Gärtnern verbindet:
Ministerin Drese lobt den Kulturgarten Schwerin als Vorbild gegen Einsamkeit
Im Schweriner Kulturgarten wächst mehr als Gemüse: Hier begegnen sich Jung und Alt, Nachbarn und Zugezogene. Ministerin Drese lobt das Projekt als Vorbild im Kampf gegen Einsamkeit.

Dass gemeinsames Gärtnern nicht nur frisches Gemüse, sondern auch neue Freundschaften wachsen lässt, zeigt seit mehr als zehn Jahren der Verein „Kulturgarten – Schwerin wächst zusammen e.V.“. Mehr als 50 Mitglieder unterschiedlichster Herkunft, Altersgruppen und Berufe pflegen dort regelmäßig Beete, teilen ihr Wissen und genießen das Miteinander.
Am Mittwoch besuchte Sozial- und Ehrenamtsministerin Stefanie Drese den Gemeinschaftsgarten und zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Ehrenamtlichen. „Der Garten hat sich zu einem festen Treffpunkt für Familien, Paare und Alleinstehende entwickelt und ist ein fantastisches Beispiel für eine lebendige Nachbarschaft“, betonte Drese bei einem Rundgang. Einsamkeit werde hier „nicht nur thematisiert, sondern ganz praktisch durch Begegnung, Bildung und gemeinsames Tun überwunden“.
Der Verein bietet dafür vielfältige Angebote: Mitglieder können als Beetpaten Verantwortung für bestimmte Flächen übernehmen und gärtnerisches Wissen wie Fruchtfolgen oder Mischkultur weitergeben. Darüber hinaus organisiert der Kulturgarten Besuche von Schulklassen und Kindergärten und lädt einmal wöchentlich zum Seniorengärtnern ein. Damit bleibt der Garten nicht nur ein Ort für die Mitglieder selbst, sondern öffnet sich bewusst in die Nachbarschaft hinein.
„Gerade dieser offene Ansatz trägt dazu bei, dass es erst gar keinen Platz für Einsamkeit gibt“, so die Ministerin. Auch im jüngst veröffentlichten Abschlussbericht des „Runden Tisches gegen Einsamkeit im Alter“ wird betont, dass ein gutes soziales Netzwerk, wohnortnahe Angebote und ein aktives Ehrenamt entscheidende Schutzfaktoren sind. „Es freut mich deshalb besonders zu sehen, dass hier im Kulturgarten schon gelebt wird, was wir uns für ganz Mecklenburg-Vorpommern wünschen“, erklärte Drese abschließend.
Der Kulturgarten wurde 2013 gegründet und hat sich seither zu einem lebendigen Treffpunkt entwickelt, an dem gemeinsames Gärtnern weit mehr bedeutet als das Ziehen von Gemüse – nämlich das Wachsen einer starken Gemeinschaft.



