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Roboter werden nun woanders gebaut:
Was aus den Schließungsplänen von KraussMaffei vom Dezember geworden ist

Heute endet die Produktion bei KraussMaffei in Schwerin. Seit der Ankündigung im Dezember wurden die Fertigung verlagert und ein Sozialplan vereinbart. Sechs Beschäftigte bleiben.

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  • Veröffentlicht September 30, 2026
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KraussMaffei in Schwerin
Bei Krauss­Maf­fei in Schw­erin endet heute die Pro­duk­tion; sechs Beschäftigte bleiben im Kon­struk­tion­steam. Foto: Dario Rochow

 


In Kürze:

  • Seit der Schließungsankündi­gung im Dezem­ber wurde die Fer­ti­gung des Unternehmens Krauss­Maf­fei nach Pars­dorf und Sučany ver­lagert. Heute endet die Pro­duk­tion in Schw­erin.
  • Sechs Beschäftigte bleiben im Kon­struk­tion­steam. Mit 23 weit­eren führte Krauss­Maf­fei Gespräche über Aufhe­bungsverträge.
  • Ein Sozialplan ist vere­in­bart. Seine Leis­tun­gen und der beru­fliche Verbleib der betrof­fe­nen Beschäftigten sind nicht öffentlich gek­lärt.

Als Krauss­Maf­fei im Dezem­ber 2025 das Ende sein­er Schw­er­iner Fer­ti­gung ankündigte, protestierten Beschäftigte und hofften auf ein Umdenken. Heute endet die Pro­duk­tion wie angekündigt. Ein Kon­struk­tion­steam mit sechs Beschäftigten bleibt jedoch in der Stadt.

„Die Pro­duk­tion am Krauss­Maf­fei Tech­nolo­gies Stan­dort in Schw­erin wird wie geplant bis zum 30. Sep­tem­ber 2026 been­det“, erk­lärt eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage von Schw­erin Lokal. Die Fer­ti­gung wurde inzwis­chen nach Pars­dorf bei München und Sučany in der Slowakei ver­lagert.

Mit 23 Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­ern hat das Unternehmen nach eige­nen Angaben Gespräche über Aufhe­bungsverträge geführt. Mit dem Betrieb­srat wur­den zudem ein Inter­esse­naus­gle­ich und ein Sozialplan vere­in­bart. Wie viele Beschäftigte inzwis­chen eine neue Stelle gefun­den haben oder inner­halb des Unternehmens weit­erbeschäftigt wer­den kon­nten, bleibt offen.

Damit ste­ht zum angekündigten Schließung­ster­min fest: Die Fer­ti­gung ver­lässt Schw­erin, ein Teil der Arbeit­splätze bleibt erhal­ten. Was aus den übri­gen Beschäftigten gewor­den ist, lässt sich anhand der Unternehmen­sant­wort nicht voll­ständig nachvol­lziehen.

KraussMaffei in Schwerin: Auf die Ankündigung folgte Protest

Im Dezem­ber 2025 hat­te Krauss­Maf­fei angekündigt, die Schw­er­iner Pro­duk­tion zum 30. Sep­tem­ber 2026 einzustellen. An dem Stan­dort wur­den Indus­trier­o­bot­er für Spritz­guss­maschi­nen gefer­tigt. Diese Maschi­nen stellen Kun­st­stoffteile her; Robot­er übernehmen dabei automa­tisierte Arbeitss­chritte.

Die Nachricht löste Wider­stand in der Belegschaft aus. Es fan untr anderem eine Protes­tak­tion vor dem Werk­stor statt. Betrieb­srat und IG Met­all forderten damals, den rund 30 Beschäftigten eine beru­fliche Per­spek­tive zu geben.

Als Gründe für die Entschei­dung nan­nte das Unternehmen sein­erzeit eine zurück­hal­tende Nach­frage nach Indus­triemaschi­nen und die Zusam­men­führung der Fer­ti­gung. Die Robot­er soll­ten kün­ftig dort entste­hen, wo Krauss­Maf­fei auch Spritz­guss­maschi­nen baut: in Pars­dorf und Sučany.

Fertigung verlagert, Konstruktion bleibt

Diese Ver­lagerung ist nach der aktuellen Unternehmen­sauskun­ft umge­set­zt. „Die Automa­tion wird mit­tler­weile in Pars­dorf und Sučany pro­duziert“, sagt die Unternehmenssprecherin. Für Schw­erin bleibt es beim angekündigten Pro­duk­tion­sende am heuti­gen Mittwoch.

Das Unternehmen zieht sich allerd­ings nicht voll­ständig aus der Stadt zurück. „6 Mitar­beit­er des Kon­struk­tions-Teams wer­den weit­er­hin in Schw­erin für Krauss­Maf­fei tätig sein“, erk­lärt die Sprecherin. Wo das Team kün­ftig inner­halb Schw­erins arbeit­et, geht aus ihrer Antwort nicht her­vor.

Auch im bish­eri­gen Gebäude ste­hen noch Arbeit­en an. „Bis Ende Jan­u­ar wer­den noch Rück­bauar­beit­en im Schw­er­iner Gebäude durchge­führt“. Die Schw­er­iner Adresse bleibe während dieser Phase auf der Unternehmensweb­site, damit externe Dien­stleis­ter und Handw­erks­fir­men den Stan­dort find­en kön­nen.

Sozialplan vereinbart – beruflicher Verbleib offen

Für die betrof­fe­nen Beschäftigten haben Unternehmensleitung und Betrieb­srat inzwis­chen Vere­in­barun­gen getrof­fen. Der Inter­esse­naus­gle­ich bet­rifft die Umset­zung der betrieblichen Verän­derung. Der Sozialplan soll wirtschaftliche Nachteile für die Beschäftigten abfed­ern.

Welche Leis­tun­gen konkret vorge­se­hen sind, legt Krauss­Maf­fei nicht offen. „Bitte haben Sie Ver­ständ­nis, dass wir uns zu den Details dieser inter­nen Vere­in­barun­gen nicht äußern“, so die Sprecherin. Ob beispiel­sweise Abfind­un­gen oder Hil­fen bei der beru­flichen Neuori­en­tierung vere­in­bart wur­den, bleibt damit unbeant­wortet.

Auch bei den Aufhe­bungsverträ­gen beschreibt die Antwort einen Ver­hand­lungs­stand, keine abgeschlosse­nen Aus­tritte: „Mit 23 Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­ern haben wir Gespräche über einen Aufhe­bungsver­trag geführt.“ Wie viele solche Verträge unter­schrieben wur­den, nen­nt das Unternehmen nicht. Ein Aufhe­bungsver­trag been­det ein Arbeitsver­hält­nis im gegen­seit­i­gen Ein­vernehmen.

Schw­erin Lokal hat auch die IG Met­all Schw­erin zum aktuellen Stand, zu den beru­flichen Per­spek­tiv­en und zur Bew­er­tung des Sozialplans befragt. Die Anfrage blieb bis Redak­tion­ss­chluss unbeant­wortet. Eine aktuelle Ein­schätzung der Gew­erkschaft liegt daher nicht vor.