Man müsste mal … etwas mit Musik machen

Schwerin ist schon schön. Keine Frage. Doch wenn wochentags so gegen 19 Uhr der Altstädtische Marktplatz von geschlossenen Geschäften gesäumt, wie leergefegt daliegt, fragt sich der eine oder andere: „Muss das so sein?“ - Muss es nicht!

Carsten Stotco | Foto:  © Uwe Nölke

Carsten Stotco, Det Nissen, Martin Neuhaus und die Macher bei der Musik- und Kunstschule ATARAXIA waren sich in dem Punkt recht schnell einig, als sie den „Musikklub“ ins Leben gerufen haben. „Unser Ziel war es den Marktplatz zu beleben. Da lag es doch nahe nach guten Möglichkeiten vor der eigenen Tür zu schauen.“, meint Carsten Stotco und hat sich in der lokalen Musikszene umgesehen.

Plötzlich war auf dem Markt was los

Und nun ist was los auf dem Markt. Immer Dienstag, immer 19 Uhr. Von Mai bis Ende September. Dann nämlich gibt es feinste Straßenmusik. Regionale Bands bekommen eine Bühne und die Schwerinerinnen, die Schweriner und die Gäste in der Stadt kommen auf dem Markt.

Sie bringen Klappsessel, Liegestühle, Picknickdecken mit, sitzen unter den Laternen, auf den Bänken oder den Stufen der Läden, stehen in kleinen Gruppen, mal paarweise oder allein und hören zu. Hier ein Hallo, dort ein Schwätzchen. Und manchmal auch ein Tänzchen. Sie verwandeln den Platz. Jeden Dienstag, immer 19 Uhr.

Die pure Anzahl der Bands und Musiker und die musikalische Bandbreite in und um die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern herum sind enorm. Und so waren denn auch die bisher 22 wöchentlichen Konzerte sehr vielfältig: Pop, Jazz, Rock, Blues, Klassik, Solisten, Familienbands, Chöre, junge Talente, alte Hasen …

Jede Woche mehr Besucher

Und jede Woche wurden es ein paar Besucherinnen und Besucher mehr. Und unter den Gästen immer wieder auch eine ganze Reihe Leute, die deutlich jünger sind als 46,5 Jahre, dem Schweriner Durchschnitt. Es gibt sie also doch. Und sie kommen, wenn was los ist. Immer Dienstag, immer 19 Uhr.

Immer mit dabei die Fotografen vom Auslöser e.V. Schwerin. Selbst beim letzten Openair-Konzertabend waren sie da. Im Regen, mit Schirm, Kapuze und Kamera. Am Dienstag, 27.09.2022 haben der Straßenmusiker Dirk Schäfer, die Jazzkombüse in großer Besetzung und der Chor Jazzatax die Fotografen und Fans in die Winterpause verabschiedet.

Wie geht es weiter?

Wer nicht dabei sein konnte oder noch mal wissen möchte, wie der Sommer auf dem wiederbelebten Markt so war und vielleicht wieder wird, kann hier mal gucken: https://www.youtube.com/watch?v=tjfjibgTuqk

Ob es im nächsten Jahr weitergeht, wer das bezahlt und warum es nun ausgerechnet der Dienstag wurde, das verrät Carsten Stotco im Podcast „Man müsste mal …“

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