Do, 21. Mai 2026
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Wirtschaftliche Unsicherheit:
Kostenexplosion belastet Handwerk

Sinkende Umsätze und hohe Kosten belasten das Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern. Laut Umfrage berichten viele Betriebe von wachsendem Druck und fehlender Aufbruchsstimmung.

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  • Veröffentlicht April 22, 2026
Sinkende Umsätze, hohe Kosten und unsichere Aussichten laut aktueller Umfrage. Foto: Symbolbild
Sink­ende Umsätze, hohe Kosten und unsichere Aus­sicht­en laut aktueller Umfrage. Foto: Sym­bol­bild

 

Im Handw­erk in Meck­len­burg-Vor­pom­mern ver­schlechtert sich die wirtschaftliche Lage. Wie die Handw­erk­skam­mer Ost­meck­len­burg-Vor­pom­mern und die Handw­erk­skam­mer Schw­erin mit­teil­ten, zeigt eine aktuelle Kon­junk­tu­rum­frage eine zunehmend anges­pan­nte Stim­mung in den Betrieben.

Dem­nach berichteten rund 45 Prozent der etwa 900 befragten Unternehmen im ersten Quar­tal von rück­läu­fi­gen Umsätzen im Ver­gle­ich zum Vorquar­tal. Noch im Herb­st habe es Anze­ichen für eine mögliche Erhol­ung gegeben, erk­lärte der Präsi­dent der Handw­erk­skam­mer Ost­meck­len­burg-Vor­pom­mern, Axel Hochschild. Die aktuellen Zahlen ließen jedoch keine Trendwende erken­nen.

Als wesentliche Belas­tungs­fak­toren nan­nten die Betriebe vor allem gestiegene Einkaufs- und Mate­ri­al­preise. Nach Angaben der Kam­mern klagten 88 Prozent der Unternehmen über entsprechende Kosten­steigerun­gen – deut­lich mehr als im Vor­jahr. In der Folge habe etwa jed­er zweite Betrieb seine Verkauf­spreise anpassen müssen. Gle­ichzeit­ig wür­den Investi­tio­nen häu­figer ver­schoben.

Sta­bil zeigt sich hinge­gen die Entwick­lung bei Beschäf­ti­gung und Aus­bil­dung. Die Zahl der Mitar­bei­t­en­den sowie der neu abgeschlosse­nen Aus­bil­dungsverträge sei weit­ge­hend kon­stant geblieben. Die Beschäftigten seien das wichtig­ste Kap­i­tal der Betriebe, betonte der Präsi­dent der Handw­erk­skam­mer Schw­erin, Uwe Lange. Einsparun­gen wür­den daher eher bei Investi­tio­nen als beim Per­son­al vorgenom­men.

Kri­tisch äußerten sich die Handw­erk­skam­mern zur geplanten Ent­las­tung­sprämie der Bun­desregierung. Diese sende aus Sicht der Kam­mern ein falsches Sig­nal an die Unternehmen. Angesichts von rund 19.000 Handw­erks­be­trieben mit etwa 112.000 Beschäftigten im Land sei eine flächen­deck­ende Auszahlung finanziell kaum darstell­bar.

Die Bun­desregierung hat­te angesichts gestiegen­er Energiepreise angekündigt, dass Arbeit­ge­ber ihren Beschäftigten eine steuer- und abgaben­freie Prämie von bis zu 1.000 Euro gewähren kön­nen. Eine Verpflich­tung dazu beste­ht jedoch nicht.