Nach Techniker-Bericht:
Wir sind überdurchschnittlich oft krank
Der Krankenstand in Mecklenburg-Vorpommern bleibt hoch: Laut Techniker Krankenkasse fehlten Versicherte im ersten Halbjahr 2025 durchschnittlich 12,4 Tage – deutlich mehr als im Bundesschnitt.

Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sind im Bundesvergleich weiterhin überdurchschnittlich oft krankgeschrieben. Wie die Techniker Krankenkasse (TK) mitteilt, lag der durchschnittliche Krankenstand ihrer Versicherten im ersten Halbjahr 2025 bei 12,4 Fehltagen pro Person – und damit noch etwas höher als im Vorjahr (12,3 Tage). Bereits 2023 hatte der Wert bei 12,2 Tagen gelegen.
Zum Vergleich: Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 9,5 Tagen, in Baden-Württemberg sogar nur bei 7,7 Tagen. Warum die Fehltage in Mecklenburg-Vorpommern konstant deutlich höher ausfallen, ist laut TK nicht abschließend geklärt. „Dazu haben wir keine gesicherten Erkenntnisse“, sagte ein Sprecher.
Erkältungswelle als Ursache für Anstieg
Zum jüngsten Anstieg gebe es jedoch eine nachvollziehbare Erklärung: Eine Grippe- und Erkältungswelle zu Jahresbeginn habe in MV deutlich zugeschlagen. Laut Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung in MV, stieg die Zahl der Fehltage aufgrund solcher Infekte von durchschnittlich 2,8 auf 3,2 Tage je Erwerbsperson.
Leicht rückläufig waren hingegen Fehltage durch psychische Erkrankungen. Diese sanken von 2,4 auf 2,2 Tage. An dritter Stelle lagen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, etwa Rückenschmerzen, mit durchschnittlich 1,9 Tagen.
Rund 226.000 TK-Versicherte in MV
Die TK zählt in Mecklenburg-Vorpommern rund 226.000 Versicherte, davon rund 106.000 Erwerbstätige oder Empfänger von Arbeitslosengeld I. Auch bei anderen Krankenkassen zeigt sich ein ähnliches Bild: Die AOK meldete für das erste Halbjahr 2024 13,6 Fehltage, die DAK durchschnittlich 12 Tage.
Der anhaltend hohe Krankenstand bleibt damit ein Thema für Unternehmen, Gesundheitsexperten und die Politik in Mecklenburg-Vorpommern.



