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Podcast über Wandel, Perspektiven und Schwerin:
Michael Kockot spricht über Wandel und Perspektiven

Der Schweriner Kameramann Michael Kockot spricht im Podcast über gesellschaftlichen Wandel, Filmprojekte und seine Perspektive auf die Stadt.

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  • Veröffentlicht Mai 11, 2026
Michael Kock­ot bei Drehar­beit­en in Kas­ese Ugan­da. Foto: Kock­ot

 

Michael Kock­ot ist Kam­era­mann. Mit der Kam­era sieht er die Welt ein biss­chen anders als die meis­ten Men­schen. Fokussiert. Auf Ereignisse, auf Men­schen, auf Dinge, die geschehen. Und seine Bilder, seine Filme wirken, wenn sie entste­hen und natür­lich auch, wenn sie gese­hen wer­den.

„Wer Visio­nen hat, soll zum Arzt gehen“ sagte der ehe­ma­lige Bun­deskan­zler Hel­mut Schmidt im Wahlkampf 1980, als er nach seinen Visio­nen für das zukün­ftige Deutsch­land gefragt wurde. Michael Kock­ot hat­te schon als Jugendlich­er Visio­nen. Er ging statt zum Arzt in die Lehre, machte eine Aus­bil­dung zum Schloss­er und wollte wis­sen, ob sich seine Vorstel­lun­gen von einem guten Leben für alle, von ein­er gerecht­en Welt und von Frieden an der Basis, dort wo gear­beit­et wird, ver­wirk­lichen lässt. Ernüchterung fol­gte.

Durch einen Zufall bekam er eines Tages eine Filmkam­era in die Hand und seine Sicht auf die Dinge, seine Per­spek­tive verän­derte sich. Mit der Kam­era schien es auf eine beson­dere Weise möglich zu sein, Dinge einz­u­fan­gen, zu trans­portieren und so zu Verän­derun­gen beizu­tra­gen.

Ob in Togo, in Ugan­da oder hier in Schw­erin, Michael Kock­ot bringt sich ein, will gestal­ten. Und dafür geht er auch mal in die Höhe.

2019 war der Schw­er­iner Fernse­hturm schon drei Jahre lang geschlossen, als Kock­ot in dem Wahrze­ichen ein Kun­st­pro­jekt ini­ti­ierte. Das „Mit­mach­mu­se­um“ zeigte eine Ausstel­lung über den Großen Dreesch, der zwei Jahre später 50 Jahre alt wurde. Das Muse­um funk­tion­ierte als Sam­mel­stelle für Erin­nerun­gen, Fotos und andere Zeit­doku­mente aus Jahrzehn­ten. Jed­er kon­nte seine per­sön­liche Dreesch-Geschichte erzählen und aufze­ich­nen lassen. Und natür­lich auch noch ein­mal hin­auf fahren auf die Aus­sicht­splat­tform des Turms. Eine Woche lang. Gut 3.000 Gäste. Und dann war Ende.

Doch das Leben auf dem Großen Dreesch geht weit­er und Kock­ot ist immer mal wieder mit der Kam­era dabei. So auch für den Eröff­nungs­film des Schw­er­iner Film­fest 2026 „Garten der Hoff­nung“ (Regie/Buch: Dieter Schu­mann, Cin­e­mato­graph: Michael Kock­ot). Der Film wurde mit dem „Vielfalt­spreis 2026“ aus­geze­ich­net.

In dieser Pod­cast-Folge mit Andreas Lußky und Claus Oellerk­ing berichtet Michael Kock­ot über seinen per­sön­lichen Weg, seine Per­spek­tiv­en und Per­spek­tiven­wech­sel in ein­er sich wan­del­nden Gesellschaft hier mit­ten in Schw­erin, der Leben­shaupt­stadt.