„Man müsste mal…“ – Im Podcast hinter die Türen der Bahnhofsmission blicken

Ob im Haupt- oder Ehrenamt - Waltraud Kaz-Müller und Marie-Claire Heuer engagieren sich gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen in der Bahnhofsmission Schwerin. Sie sind für die Reisenden da, haben immer ein offenes Ohr und auch einen Kaffee. Sie sind so etwas wie die guten Seelen des Bahnhofs. Im Podcast "Man müsste mal..." aus, über und für Schwerin sprechen sie über ihre Arbeit.

Waltraud Kaz-Müller und Marie-Claire Heuer berichten über ihre Arbeit bei der Bahnhofsmission. | Foto: privat

Es gibt mehr als 100 in Deutschland. In Mecklenburg-Vorpommern ist sie die einzige. Die Schweriner Bahnhofsmission hat sich mit dem Hauptbahnhof einen schönen und traditionsreichen Standort ausgesucht. Im Wechsel der Geschichte öffneten und schlossen die Bahnhofsmission und andere Bahnhofsdienste hier ihre Türen.

 

Schweriner Bahnhofsmission ist die einzige im Land

Zuletzt sah sich die Schweriner Bahnhofsmission im März 1953 gezwungen, ihre Arbeit einstellen. In den 1950er Jahren hatte die DDR im gesamten Land die Bahnhofsmissionen unter dem Vorwand der Spionage für den Westen verboten. Nur der Dienst am Berliner Ostbahnhof konnte weiterarbeiten. Erst 2014 öffneten sich die Türen in Schwerin wieder. Seitdem sind sie offen. Meistens.

 

1953 geschlossen – 2014 wieder geöffnet

Waltraud Kaz-Müller und Marie-Claire Heuer engagieren sich ehrenamtlich und hauptamtlich regelmäßig dort. Marie-Claire Heuer ist die „Chefin“. Sie ist Mitarbeiterin des Trägers der Schweriner Bahnhofsmission, der Sozial-Diakonische Arbeit – Evangelische Jugend. Sie koordiniert die Einsätze der Ehrenamtlichen. Und dieser Job macht ihr sichtlich und hörbar viel Freude.

 

 

Mit viel Engagement für Reisende und Bleibende

Zu den engagierten Ehrenamtlichen gehört auch Waltraud Kaz-Müller. Sie ist seit 2019 dabei. Sie ist im Ruhestand. Während einer sehr schwiegen Phase in ihrem Leben erhielt Kaz-Müller viel Zuwendung und Unterstützung. Gerne wollte sie später etwas davon zurückgeben. Ihr Weg führte sich in den Bahnhof Schwerin. Hier kümmert sie sich ebenso um Reisende wie auch um solche Gäste, die bleiben.

 

„Wir freuen uns, wenn Neue dazu kommen.“

Auch während der Corona-Lockdowns stellten die Ehrenamtlichen den Service am Bahnsteig sicher. Eingeschränkt und auf Abstand. Und so freuen sich die beiden Frauen sehr, dass es nach längerer Zeit endlich wieder möglich ist, den Gästen in ihren Räumen einen Stuhl, eine Tasse Kaffee und ein offenes Ohr anzubieten. „Ohne uns Ehrenamtliche ginge das nicht“, so Waltraud Kaz-Müller. Die meisten der Helferinnen und Helfer sind so wie Kaz-Müller nicht mehr fest im Arbeitsleben. „Wir freuen uns, wenn Neue dazu kommen. Wer noch nicht weiß, ob diese Aufgabe zu einem passt, kann gerne einmal für einen oder zwei Tage bei uns reinschnuppern“.

 

Im Podcast hinter die Kulissen hören

Was sie bei ihrer Arbeit erleben, und wie es am Rande des Bahnsteigs läuft, erzählen Waltraud Kaz-Müller und Marie-Claire Heuer im Podcast „Man müsste mal …“

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