Traurige Nachricht aus Karlsruhe:
Ehemaliger WGS-Chef Michael Veiga mit 56 Jahren verstorben
Michael Veiga, früherer Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Schwerin, ist tot. Der 56-Jährige starb am 12. Juli in Karlsruhe – nur ein Jahr nach seinem Weggang aus der Landeshauptstadt.

Die Nachricht kam in der letzten Woche aus dem Süden Deutschlands: Michael Veiga, ehemaliger Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS), ist am 12. Juli 2025 verstorben. Seine Familie gab den Tod über Veigas Facebook-Profil bekannt. Der 56-Jährige war bereits vor Monaten aus Schwerin weggezogen – zurück in seine Heimat Karlsruhe. Dort wollte er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, nachdem ihn das Berufsleben in der Landeshauptstadt lange auf Abstand zu den Seinen gehalten hatte.
Ein Jahr an der Spitze der WGS
Exakt ein Jahr lang – vom 1. August 2023 bis zum 1. August 2024 – stand Veiga an der Spitze der WGS. In dieser Zeit prägte er das städtische Wohnungsunternehmen nachhaltiger, als es die kurze Amtszeit vermuten lässt. Er übernahm die Leitung in einer schwierigen Phase: Nach der kurzfristigen Entlassung seines Vorgängers und internen Unstimmigkeiten war die WGS auf der Suche nach Stabilität. Veiga sollte sie liefern – und tat es.
In nur zwölf Monaten stellte der gebürtige Karlsruher zentrale Bereiche des Unternehmens neu auf. So senkte die WGS unter seiner Führung die laufenden Kosten um eine siebenstellige Summe. Möglich machten das damals strukturelle Veränderungen, die in der Verwaltung wie auch im Personalbereich ansetzten.
Eine besonders öffentlich diskutierte Maßnahme war die Schließung des Mietercenters im Stadtteil Lankow. Während sich viele Mieter im Norden der Stadt abgehängt fühlten, führte der Schritt zu jährlichen Einsparungen von rund 60.000 Euro. Die Mitarbeiter wurden in leerstehende Räume der WGS-Zentrale in der Innenstadt verlegt – ein organisatorischer Umbau, den Veiga bereits wenige Wochen nach Amtsantritt in die Wege leitete.
Ein Abschied aus persönlichen Gründen
Im Aufsichtsrat und der Stadtverwaltung wurde seine Arbeit anerkennend begleitet. „Wir danken Michael Veiga, dass er in den zurückliegenden Monaten wesentliche strategische Entscheidungen zur wirtschaftlichen Optimierung des Unternehmens vorbereitet hat“, erklärte Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) damals nach Bekanntwerden seines bevorstehenden Abschieds.
Im Frühjahr 2024 überraschte Veiga mit der Ankündigung, sein Amt zum 1. August niederzulegen. Als Grund nannte er die Unvereinbarkeit von Beruf und privatem Leben. „Ich kehre zurück in meine Heimat nach Karlsruhe“, sagte er. Die Entfernung zur Familie, die er im Süden Deutschlands vermisste, sei auf Dauer nicht tragbar gewesen. Meist war er von Montag bis Freitag – oft auch am Wochenende – in Schwerin im Einsatz.
Nun ist Michael Veiga wenige Tage vor dem Jahrestag seiner Rückkehr nach Karlsruhe verstorben. In Schwerin bleibt er vielen als sachlicher, durchsetzungsstarker und zugleich verbindlicher Manager in Erinnerung – einer, der in einem Jahr mehr bewegt hat als manch anderer in einem Jahrzehnt.



