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Landesgartenschau 2035:
250.000 Euro für Machbarkeitsstudie

Stadt und Land wollen eine Landesgartenschau 2035 in Schwerin. Das muss geplant werden, eine Machbarkeitsstudie kostet 250.000 Euro. Die müssen erstmal aus dem städtischen Haushalt kommen.

  • Veröffentlicht Mai 1, 2026
Das KIW Vor­wärts- Gelände ist zusam­men mit dem alten Güter­bahn­hof eine zen­trale Poten­zialfläche für den inner­städtis­chen Woh­nungs­bau in Schw­erin. Foto: LHS

 

„Miteinan­der – Erbe bewahren – Wan­del gestal­ten“ unter diesem Mot­to ste­ht der erste Entwurf für eine Lan­des­garten­schau 2035 in Schw­erin. Mit dieser Lan­des­garten­schau soll beson­ders das Gelände um das KIW Vor­wärts und den alten Güter­bahn­hof belebt und für die Stad­ten­twick­lung erschlossen wer­den. Die Idee dazu kommt vom Vere­in Pro Schw­erin und ist ent­standen, nach­dem Schw­erin Wel­terbe wurde. “Die grund­sät­zliche Unter­stützung des Lan­des liegt bere­its vor.”, erk­lärte Wern­er Hinz, der Vor­sitzende des Vere­ins. Mit dem Land soll nun schnell­st­möglich eine Absicht­serk­lärung, ein soge­nan­nter Let­ter of Intent, unterze­ich­net wer­den. Das soll möglichst noch vor der Land­tagswahl im Herb­st geschehen, da sind sich die Ver­wal­tung und der Vere­in einig. Vorher muss dem noch die Stadtvertre­tung zus­tim­men. Mit dem Let­ter of Intent soll die Lan­desregierung sich verpflicht­en, För­der­mit­tel anzuerken­nen und die Kosten für die Lan­des­garten­schau in der Haushalt­s­pla­nung für Meck­len­burg-Vor­pom­mern zu berück­sichti­gen.

Mehr als 80 Millionen Euro an Kosten

Ob die Lan­des­garten­schau über­haupt 2035 stat­tfind­en sollte, ist auch noch fraglich. Im gle­ichen Jahr ist eine Bun­des­garten­schau in Sach­sen-Anhalt geplant und kön­nte zur Konkur­renz wer­den. “Den Ter­min soll­ten wir nicht nach hin­ten schieben, eher nach vorne auf 2034.”, so Hinz von Pro Schw­erin. Die Kosten für die Lan­des­garten­schau wer­den im ersten Konzept auf mehr als 80 Mil­lio­nen Euro bez­if­fert. Im gesamten Entwurf sind 10 Prozent für “Unvorherge­se­henes” einge­plant. Als näch­ster Schritt soll nach dem Let­ter of Intent eine Mach­barkeitsstudie beauf­tragt wer­den. Die soll 250.000 Euro kosten. “Das Geld für die Studie muss aus dem städtis­chen Haushalt kom­men. Wir hof­fen aber auf Unter­stützer.”, erk­lärt der amtierende Ober­bürg­er­meis­ter Bernd Not­te­baum (CDU).

Bundesgartenschau 2009

Mit der Lan­des­garten­schau will die Ver­wal­tung an den Erfolg der Bun­des­garten­schau (BUGA) von 2009 anknüpfen. Laut Not­te­baum wer­den zur Zeit noch 80 Prozent der Sachen, die vor fast 20 Jahren zur BUGA gebaut wur­den, genutzt. Beim KIW Vor­wärts und beim ehe­ma­li­gen Güter­bahn­hof kann eine Erschließung, zum Beispiel für den Woh­nungs­bau, teuer wer­den. Deshalb soll die Lan­des­garten­schau hier den Städte­bau und die Entwick­lung in Schw­erin fördern. Auch die Schwim­menden Wiesen, der Bertha-Kling­berg-Platz und einige Orte in den umliegen­den Gemein­den kön­nten Teil der Lan­des­garten­schau wer­den. Weit­ere Infos zur genauen Pla­nung hat die Schw­er­iner Ver­wal­tung auf ein­er Inter­net­seite zusam­menge­fasst: https://www.schwerin.de/news/stadt-legt-projektskizze-fuer-landesgartenschau-vor/

440.000 Besucher erwartet

Die Lan­des­garten­schau soll nicht umson­st sein. Auch nicht für die Schw­er­iner­in­nen und Schw­er­iner. Für die Lan­des­garten­schau wer­den 440.000 Besuch­er erwartet, die dann auch Tick­ets kaufen sollen. Laut Not­te­baum trug das auch zum Erfolg der BUGA bei, dass die Schw­er­iner eine Dauerkarte hat­ten und die aktiv genutzt haben. Der Preis soll aber trotz­dem für alle attrak­tiv sein.


Ob und wann die Lan­des­garten­schau stat­tfind­et, ist also noch nicht klar. Eine Pla­nung für die Kosten der Mach­barkeitsstudie gibt es bere­its. Im näch­sten Schritt sollen sich nun die Auss­chüsse mit dem Pro­jekt befassen. In der Sitzung des Haup­tauss­chuss­es am 28. April gab es bere­its Kri­tik vom SPD-Stadtvertreter Daniel Alff. Er möchte, dass die Ort­steil­vertre­tun­gen mehr in die Entschei­dung ein­be­zo­gen wer­den. Da die Zeit bis zur Land­tagswahl knapp ist, will der amtierende Ober­bürg­er­meis­ter die Ort­steil­vertre­tun­gen nun mit ein­er kurzen Frist­set­zung von rund 2 Wochen anschreiben. Ende Juni soll die Schw­er­iner Stadtvertre­tung dann schon entschei­den, ob der Let­ter of Intent mit dem Land unterze­ich­net wird.