Mehr Betreuungsverfahren in MV – Ausgaben leicht gesunken
In Mecklenburg-Vorpommern steigt die Zahl der Betreuungsverfahren leicht. Gleichzeitig sind die Ausgaben für Betreuer im vergangenen Jahr gesunken.

Die Zahl der rechtlichen Betreuungsverfahren in Mecklenburg-Vorpommern ist leicht gestiegen. Wie das Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern mitteilte, wurden im Jahr 2025 an den Amtsgerichten mehr als 34.600 Verfahren registriert. Im Jahr zuvor lag die Zahl noch bei knapp unter 34.300.
Trotz des Anstiegs bei den Verfahren sind die Gesamtausgaben gesunken. Für rechtliche Betreuer und Verfahrenspfleger wurden rund 39,5 Millionen Euro aufgewendet, etwa eine Million Euro weniger als im Vorjahr.
Nach Einschätzung von Justizministerin Jacqueline Bernhardt gewinnt die rechtliche Betreuung in einer alternden Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Diese werde sowohl ehrenamtlich, etwa durch Angehörige oder Freunde, als auch beruflich ausgeübt. Rund ein Drittel der Betreuungen werde derzeit ehrenamtlich übernommen.
Rechtliche Betreuung wird erforderlich, wenn volljährige Menschen ihre Angelegenheiten aufgrund von Krankheit oder Behinderung nicht mehr selbst regeln können. Grundlage dafür ist das Bürgerliches Gesetzbuch, das die Bestellung eines Betreuers durch das zuständige Gericht vorsieht.




