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Info-Veranstaltung für die Ortsteilvertretungen:
Landesgartenschau kann teurer werden als erwartet

In den 2030ern könnte in Schwerin eine Landesgartenschau stattfinden. Die Verwaltung lud die Ortsteilvertretungen zu einer Info-Veranstaltung ein.

  • Veröffentlicht Mai 8, 2026
Landesgartenschau Schwerin
Der amtierende Ober­bürg­er­meis­ter begrüßt die anwe­senden Ort­steil­vertreterin­nen und Ort­steil­vertreter. (Foto: Chris Loose)

“In Schw­erin kön­nte in 2034, 2035 oder 2036 eine Lan­des­garten­schau stat­tfind­en. Und darüber wollen wir heute informieren” So begrüßte der amtierende Ober­bürg­er­meis­ter Bernd Not­te­baum (CDU) die 13 Ange­höri­gen der Schw­er­iner Ort­steil­vertre­tun­gen. Im Juni soll die Stadtvertre­tung entschei­den, ob Stadt und Land einen Let­ter of Intent, also eine Absicht­serk­lärung für die Pla­nung ein­er Lan­des­garten­schau, unterze­ich­nen. Vorher sollen noch die Ort­steil­vertre­tun­gen ihre Mei­n­ung zu dem The­ma abgeben. Mit diesem Let­ter of Intent soll auch die Grund­lage für eine Mach­barkeitsstudie geschaf­fen wer­den. Außer­dem soll sich das Land verpflicht­en För­der­mit­tel bere­itzustellen. Ohne diese För­der­mit­tel sei eine Lan­des­garten­schau nicht möglich, erk­lärte Ute Franke vom Fach­di­enst Stad­ten­twick­lung.

Kosten könnten noch steigen

Im ersten Entwurf rech­net die Ver­wal­tung mit Kosten in Höhe von fast 83 Mil­lio­nen Euro. Darin enthal­ten sind sowohl die Kosten für die Investi­tio­nen in Gebäude und Grund­stücke, aber auch die Kosten für die Durch­führung der Lan­des­garten­schau. Geplant sind zur Zeit etwa 73 Mil­lio­nen für Investi­tio­nen in das Gelände des Güter­bahn­hofs und des KIW Vor­wärts, in die Schwim­menden Wiesen und den Bertha-Kling­berg-Platz und in den Küchen­garten. Enthal­ten in den Kalku­la­tio­nen sind 10 Prozent Kosten für “Unvorherge­se­henes”, Infla­tion oder Preis­steigerun­gen sind noch nicht einge­plant.

Weitere Orte in der Stadt sollen hinzukommen

Außer an den drei Orten im Bere­ich der Innen­stadt sollen noch weit­ere Außen­stan­dorte für die Lan­des­garten­schau hinzukom­men. Genan­nt wur­den das Nor­dufer des Lankow­er Sees, der Zip­pen­dor­fer Strand und das Freilicht­mu­se­um Mueß. Eine Anmerkung der Ort­steil­vertreter dazu war, ob die Kosten für diese Bere­iche schon mit einge­plant sind. Als Beispiel wurde das Strand­ho­tel in Zip­pen­dorf genan­nt. Laut Not­te­baum sei das noch nicht in die Kalku­la­tion einge­flossen und man hoffe nun auf Ideen und Zuar­beit­en aus den Ort­steilen, um Orte wie das Strand­ho­tel in die Konzepte mit einzuar­beit­en.

“Nicht auf Zahlen sondern auf die Chancen schauen”

Der Vor­sitzende des Vere­ins “Pro Schw­erin” Wern­er Hinz war eben­falls vor Ort. Vom Vere­in kam die Idee für eine Lan­des­garten­schau in den 2030ern in Schw­erin. Hinz: “Wir soll­ten hier zu Beginn nicht auf die Zahlen, son­dern auf die Chan­cen für Schw­erin schauen”. Auch die Ver­wal­tung hofft auf Investi­tio­nen in pri­vate Gebäude und Flächen, die durch die Lan­des­garten­schau ver­stärkt wer­den. Außer­dem sollen allen Kosten auch Ein­nah­men gegenüber­ste­hen, zum Beispiel durch den Karten­verkauf für die Lan­des­garten­schau. Und auch durch den Verkauf von Grund­stück­en, die dann bebaut wer­den kön­nen. Auf den Flächen des KIW Vor­wärts und des Güter­bahn­hofs sind noch Alt­las­ten, deren Besei­t­i­gung teuer ist. Die Idee ist es, mit För­der­mit­teln für die Lan­des­garten­schau diese Alt­las­ten zu beseit­i­gen, die Fläche dann für die Lan­des­garten­schau zu nutzen und die Grund­stücke dann zu bebauen. So kön­nte sich die Lan­des­garten­schau auch finanziell für Schw­erin lohnen.

Attraktionen für den Tourismus herausstellen

In der Ver­wal­tung wird zur Zeit an einem neuen “Konzept für touris­tis­che Freizeit und Entwick­lung” gear­beit­et, erk­lärte Not­te­baum zum Ende der Ver­anstal­tung. In dieses Konzept soll auch die Lan­des­garten­schau mit ein­fließen. Die Ort­steil­vertreter merk­ten an, dass es wichtig sei, die touris­tis­chen Attrak­tio­nen beson­ders her­vorzuheben. Dort soll es zum Beispiel um eine Fußgänger- und Rad­fahrerbrücke über den Obotriten­ring gehen. Mit dieser soll dann auch der neue Stadt­teil, der durch die Lan­des­garten­schau entste­hen kön­nte, an die Innen­stadt ange­bun­den wer­den.

In den näch­sten Wochen berat­en nun Auss­chüsse und Ort­steil­vertre­tun­gen. Dann muss am 29. Juni die Stadtvertre­tung entschei­den, ob der Let­ter of Intent mit dem Land unterze­ich­net wer­den soll. Danach soll eine Mach­barkeitsstudie ange­fer­tigt wer­den. Die Kosten dafür wer­den mit 250.000 Euro angegeben. Das Geld muss erst­mal aus dem städtis­chen Haushalt kom­men, die Ver­wal­tung hofft dabei aber auch auf externe Unter­stützung.

 

Blick in den Innenhof des KIW-Vorwärts. (Foto: Chris Loose)
Blick in den Innen­hof des KIW-Vor­wärts. (Foto: Chris Loose)

 


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