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Gärtnern verbindet:
Ministerin Drese lobt den Kulturgarten Schwerin als Vorbild gegen Einsamkeit

Im Schweriner Kulturgarten wächst mehr als Gemüse: Hier begegnen sich Jung und Alt, Nachbarn und Zugezogene. Ministerin Drese lobt das Projekt als Vorbild im Kampf gegen Einsamkeit.

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  • Veröffentlicht August 28, 2025
Kulturgarten Schwerin
Min­is­terin Drese besuchte gestern den Kul­tur­garten. Foto: Char­lotte Win­kler

Dass gemein­sames Gärt­nern nicht nur frisches Gemüse, son­dern auch neue Fre­und­schaften wach­sen lässt, zeigt seit mehr als zehn Jahren der Vere­in „Kul­tur­garten – Schw­erin wächst zusam­men e.V.“. Mehr als 50 Mit­glieder unter­schiedlich­ster Herkun­ft, Alters­grup­pen und Berufe pfle­gen dort regelmäßig Beete, teilen ihr Wis­sen und genießen das Miteinan­der.

Am Mittwoch besuchte Sozial- und Ehre­namtsmin­is­terin Ste­fanie Drese den Gemein­schafts­garten und zeigte sich beein­druckt vom Engage­ment der Ehre­namtlichen. „Der Garten hat sich zu einem fes­ten Tre­ff­punkt für Fam­i­lien, Paare und Alle­in­ste­hende entwick­elt und ist ein fan­tastis­ches Beispiel für eine lebendi­ge Nach­barschaft“, betonte Drese bei einem Rundgang. Ein­samkeit werde hier „nicht nur the­ma­tisiert, son­dern ganz prak­tisch durch Begeg­nung, Bil­dung und gemein­sames Tun über­wun­den“.

Der Vere­in bietet dafür vielfältige Ange­bote: Mit­glieder kön­nen als Beet­pat­en Ver­ant­wor­tung für bes­timmte Flächen übernehmen und gärt­ner­isches Wis­sen wie Frucht­fol­gen oder Mis­chkul­tur weit­ergeben. Darüber hin­aus organ­isiert der Kul­tur­garten Besuche von Schulk­lassen und Kindergärten und lädt ein­mal wöchentlich zum Seniorengärt­nern ein. Damit bleibt der Garten nicht nur ein Ort für die Mit­glieder selb­st, son­dern öffnet sich bewusst in die Nach­barschaft hinein.

„Ger­ade dieser offene Ansatz trägt dazu bei, dass es erst gar keinen Platz für Ein­samkeit gibt“, so die Min­is­terin. Auch im jüngst veröf­fentlicht­en Abschluss­bericht des „Run­den Tis­ches gegen Ein­samkeit im Alter“ wird betont, dass ein gutes soziales Net­zw­erk, wohnort­na­he Ange­bote und ein aktives Ehre­namt entschei­dende Schutz­fak­toren sind. „Es freut mich deshalb beson­ders zu sehen, dass hier im Kul­tur­garten schon gelebt wird, was wir uns für ganz Meck­len­burg-Vor­pom­mern wün­schen“, erk­lärte Drese abschließend.

Der Kul­tur­garten wurde 2013 gegrün­det und hat sich sei­ther zu einem lebendi­gen Tre­ff­punkt entwick­elt, an dem gemein­sames Gärt­nern weit mehr bedeutet als das Ziehen von Gemüse – näm­lich das Wach­sen ein­er starken Gemein­schaft.