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Ausbau der Ladeinfrastruktur:
Schwerin genehmigt 20 neue Ladesäulen im Stadtgebiet

Schwerin baut die Ladeinfrastruktur weiter aus. 20 neue öffentliche Ladesäulen mit insgesamt 40 Ladepunkten sind genehmigt. Weitere Standorte werden derzeit geprüft.

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  • Veröffentlicht August 7, 2026
Eine öffentliche Ladesäule in der Franz-Mehring-Straße: Die Stadt hat jet­zt 20 weit­ere Stan­dorte mit ins­ge­samt 40 Ladepunk­ten genehmigt. Foto: LHS/Michaela Chris­ten

 


In Kürze:

  • Der Aus­bau: Schw­erin hat 20 neue öffentliche Ladesäulen mit ins­ge­samt 40 Ladepunk­ten für Innen­stadt, West­stadt und Dreesch genehmigt.
  • Die Entwick­lung: Seit Dezem­ber 2024 ist die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunk­te laut Stadt von 119 auf 181 gestiegen.
  • Die näch­sten Schritte: Seit Novem­ber 2025 liegen 80 Anträge pri­vater Anbi­eter vor. Nicht alle Stan­dorte dürften wegen Verkehrssicher­heit, Baum­schutz oder Wel­terbe-Anforderun­gen genehmigt wer­den.

 

In Schw­erin sollen in den kom­menden Wochen und Monat­en 20 neue öffentliche Ladesäulen entste­hen. Die Stadt hat entsprechende Anträge für Stan­dorte in der Innen­stadt, der West­stadt und auf dem Dreesch genehmigt. Jede Säule ver­fügt über zwei Anschlüsse, sodass ins­ge­samt 40 neue öffentliche Ladepunk­te hinzukom­men sollen.

Damit set­zt sich der Aus­bau der Lade­in­fra­struk­tur in Schw­erin fort. Nach Angaben der Stadt, die sich auf die Sta­tis­tik der Bun­desnet­za­gen­tur beruft, stieg die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunk­te seit Dezem­ber 2024 von 119 an 53 Stan­dorten auf derzeit 181 Ladepunk­te an 85 Stan­dorten. Die neu genehmigten Ladepunk­te sind darin noch nicht enthal­ten.

Bei den geplanten Anla­gen han­delt es sich über­wiegend um soge­nan­nte Nor­mal­ladesäulen. Daneben sollen auch einige Schnel­l­lademöglichkeit­en mit ein­er Leis­tung von mehr als 22 Kilo­watt entste­hen. Wo genau die 20 Säulen aufgestellt wer­den, geht aus der Mit­teilung der Stadt allerd­ings nicht her­vor.

Nach Angaben der Ver­wal­tung ist mit­tler­weile etwa jedes zehnte in Schw­erin zuge­lassene Kraft­fahrzeug ein Elek­tro- oder Hybrid­fahrzeug, das extern mit Strom geladen wer­den kann. Mit der wach­senden Zahl solch­er Fahrzeuge steigt ins­beson­dere für Men­schen ohne eigene Garage oder Stellplatz der Bedarf an öffentlich zugänglichen Lademöglichkeit­en.

Ladeinfrastruktur in Schwerin: 80 Anträge seit November

Grund­lage für den derzeit­i­gen Aus­bau ist unter anderem eine Änderung der städtis­chen Son­der­nutzungssatzung. Seit dem 1. Novem­ber 2025 kön­nen Betreiber auf eigene Ini­tia­tive Stan­dorte für Ladesäulen auf städtis­chen Verkehrs­flächen beantra­gen. Seit­dem gin­gen nach Angaben der Stadt 80 entsprechende Anträge ein. Sie stam­men über­wiegend von Energiev­er­sorg­ern und Betreibern von Lade­in­fra­struk­tur.

Die Stadt prüft jeden beantragten Stan­dort. Dabei geht es unter anderem darum, ob eine Ladesäule mit der Verkehrssicher­heit und anderen Anforderun­gen an den öffentlichen Raum vere­in­bar ist. Zugle­ich gel­ten nach Angaben der Ver­wal­tung bes­timmte Vor­gaben und Ober­gren­zen.

Fach­di­en­stleit­er Bernd-Rolf Smerd­ka sieht darin eine Möglichkeit, den Aus­bau durch pri­vate Anbi­eter zu ermöglichen und gle­ichzeit­ig kom­mu­nal zu steuern. Das Ver­fahren sichere ein „wet­tbe­werb­sori­en­tiertes, kun­den­fre­undlich­es und flächen­deck­endes Ange­bot“, erk­lärte er.

Nicht jeder Standort wird genehmigt

Dass aus den bis­lang 80 Anträ­gen tat­säch­lich 80 neue Stan­dorte wer­den, ist allerd­ings nicht zu erwarten. Verkehrs- und Umwelt­dez­er­nent Bernd Not­te­baum geht davon aus, dass ein Teil der beantragten Lade­plätze nicht umge­set­zt wer­den kann.

Gründe dafür kön­nen beispiel­sweise Anforderun­gen an die Verkehrssicher­heit sein. Auch alte, schützenswerte Bäume oder mögliche Beein­träch­ti­gun­gen von Bestandteilen des Schw­er­iner Wel­terbes kön­nen gegen einen Stan­dort sprechen.

„Ins­ge­samt haben wir jedoch Rah­menbe­din­gun­gen geschaf­fen, damit das Ange­bot entsprechend dem Bestand an zuge­lasse­nen Elek­tro­fahrzeu­gen weit­er kon­tinuier­lich wächst“, erk­lärte Not­te­baum. Wie viele der noch offe­nen Anträge Aus­sicht auf eine Genehmi­gung haben, teilte die Stadt nicht mit.

Laden auch auf privaten Parkplätzen

Für die Ver­sorgung mit Lade­strom spie­len nicht nur Säulen im öffentlichen Straßen­raum eine Rolle. Weit­ere Ladepunk­te entste­hen auf pri­vat­en Flächen, beispiel­sweise an Super­märk­ten, Einkauf­szen­tren oder Freizeit­ein­rich­tun­gen. Aut­o­fahrer kön­nen dort ihr Fahrzeug während des Einkaufs oder eines Besuchs laden.

Beson­ders wichtig ist ein dicht­es öffentlich­es Ladenetz für Haushalte ohne eige­nen Stellplatz. Während Besitzer ein­er Garage oder eines pri­vat­en Park­platzes häu­fig eine Wall­box instal­lieren kön­nen, sind Bewohn­er dichter bebauter Stadt­teile stärk­er auf öffentlich zugängliche Ange­bote angewiesen.

Mit den jet­zt genehmigten 40 zusät­zlichen Ladepunk­ten würde die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunk­te in Schw­erin rech­ner­isch von 181 auf min­destens 221 steigen, sofern alle genehmigten Anla­gen wie vorge­se­hen gebaut wer­den. Weit­ere Ladepunk­te kön­nten fol­gen, sobald die Stadt zusät­zliche Anträge geprüft und genehmigt hat.