Schwerin erfindet sich neu:
Der neue Markenprozess – was wir bisher wissen
Mit neuem Stadtlogo, Markenstrategie und organisatorischem Umbau stellt sich die Landeshauptstadt zukunftsfest auf.

Strukturierter Neustart für Schwerin
Schwerin macht sich fit für die Zukunft. Mit einem umfangreichen Markenprozess und der Neuorganisation zentraler Verwaltungsstrukturen begegnet die Stadt den veränderten Anforderungen an Kommunikation, Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung. Im Zentrum steht dabei der neue Fachdienst „Wirtschaft und Tourismus“, der ab 2026 das Know-how von Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung in einer Einheit bündelt. Die bisher eigenständige Stadtmarketing GmbH wird zum Jahresende aufgelöst und ihre Aufgaben in die Verwaltung überführt. Ziel ist ein einheitlicher Auftritt der Stadt, der Schwerins Stärken sichtbarer macht und Entscheidungsprozesse verkürzt.

„Es geht um die visuelle Identität Schwerins, um Botschaften, Werte, und den Ton, in dem wir von unserer Stadt sprechen wollen“, betonte Oberbürgermeister Rico Badenschier. Das neue Stadtlogo mit Heinrich dem Löwen als Symbol bringt dabei Geschichte und Aufbruch auf den Punkt. In Dunkelblau, Gold und Weiß zeigt es: Schwerin ist sich seiner Wurzeln bewusst und richtet den Blick in die Zukunft. Ab September 2025 wird das neue Erscheinungsbild mit Logo und Farben sukzessive eingeführt – überall dort, wo Schwerin sichtbar ist: in der Verwaltung, im Tourismus, bei Veranstaltungen oder in der Bürgerkommunikation. Aber der Markenprozess ist dabei mehr als ein neues Logo.
Tourismus, Kultur und Identität neu gedacht
Der neue Kurs Schwerins hat auch Auswirkungen auf den Tourismus. Mit dem UNESCO-Welterbetitel stehen der Stadt neue Möglichkeiten offen, aber auch neue Herausforderungen. Vier geplante Hotelprojekte sollen mehr Übernachtungskapazitäten schaffen, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, am Slüter Ufer, an den Waisengärten in der Werdervorstadt, „Le Tresor“ in der Friedrichstraße und „Wonnemar Schwerin“ in Krebsförden. Während das Vorhaben am Slüter Ufer Fortschritte macht, ist sowohl beim „Le Tresor“ als auch beim „Wonnemar“-Projekt seit einiger Zeit keine Bautätigkeit mehr feststellbar. Ob diese Hotels tatsächlich realisiert werden, ist derzeit ungewiss. Parallel dazu wird auf die Qualifizierung der Tourismusbranche gesetzt: Schulungen und Netzwerke sollen internationale Standards fördern.

Auch im Bereich Kultur gibt es Bewegung: Ab September 2026 wird es wieder ein großes Stadtfest geben, ein neues Konzept, das alle Altersgruppen ansprechen und regionale Strahlkraft haben soll. Gerade erst hat die Stadtvertretung dafür den Weg frei gemacht. Ob es wieder Altstadtfest heißen wird oder nicht, ist noch offen, doch die Planungen laufen. Die Stadt will ihre kulturelle Vielfalt stärker nutzen, um Schwerin als lebenswerten und aktiven Ort zu präsentieren.
Willkommenskultur und sportlicher Zusammenhalt
Ein weiterer Baustein zur Stärkung des Standorts ist das neue Welcome Center. Es bietet Fachkräften und Unternehmen konkrete Unterstützung beim Ankommen und sorgt für ein professionelles Onboarding. Willkommens-Lotsin Zehra Dönmez begleitet Neuankommende persönlich und trägt dazu bei, dass sich neue Arbeitnehmer schneller zuhause fühlen.
Parallel wird die Initiative „Sportstadt Schwerin“ weiterentwickelt. Vereine und Stadt arbeiten daran, das breite Sportangebot sichtbarer zu machen und die Identifikation mit dem Standort zu stärken – im Leistungs- wie im Breitensport. Ziel ist es, die Vielfalt der Angebote abzubilden und neue Impulse für die sportliche Zukunft der Stadt zu setzen.
Trotz vieler konkreter Schritte bleibt der Markenprozess in Teilen noch vage. Viele Ideen stehen erst am Anfang und müssen sich künftig im Alltag bewähren. Für die Entwicklung des Konzeptes wurden rund 120.000 Euro investiert. Nun gilt es, den Worten sichtbare Taten folgen zu lassen und die Theorie mit Leben zu füllen.




