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Bewerbungsfrist abgelaufen:
Liste der OB-Kandidaten steht – sechs Bewerber wollen ins Stadthaus

Mit Ablauf der Bewerbungsfrist steht fest: Sechs Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich um das Amt des Oberbürgermeisters in Schwerin. Am 12. April entscheiden die Wähler über Badenschiers Nachfolge.

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  • Veröffentlicht Januar 27, 2026
Die Landeshauptstadt will das Stadthaus kaufen, um Miete zu sparen, Foto: maxpress
Im April entschei­det sich wer Chef im Stadthaus wird. Foto: max­press

 

Die Bewer­berliste für die Wahl des neuen Ober­bürg­er­meis­ters der Lan­deshaupt­stadt Schw­erin ist kom­plett. Mit Ablauf der Frist zur Anmel­dung am Dien­stag, 27. Jan­u­ar, haben sich nach Angaben der Stadt sechs Frauen und Män­ner um das höch­ste Amt im Schw­er­iner Stadthaus bewor­ben. Gewählt wird am 12. April. Der Gemein­de­wahlauss­chuss prüft nun die Unter­la­gen; am 5. Feb­ru­ar soll offiziell bekan­nt­gegeben wer­den, wer zur Wahl zuge­lassen wird.

Die Neuwahl ist nötig gewor­den, nach­dem der langjährige Ober­bürg­er­meis­ter Rico Baden­schi­er (SPD) sein Amt Ende 2025 vorzeit­ig niedergelegt hat­te. Der Medi­zin­er kehrte in seinen Beruf als Neu­ro­ra­di­ologe zurück. Zugle­ich hat­te Baden­schi­er zulet­zt immer wieder auf wach­sende poli­tis­che Dif­feren­zen in der Stadtvertre­tung ver­wiesen. Nach der Kom­mu­nal­wahl 2024 seien Beschlüsse gefasst wor­den, die er nicht mehr habe vertreten kön­nen.

Bekannte Namen aus Landes- und Kommunalpolitik

Öffentlich angekündigt hat­ten ihre Kan­di­datur bere­its mehrere bekan­nte Gesichter aus der Lan­des- und Kom­mu­nalpoli­tik. Für die SPD tritt die Land­tagsab­ge­ord­nete Mandy Pfeifer an. Auch Sebas­t­ian Ehlers (CDU), eben­falls Mit­glied des Land­tages und Stadt­präsi­dent, bewirbt sich um das Amt. Die AfD schickt Petra Fed­er­au ins Ren­nen.

Als parteilos­er Kan­di­dat will der Schw­er­iner Gas­tronom Heiko Stein­müller antreten. Er posi­tion­iert sich als Bewer­ber aus der Mitte der Stadt­ge­sellschaft und set­zt nach eige­nen Angaben vor allem auf wirtschaftliche Ver­nun­ft und Praxis­er­fahrung.

Einzelkandidat Schubert setzt auf „Kehrtwende“

Am let­zten Tag der Frist meldete sich auch der Wirtschaftswis­senschaftler und Unternehmer Lars Schu­bert offiziell zurück auf der kom­mu­nalpoli­tis­chen Bühne. Schu­bert kan­di­diert als Einzel­be­wer­ber und bere­its zum zweit­en Mal für das Amt des Ober­bürg­er­meis­ters – schon 2002 war er ange­treten. Mit seinem Wahlantritt möchte Schu­bert nach eige­nen Aus­sagen „über­parteilich Ent­täuscht­en eine glaub­würdi­ge Wahlal­ter­na­tive in der bürg­er­lichen Mitte anzu­bi­eten”.

Unter dem Mot­to „Schw­erin im Herzen. Das Land im Blick.“ wirbt Schu­bert für eine „frei­heitliche Bürg­erkan­di­datur“. Er fordert eine grund­sät­zliche Kehrtwende in Poli­tik und Ver­wal­tung und wen­det sich gegen ein aus sein­er Sicht jahre­langes „Weit­er so“. Kom­munen dürften sich nicht länger darauf beschränken, Man­gel zu ver­wal­ten, son­dern müssten wieder stärk­er eigene Ver­ant­wor­tung übernehmen. Der Ober­bürg­er­meis­ter sei „ober­ster Anwalt der Bürg­er – nicht ober­ster Ver­wal­ter“, so Schu­bert.

ASK schickt Wosniak ins Rennen

Eben­falls am Dien­stag stellte die Aktion Stadt und Kul­turschutz Schw­erin (ASK) ihre Kan­di­datin vor. Dr. phil. Aileen Wos­ni­ak, pro­movierte psy­chol­o­gis­che Psy­chother­a­peutin, ist gebür­tige Schw­er­iner­in und auf dem Großen Dreesch aufgewach­sen. Nach län­ger­er Abwe­sen­heit ist sie vor zwei Jahren bewusst in ihre Heimat­stadt zurück­gekehrt.

Wos­ni­ak set­zt in ihrer Kan­di­datur klare inhaltliche Schw­er­punk­te: mehr soziale Gerechtigkeit, stärkere Beteili­gung von Kindern und Jugendlichen, fem­i­nis­tis­che Stad­ten­twick­lung sowie struk­turell ver­ankerten Tier- und Umweltschutz. Demokratie lebe von echter Teil­habe, betont sie. Ehre­namt dürfe dabei kein Ersatz für staatliche Ver­ant­wor­tung sein.

Entscheidung Anfang April

Damit bewer­ben sich nach aktuellem Stand sechs Kan­di­datin­nen und Kan­di­dat­en um die Nach­folge von Rico Baden­schi­er. Ob alle Bewer­bun­gen for­mal zuge­lassen wer­den, entschei­det sich Anfang Feb­ru­ar. Spätestens dann ste­ht fest, wer am 12. April tat­säch­lich auf dem Stim­mzettel ste­hen wird.

Der Wahlkampf dürfte kurz, aber inten­siv wer­den. Die Her­aus­forderun­gen für die Lan­deshaupt­stadt sind groß – von anges­pan­nten Finanzen über Stad­ten­twick­lung bis hin zu sozialen Fra­gen. Wer am Ende ins Stadthaus einzieht, entschei­det sich im Früh­jahr an der Wahlurne.

 


Hinweis der Redaktion:

Dieser Artikel wurde am 29. Jan­u­ar 2026 geän­dert. Im ursprünglichen Text hat­ten wir geschrieben, dass der Unternehmer Lars Schu­bert bei der Ober­bürg­er­meis­ter­wahl als FDP-Kan­di­dat antritt. Das ist falsch. Richtig ist: Lars Schu­bert tritt bewusst als Einzelka­n­di­dat an, um „über­parteilich Ent­täuscht­en eine glaub­würdi­ge Wahlal­ter­na­tive in der bürg­er­lichen Mitte anzu­bi­eten”. Wir haben es deshalb entsprechend im Text angepasst.