Lesung „Ob die Möwen manchmal an mich denken?“

Heute Lesung in der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern

Autorin Dr. Kristine von Sodin Foto: D. Viertler

Die Reise führt entlang der Ostseeküste von Hinterpommern über Usedom, Rügen, Hiddensee bis nach Graal und Müritz und begleitet jüdische Badegäste wie Else Lasker-Schüler, Victor Klemperer, Joseph Roth, Franz Kafka und Dora Diamant an verschiedene Ostseedestinationen. Biographisches, Fotos, Briefe, Tagebücher und Reisenotizen sowie in Vergessenheit geratene historische Quellen beschreiben den sommerlicher Bäderalltag.

 
Zwischen 1880 und 1912 steigen die Gästezahlen an der Ostsee von 20.000 auf 460.000, begleitet von dem zeitgleich auftretenden Phänomen der Vertreibung der Juden aus den Ferienorten, welches in der von den Nationalsozialisten später propagierten Parole „judenrein!“ zur Realität an den Stränden der Seebäder werden sollte. In vermeintlichen „Judenbädern“ nehmen die antisemitischen Übergriffe zu, selbst in ihren Rückzugsorten sind die jüdischen Gäste Anfeindungen und Drangsalierungen ausgesetzt, ab 1937 wird ihnen der Zutritt vollkommen verwehrt.
 
Heute Abend wird die Autorin Dr. Kristine von Soden aus Ihrem Buch „Ob die Möwen manchmal an mich denken?“ lesen, in dem die Autorin über diese Vertreibung berichtet. Dr. Kristine von Soden sichtete für ihre Schilderungen umfassende Archivmaterialien und gewährt dadurch bisher unbekannte Einblicke in ein wenig behandeltes Kapitel der deutschen Seebädergeschichte.
 
Der Eintritt ist frei.
 
Lesung: „Ob die Möwen manchmal an mich denken?“ Die Vertreibung jüdischer Badegäste an der Ostsee
Ort: Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker, Johannes-Stelling-Straße 29, 19053 Schwerin
Beginn: 19.30 Uhr

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