Linksfraktion unterstützt maritimes Konzept für die Güstrower Straße

Die Linksfraktion favorisiert in der Diskussion um die zukünftige Nutzung des Geländes in der Güstrower Straße das maritime Konzept.

Das Gelände in Güstrower Straße
Foto: Schwerin-Lokal.de | Dario Rochow

In der Diskussion um die Nutzung des Geländes in der Güstrower Straße hat die Linksfraktion nun für sich eine Entscheidung getroffen. Die Fraktion wird die Ansiedlung einer Wassertankstelle unterstützen. Damit spricht sich die Fraktion gegen die Ansiedlung des Unternehmens Goeke Technology Group auf dem Gelände aus. „Die Leidenschaft mit der die Debatte zum pro und contra der in Aussicht gestellten Ansiedlung einer Denkfabrik für Ingenieure am Ziegelsee auch in der Schweriner Öffentlichkeit geführt wird, zeigt, dass es richtig war, die Fachausschüsse der Stadtvertretung ordnungsgemäß zu befassen.“, sagt Fraktionsvorsitzender Henning Foerster. 

 

Gewerbefläche könnte auch woanders errichtet werden

 

Auf der vergangenen Sitzung hatte die SPD-Fraktion beantragt, dass die Stadtvertretung sich für die Ansiedlung der Goerke Technology Group ausspricht. In der Debatte war aber deutlich geworden, dass es sowohl Redebedarf als auch Vorbehalte gegen das Unternehmen gibt. Die Mehrheit verwies den Antrag deshalb in die Fachausschüsse. Am vergangenen Donnerstag hatte der Geschäftsführer Matthias Goeke die Gelegenheit seine Pläne in einer geschlossenen Runde der Fraktionsvorsitzenden vorzustellen. Überzeugt hat das Konzept die Linksfraktion dann offensichtlich nicht. „Im Ergebnis der Beratungen hat sich die Linksfraktion mehrheitlich dazu entschlossen, dass seit längerem auf dem Tisch liegende Konzept für ein maritimes Zentrum zu unterstützen. Während eine Denkfabrik auch auf anderen Gewerbeflächen der Stadt errichtet werden kann, lässt sich das maritime Konzept am sinnvollsten am Ziegelsee realisieren“, so Henning Foerster. 

Foerster weißt auch noch einmal darauf hin, dass man die Debatte um die Ansiedlung am Ziegelsee nun sachlich führen müsse. „Wer sich, wie meine Fraktion es mehrheitlich tut, für das Konzept der Marina Nord GmbH ausspricht, tut dies aus sachlichen Erwägungen. Mit Investorenfeindlichkeit hat das nichts zu tun. Schließlich bemüht sich das Schweriner Unternehmen mit einem den Leitlinien zur Tourismusentwicklung entsprechenden Konzept seit 10 Jahren um den Erwerb der in Rede stehenden Fläche.“, so der Linken-Fraktionschef. 

 

Erwerb des Seegrundstücks zur Investitionsbedingung gemacht

 

Auch die Unabhängigen Bürger (UB) haben sich bisher für das Konzept der Ansiedlung einer Wassertankstelle ausgesprochen. Zustimmung für die Ansiedlung des Technologieunternehmens Goeke kommt hingegen von den Fraktionen CDU, SPD und den Grünen. Das Gelände in der Güstrower Straße gehört dem Land Mecklenburg-Vorpommern. Der Bebauungsplan müsste aber durch die Stadt verändert werden, wenn auf dem Seegrundstück Wohnungen gebaut werden sollen. Goeke hat den Erwerb des Grundstückes für den Bau von Wohnungen zur Investitionsbedingung in Schwerin gemacht. 

 

 

Stefan Rochow

Journalist, Unternehmer und Gründer der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Sie erreichen mich per E-Mail unter redaktion@schwerinlokal.de

Diskutieren Sie gerne mit