Do, 21. Mai 2026
Close

Einigung im Nahverkehr:
Kürzere Arbeitszeit und mehr Geld für Beschäftigte

Im Tarifstreit im Nahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern gibt es eine Einigung: Beschäftigte erhalten mehr Geld und arbeiten künftig weniger Stunden.

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht April 14, 2026
Tar­if­stre­it in MV been­det Foto: NVS

 

Im Tar­ifkon­flikt des öffentlichen Nahverkehrs in Meck­len­burg-Vor­pom­mern haben sich die Gew­erkschaft ver.di und der Kom­mu­naler Arbeit­ge­berver­band Meck­len­burg-Vor­pom­mern auf einen Abschluss geeinigt.

Die Vere­in­barung bet­rifft rund 2.800 Beschäftigte und sieht unter anderem eine Reduzierung der Wochenar­beit­szeit von derzeit 39 auf 38 Stun­den vor. Die Regelung gilt bis zum 31. Dezem­ber 2029.

Zudem steigen die Vergü­tun­gen in den Jahren 2028 und 2029 um jew­eils 2,5 Prozent, min­destens jedoch um 100 Euro. Auch die Jahres­son­derzahlung wird erhöht: Sie steigt im kom­menden Jahr von bis­lang 85 auf 92,5 Prozent. Zusät­zlich erhal­ten die Beschäftigten im August eine Ent­las­tung­sprämie in Höhe von 1.000 Euro.

Die Gew­erkschaft hat­te ursprünglich weit­erge­hende Forderun­gen gestellt, darunter eine Absenkung der Arbeit­szeit auf 35 Stun­den bei vollem Lohnaus­gle­ich sowie eine voll­ständi­ge Jahres­son­derzahlung. Um den Druck zu erhöhen, hat­ten Beschäftigte Ende Feb­ru­ar mit Warn­streiks den Nahverkehr in mehreren Städten lah­mgelegt. Auch in Schw­erin kam es dabei zu Aus­fällen im Bus- und Straßen­bah­n­verkehr.

Bei­de Seit­en bew­erteten das Ergeb­nis als tragfähi­gen Kom­pro­miss. Während die Gew­erkschaft von einem „guten“ Abschluss sprach, betonte die Arbeit­ge­ber­seite die wirtschaftlichen Gren­zen, ver­wies aber zugle­ich auf die langfristige Pla­nungssicher­heit durch die Laufzeit des Tar­ifver­trags.