Linke fordert schnelle Hilfe für das Feuerwehrmuseum

Das Feuerwehrmuseum in Schwerin hat im Moment einen großen Sanierungsbedarf. Die LINKE macht das Museum daher zum Thema auf der nächsten Stadtvertretungssitzung.

Blick auf das Feuerwehrmuseum
Foto: Feuerwehrmuseum

 

Ein undichtes Dach in der Halle am Fernsehturm bedroht im Moment akut die Zukunft des Feuerwehrmuseums im Schweriner Süden. Aktuelle Kostenschätzungen gehen von einer hohen fünfstelligen Summe aus, die wohl erforderlich ist, um die notwendigen Reparaturen fachgerecht erledigen zu lassen. Somit reicht das vom Oberbürgermeister bislang aus Stiftungsmitteln in Aussicht gestellte Geld vermutlich nicht aus.

 

Es braucht einen Rettungsplan

 

Deshalb möchte die Stadtfraktion der LINKEN die aktuelle Situation mit einem Antrag in der nächsten Sitzung der Stadtvertretung zu thematisieren. „Wir meinen, es braucht einen Plan für die Rettung dieser beliebten Einrichtung. Wenn die Verwaltung in ihrer Stellungnahme zu unserem Antrag jetzt schreibt, dass es nicht ihre Aufgabe sei, gesonderte Rettungspläne für private Vereine zu erstellen, mag das zunächst stimmen, ist aber zu kurz gesprungen. Denn was passiert eigentlich, wenn die historischen Fahrzeuge mangels Nutzbarkeit an einen anderen Ort verbracht werden müssen und das Museum schließt?“, fragt Fraktionschef Henning Foerster.

Die Folgen wären aus Sicht der Linken schwerwiegender, als es auf den ersten Blick scheint. „Nicht nur das der Landeshauptstadt Schwerin erneut ein Museum verloren geht, in diesem Fall sogar ein deutschlandweit einmaliges. Jeder weiß doch genau, was mit Gebäuden passiert, die ungenutzt und leer auf exponierten Plätzen herumstehen.“, so Foerster.

Es sei meistens nur eine Frage der Zeit, bis diese Opfer von Vandalismus werden. „Insofern bleibt zu hoffen, dass es dem Oberbürgermeister Dr. Badenschier doch noch gelingt, im Zusammenwirken mit dem Verein, dem Innen- und Verkehrsministerium, dem Landesfeuerwehrverband und möglichen, anderen Akteuren das so dringend benötigte Geld aufzutreiben. Erfolgreiche Gespräche lassen sich jedoch nur dann führen, wenn man selbst den klaren Willen oder einen Auftrag sowie einen Plan hat. Darauf zielt unsere Initiative.“, erklärt Henning Foerster. 

 

Stefan Rochow

Journalist, Unternehmer und Gründer der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Sie erreichen mich per E-Mail unter redaktion@schwerinlokal.de

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