Erinnerung durch Musik:
Matinee würdigt vertriebenen Komponisten
Eine Matinee in Schwerin widmet sich dem Komponisten Robert Kahn. Neben Musik steht auch seine von Verfolgung geprägte Lebensgeschichte im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Die Stiftung Mecklenburg lädt am 3. Mai zu einer musikalischen Matinee in die Volkshochschule Schwerin ein. Im Mittelpunkt stehen Werke des Komponisten Robert Kahn, der während der Zeit des Nationalsozialismus aus Deutschland vertrieben wurde.
Unter dem Titel „Ein Tagebuch in Tönen“ präsentieren die Mezzosopranistin Sophia Maeno und die Pianistin Maša Novosel ein Programm mit Liedern und Klavierwerken Kahns. Die Künstlerinnen haben sich im Rahmen eines Projekts der Stiftung Mecklenburg intensiv mit dessen Kompositionen auseinandergesetzt.
Robert Kahn war zu Lebzeiten ein angesehener Musiker und wurde unter anderem von Johannes Brahms gefördert. Seine Verbindung zu Mecklenburg reicht bis ins Jahr 1910 zurück, als er für seine Familie eine Villa in Feldberg errichten ließ. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten endete diese Beziehung durch seine erzwungene Emigration.
Vor dem Konzert wird die Lebensgeschichte Kahns in einem Kurzvortrag vorgestellt, der auf aktuellen Forschungen basiert. Die Matinee beginnt um 11 Uhr, der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Eine Anmeldung wird erbeten.





