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Zecken-Saison in MV:
Mehr als 100 Borreliose-Fälle in MV – Gesundheitsamt warnt vor Dunkelziffer

Bereits 129 Borreliose-Fälle in MV – und die Dunkelziffer könnte deutlich höher liegen. Warum Zecken aktuell besonders aktiv sind und wie Sie sich schützen können, lesen Sie hier.

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  • Veröffentlicht Juli 14, 2025
Bor­re­liose-Infek­tio­nen wer­den durch Zeck­en aus­gelöst. Foto: Erik Kar­its auf Unsplash

In Meck­len­burg-Vor­pom­mern haben sich in diesem Jahr bere­its über 100 Men­schen mit Bor­re­liose infiziert – ein­er Krankheit, die durch Zeck­en­stiche über­tra­gen wird. Wie das Lan­desamt für Gesund­heit und Soziales (Lagus) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agen­tur mit­teilte, wur­den bis Ende Juni lan­desweit 129 Fälle reg­istri­ert.

Im Nor­dosten Deutsch­lands beste­ht eine Meldepflicht für Bor­re­liose. Den­noch gehen Fach­leute von ein­er hohen Dunkelz­if­fer aus, da nicht alle Fälle erkan­nt oder ärztlich gemeldet wer­den. Im Ver­gle­ich zu anderen Bun­deslän­dern zeigt sich ein unein­heitlich­es Bild: In Ham­burg und Schleswig-Hol­stein beispiel­sweise beste­ht keine Meldepflicht, weshalb dort keine offiziellen Zahlen vor­liegen.

Im ver­gan­genen Jahr wur­den in Meck­len­burg-Vor­pom­mern ins­ge­samt 408 Bor­re­liose-Infek­tio­nen gemeldet. Ein Jahr zuvor lag die Zahl etwas darunter – ein möglich­er Hin­weis auf eine steigende Ten­denz.

Bor­re­liose kann ver­schiedene Organe befall­en, darunter Haut, Ner­ven­sys­tem und Gelenke. Eine direk­te Über­tra­gung von Men­sch zu Men­sch ist laut dem Robert Koch-Insti­tut aus­geschlossen. Die Krankheit lässt sich in der Regel mit Antibi­oti­ka behan­deln. Eine Schutz­imp­fung existiert bis­lang nicht.

Gesund­heits­be­hör­den rat­en deshalb zu beson­der­er Vor­sicht bei Aufen­thal­ten in Wald- und Wiesen­ge­bi­eten. Zeck­en bevorzu­gen feuchte, schat­tige Umge­bun­gen und kön­nen bere­its bei Tem­per­a­turen ab etwa 7 Grad Cel­sius aktiv sein.

Tipp der Redaktion:

Nach dem Aufen­thalt im Freien sollte der Kör­p­er gründlich auf Zeck­en abge­sucht wer­den. Beson­ders gefährdet sind Kinder, Spaziergänger, Gärt­ner und Hun­de­hal­ter. Wird eine Zecke ent­deckt, sollte sie möglichst schnell und voll­ständig ent­fer­nt wer­den – ide­al­er­weise mit ein­er Zeck­enkarte oder Pinzette.