Arbeitskosten größtes Risiko:
Konjunkturumfrage zeigt anhaltende Belastungen
Die Wirtschaft in MV kommt laut IHK-Umfrage kaum voran. Hohe Arbeitskosten, Energiepreise und politische Rahmenbedingungen belasten die Unternehmen.

Die gewerbliche Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern kommt nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammern weiterhin nur schleppend voran. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern hervor.
Rund die Hälfte der befragten Unternehmen bewertet ihre Geschäftslage als „befriedigend“, 30 Prozent als „gut“ und etwa 20 Prozent als „schlecht“. Damit hat sich das Stimmungsbild gegenüber den Vorjahresumfragen 2024 und 2025 kaum verändert.
Als größtes Geschäftsrisiko nennen 63 Prozent der Unternehmen die Arbeitskosten. Es folgen Energie- und Rohstoffpreise mit 59 Prozent sowie wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen mit 53 Prozent. Nach Einschätzung der Kammern setzt diese Kombination die Unternehmen im nationalen und internationalen Wettbewerb weiterhin unter Druck.
Forderung nach schnellen Reformen
Krister Hennige, Präsident der Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg, forderte im Namen der drei Kammern im Land schnelle Reformen. Es bestehe die Gefahr, dass eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung ausgebremst werde. Unternehmen müssten spürbar bei Kosten und bürokratischen Vorgaben entlastet werden.
Die IHKs sprechen sich unter anderem für eine Entlastung bei Arbeits- und Standortkosten, wettbewerbsfähige Energiepreise sowie einen Bürokratieabbau aus. Zudem müsse das Sondervermögen gezielt zur Stärkung der regionalen Wirtschaft genutzt werden.
An der Umfrage beteiligten sich 868 von rund 7.300 angeschriebenen Unternehmen in den IHK-Regionen Neubrandenburg, Rostock und Schwerin. Die Befragung lief von Mitte Dezember bis zum 23. Januar.




