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Mehr Geld für Gerüstbauer in Schwerin:
Löhne steigen ab November um 7,5 Prozent

Gerüstbauer in Schwerin erhalten ab November 7,5 Prozent mehr Lohn. Auch Azubis profitieren. Die IG BAU sieht darin ein wichtiges Signal für fair bezahlte Handwerksarbeit.

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  • Veröffentlicht November 12, 2025
Gerüst­bauer in Schw­erin erhal­ten mehr Lohn. Foto: IG BAU Tobias Seifert

 

Die rund 36 Gerüst­bauerin­nen und Gerüst­bauer in Schw­erin erhal­ten ab Novem­ber deut­lich mehr Lohn. Nach Angaben der Indus­triegew­erkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Meck­len­burg steigen die Einkom­men um 7,5 Prozent. Ein erfahren­er Geselle ver­di­ent damit bei Vol­lzeit rund 225 Euro mehr im Monat.

Die Gew­erkschaft hat­te sich in den bun­desweit­en Tar­ifver­hand­lun­gen für bessere Kon­di­tio­nen in der Branche einge­set­zt. „Gerüst­bauer leis­ten harte Arbeit bei Wind und Wet­ter – und das oft in schwindel­er­re­gen­der Höhe. Diese Arbeit ver­di­ent Anerken­nung und faire Bezahlung“, sagte IG-BAU-Bezirksvor­sitzen­der Jörg Rep­pin.

Neben der Lohn­er­höhung tritt zum 1. Jan­u­ar 2026 auch ein höher­er Min­dest­lohn in Kraft. Kün­ftig beträgt er 14,35 Euro pro Stunde, das sind 40 Cent mehr als bish­er. Im Herb­st 2026 ist ein weit­eres Lohn­plus geplant.

Auch der Nach­wuchs prof­i­tiert: Auszu­bildende ver­di­enen ab sofort im ersten Lehr­jahr 1.125 Euro, im zweit­en 1.300 Euro und im drit­ten 1.550 Euro monatlich. Rep­pin betonte, dass die Branche damit attrak­tiv­er für junge Men­schen wer­den soll.

Gerüst­bauer wer­den auf nahezu allen Baustellen gebraucht – ob bei Fas­sadenar­beit­en, Dachsanierun­gen oder Restau­rierun­gen von Kirchen und his­torischen Gebäu­den. „Ohne sie kommt keine Farbe ans Haus“, so Rep­pin.