Lufthansa-Flugzeug „Schwerin“:
Seit 35 Jahren trägt eine Maschine den Namen der Stadt
Seit dem 2. September 1991 besteht die Lufthansa-Flugzeugpatenschaft mit Schwerin. Heute trägt ein Airbus A350-900 den Namen der Landeshauptstadt.

In Kürze:
- Seit dem 2. September 1991 besteht die Lufthansa-Flugzeugpatenschaft mit Schwerin.
- Der heutige Airbus A350-900 „Schwerin“ absolvierte laut Lufthansa seit 2019 mehr als 3.300 Flüge und beförderte rund 760.000 Passagiere.
- Bereits von 1991 bis 2015 war ein Airbus A320 nach der Landeshauptstadt benannt.
Seit genau 35 Jahren trägt ein Flugzeug der Lufthansa-Flotte den Namen „Schwerin“. Am 2. September 1991 begann die offizielle Lufthansa-Flugzeugpatenschaft mit der mecklenburg-vorpommerschen Landeshauptstadt. Inzwischen ist bereits die zweite Maschine unter diesem Namen unterwegs.
Das aktuelle Patenflugzeug ist ein Airbus A350-900 mit dem Kennzeichen D‑AIXM. Nach Angaben der Lufthansa wurde die Maschine im März 2019 in Dienst gestellt. Seitdem flog sie mehr als 3.300 Verbindungen zu insgesamt 43 verschiedenen Zielen und beförderte rund 760.000 Passagiere.
Die Lufthansa unterhält nach eigenen Angaben derzeit mehr als 300 solcher Patenschaften. Flugzeuge der Gesellschaft tragen unter anderem Namen deutscher Großstädte, Bundesländer und Landeshauptstädte. Damit soll die Verbindung des Unternehmens zu verschiedenen Regionen Deutschlands sichtbar gemacht werden.
Für Schwerin reicht diese Verbindung bis kurz nach der deutschen Wiedervereinigung zurück. Die erste Maschine mit dem Namen der Stadt wurde 1991 gemeinsam mit einem weiteren Flugzeug auf den Namen „Mecklenburg-Vorpommern“ getauft.
Erste „Schwerin“ startete 1991
Die Taufe fand am 2. September 1991 am Flughafen Hamburg statt. Taufpatin der „Schwerin“ war Gerda Kwaschik, die Ehefrau des damaligen Schweriner Oberbürgermeisters Johannes Kwaschik.
Bei der Maschine handelte es sich um einen Airbus A320 mit dem Kennzeichen D‑AIPW. Das Flugzeug war im Dezember 1990 fabrikneu an Lufthansa ausgeliefert worden und blieb bis März 2015 für die Gesellschaft im Einsatz.
Anschließend wechselte der Airbus zur damaligen Lufthansa-Tochter Germanwings. Nach der Umlackierung trug die Maschine den Städtenamen Schwerin nicht mehr.
Neuer Airbus trägt Namen Schwerin
Die Patenschaft selbst endete damit jedoch nicht. Nach dem Ausscheiden einer Maschine aus der Lufthansa-Flotte kann ein bereits vergebener Name auf ein neues Flugzeug übertragen werden. So erhielt schließlich der heutige Airbus A350-900 den Namen „Schwerin“.

Der Städtename ist außen an der Maschine rechts neben der vorderen Eingangstür angebracht. Der Airbus A350-900 wird von Lufthansa vor allem auf Langstrecken eingesetzt.
Lufthansa vergibt mehr als 300 Flugzeugnamen
Die Tradition der Flugzeugtaufen bei Lufthansa reicht bis 1960 zurück. Am 16. September jenes Jahres erhielt eine Boeing 707 mit dem Kennzeichen D‑ABOC den Namen „Berlin“.
Bei der Auswahl von Patenstädten berücksichtigt das Unternehmen nach eigenen Angaben unter anderem deren historische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung. Auch eine besondere Verbindung zur Luftfahrt kann eine Rolle spielen. Städte können sich zudem selbst um eine Patenschaft bewerben.
Dabei versucht Lufthansa nach eigenen Angaben, auch die Größe des Flugzeugtyps an der Einwohnerzahl der jeweiligen Patenstadt auszurichten. Scheidet ein Flugzeug aus der Flotte aus, kann der Name – wie im Fall Schwerins – später auf eine andere Maschine übertragen werden.




