Mahnwache und Gegendemo, die Dritte…

Inzwischen zum dritten Mal, trafen heute Abend Anhänger der AfD und ihre Gegner zu jeweiligen Kundgebungen aufeinander. Wie die zwei Wochen zuvor, blieb es auf allen Seiten friedlich.

Inzwischen zum dritten Mal rief die AfD heute Abend zu einer Mahnwache auf dem Markt auf. Mit ihrer Aktion möchte die Partei nach Eigenangaben, Solidarität mit den Angehörigen des getöteten Mannes in Chemnitz und Köthen bekunden.

 

170 AfD-Anhänger fordern Schutz des Staates 

 

Nach Polizeiangaben kamen 170 Menschen zusammen. „Wir fordern mehr Schutz durch den Staat vor Ausländern, die sich illegal hier aufhalten“, sagte der Landtagsabgeordnete der AfD, Bert Oberreiner auf der Kundgebung. Damit spielte der AfD-Politiker auf Medienmeldungen an, dass es sich sowohl bei einem der mutmaßlichen Täter in Chemnitz, als nun auch in Köthen, um ausreisepflichtige Männer gehandelt haben soll. Vor, während und nach Beendigung der Mahnwache kam es nach Angaben der Polizei zu keinerlei Störungen.

 

Klare Kante gegen Hetze

 

Gleichzeitig versammelten sich heute vor der Staatskanzlei unter dem Motto „Integration, statt Instrumentalisierung“ Gegner der AfD. Aufgerufen hatte dazu das Bündnis „Schwerin für alle“. Nach Polizeiangaben kamen dort 350 Menschen zusammen. Verschiedene Redner kritisierten sowohl die Verschärfung der Asylpolitik der Bundesregierung als auch die Haltung der AfD in der Frage der Migration. Der Demonstrationszug setzte sich danach in Bewegung. Dabei führte die Strecke über den Marktplatz, wo beide Lager aufeinander trafen. Wie die Polizei mitteilte, blieb es aber bis auf verbale Unmutsäußerungen absolut friedlich. Vor allem die eingesetzten Ordner wurden hierbei von der Polizei gelobt. Immer wieder skandierten die Teilnehmer in Richtung der AfD-Anhänger „Wir sind mehr“. Nach Redebeiträgen zog der Zug über die Schmiedestraße in die Mecklenburgstraße. Nach einer Abschlusskundgebung wurde auch diese Versammlung friedlich und ohne Störungen beendet.

„Schwerinerinnen und Schweriner haben klare Kante gegen Hetze und für ein friedliches und weltoffenes Schwerin gezeigt.“, lautete das Fazit der Veranstalter nach der Kundgebung. 

 

Stefan Rochow

Journalist, Unternehmer und Gründer der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Sie erreichen mich per E-Mail unter redaktion@schwerinlokal.de

Diskutieren Sie gerne mit