mer Neubran­den­burg, forderte im Namen der drei Kam­mern im Land schnelle Refor­men. Es beste­he die Gefahr, dass eine nach­haltige wirtschaftliche Erhol­ung aus­ge­bremst werde. Unternehmen müssten spür­bar bei Kosten und bürokratis­chen Vor­gaben ent­lastet wer­den.

Die IHKs sprechen sich unter anderem für eine Ent­las­tung bei Arbeits- und Stan­dortkosten, wet­tbe­werb­s­fähige Energiepreise sowie einen Bürokratieab­bau aus. Zudem müsse das Son­derver­mö­gen gezielt zur Stärkung der regionalen Wirtschaft genutzt wer­den.

An der Umfrage beteiligten sich 868 von rund 7.300 angeschriebe­nen Unternehmen in den IHK-Regio­nen Neubran­den­burg, Ros­tock und Schw­erin. Die Befra­gung lief von Mitte Dezem­ber bis zum 23. Jan­u­ar.