Lebensgeschichten von Menschen aus Schwerin und Umgebung

Uraufführung eines außergewöhnlichen Theaterstücks am 29. September um 19.30 Uhr im E-Werk

Foto: Kunstverein Schwerin

 

Was, wenn Wände Ohren hätten? Welche Geschichten könnten die privaten Räume, in denen wir leben, erzählen? Welche Auswirkungen hatten die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse auf das Privatleben der Bewohner? Die Lebensgeschichten von Menschen aus Schwerin und Umgebung stehen im Mittelpunkt des außergewöhnlichen Theaterprojekts „Linien“, das am 29. September um 19.30 Uhr im Schweriner E-Werk uraufgeführt wird. Regisseurin Nina Gühlstorff hat sich zusammen mit dem Schauspielensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters auf die Suche nach Familiengeschichten aus der Region gemacht.

Aus den Begegnungen ist ein dokumentarisches Schauspiel entstanden, das auf eine Entdeckungsreise durch die leer stehende Wohnung im 1. Stock des E-Werks einlädt. Von Raum zu Raum wandernd, erhält das Publikum immer neue, dokumentarische und zugleich emotionale Einblicke in verschiedene Lebensgeschichten und die darin enthaltenen Brüche und Linien. Das Publikum erwartet ein außergewöhnlicher und ungewohnter Theaterabend: Zusammen in einem Zimmer mit den Schauspielern und damit ohne die gewohnte Trennung zwischen Zuschauerraum und Bühne, ist es ganz nah dran an der Aufführung.

„Linien“ ist die erste Produktion im Rahmen von „Das Land dazwischen“, einer Kooperation der freien Gruppe AKA:NYX, des Volkstheaters Rostock und des Mecklenburgischen Staatstheaters. Gefördert wird die Kooperation im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes. In verschiedenen Projekten werden in den kommenden zwei Jahren Geschichten aus Schwerin und Rostock, und dem Land dazwischen gesammelt und miteinander ausgetauscht.

Nina Gühlstorff, gebürtige Ratzeburgerin, studierte Musik- und Sprechtheaterregie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und arbeitet an renommierten Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Als Mitglied der Gruppe AKA:NYX arbeitet sie darüber hinaus an partizipativen Formaten und dokumentarischen Theaterprojekten – so realisierte sie zuletzt „Believe Tank“ am Landestheater Tübingen und „Ciao Bella Ciao“ am Nationaltheater Weimar. Mit „Linien“ stellt sich Gühlstorff erstmals dem Schweriner Publikum vor. Aufgrund der besonderen Spielstätte ist „Linien“ leider nicht barrierefrei. Bequemes Schuhwerk wird empfohlen.

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