„Man müsste mal…“ etwas verändern. Steffi Pulz-Debler im Gespräch

Seit vielen Monaten sprechen Andreas Lußky und Claus Oellerking im Podcast "Man müsste mal..." aus Schwerin und für Schwerin mit Personen, die die Überlegung, man sollte oder könnte doch etwas tun, in die Tat umgesetzt haben. Dass dies nicht nur im Ehrenamt gilt, zeigt ein Blick in die neuen Gesichter des Landtags in M-V. Im Gespräch dieses Mal: Steffi Pulz-Debler von DIE LINKE..

Steffi Pulz-Debler. | Foto: privat

„Man müsste mal…“ – Wer kennt diese Überlegung nicht? Man müsste mal etwas verändern, sich engagieren, Einfluss bekommen, um etwas zu bewegen. Seit diesem Jahr hat sie die Möglichkeit dazu. Im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Neun Mitglieder hat die Fraktion DIE LINKE. Und Steffi Pulz-Debler ist eine von Ihnen und damit auch Mitglied einer der beiden Regierungsfraktionen.

 

Am Ende reichte es doch für den Einzug in den Landtag

Den Arsch hochkriegen? Damit allein ist es noch nicht getan. Das weiß auch Steffi Pulz-Debler. Sie ist bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr für die Partei DIE LINKE im Wahlkreis Ludwigslust-Parchim IV ins Rennen gegangen – und hat verloren. Das Direktmandat holte die SPD. Mit Platz 11 auf der Landesliste rückte sie dann aber im Januar 2022 für ihre Parteikollegin Simone Oldenburg, die das Bildungsministerium in der neuen Regierungskoalition übernahm, nach.

 

Flüchtlingskrise gab den letzten Anstoß

Steffi Pulz-Debler engagiert sich politisch schon eine Weile. Als 2015/16 auch in Parchim in Turnhallen Geflüchtete einquartiert wurden und versorgt werden mussten, war ihr klar, dass sie aktiv werden muss. Dass sie hoch muss von der Couch. Sie schaltete sich ein. „Natürlich gibt es viele Möglichkeiten sich zu engagieren. Und Demokratie braucht auch Menschen, die sich in Parteien organisieren, dort mitmachen, nicht nur am Rand stehen“, sagt sie und machte sich auf den Weg in die Lokalpolitik. Sie wurde Mitglied im Parchimer Stadtparlament und im Kreistag.

 

 

Aktiv auch für faire Löhne

Im Fairtrade Netzwerk wird sie nun zudem aktiv und in Parchim Ansprechpartnerin der Kampagne „FairtradeStadt“. „Ich finde es schon wichtig, sich die Frage zu stellen, welchen Einfluss unser Lebensstil und unser Konsumverhalten auf die Welt insgesamt hat. Und welchen Zusammenhang es mit den Krisen und Fluchtbewegungen gibt.“ Sie findet es wichtig, dass auch im globalen Süden gute Arbeitsbedingungen herrschen und faire Löhne gezahlt werden.

 

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Von der Zahnarzthelferin zur Landtagsabgeordneten

Steffi Pulz-Debler ist gelernte Zahnarzthelferin. Sie hat sich in vielfältiger Weise im Spektrum der ganzheitlichen Gesundheit weitergebildet. Einige Jahre betreibt sie eine eigene Massagepraxis. 2018 wird sie Wahlkreismitarbeiterin des Bundestagsabgeordneten Dr. Dietmar Bartsch. Und jetzt ist richtet sie als Landtagsabgeordnete in Parchim selbst ein Wahlkreisbüro ein. „Es wird ein Ort der Begegnung und nicht ein klassisches Büro“, sagt Pulz-Debler und freut sich schon auf die Eröffnung.

Warum Steffi Pulz-Debler politisch aktiv wurde, welchen Themen sie bewegen, was sie selbst bewegen möchte und warum sie dies bei den LINKEN tut, erzählt sie im Podcast „Man müsste mal …“.

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