Mo, 19. Januar 2026
Close

Traurige Nachricht aus Karlsruhe:
Ehemaliger WGS-Chef Michael Veiga mit 56 Jahren verstorben

Michael Veiga, früherer Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Schwerin, ist tot. Der 56-Jährige starb am 12. Juli in Karlsruhe – nur ein Jahr nach seinem Weggang aus der Landeshauptstadt.

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht Juli 21, 2025
Michael Veiga
Der ehe­ma­lige WGS-Chef Michael Veiga ist ver­stor­ben.  Foto: Pri­vat

 

Die Nachricht kam in der let­zten Woche aus dem Süden Deutsch­lands: Michael Veiga, ehe­ma­liger Geschäfts­führer der Woh­nungs­ge­sellschaft Schw­erin (WGS), ist am 12. Juli 2025 ver­stor­ben. Seine Fam­i­lie gab den Tod über Veigas Face­book-Pro­fil bekan­nt. Der 56-Jährige war bere­its vor Monat­en aus Schw­erin wegge­zo­gen – zurück in seine Heimat Karl­sruhe. Dort wollte er mehr Zeit mit sein­er Fam­i­lie ver­brin­gen, nach­dem ihn das Beruf­sleben in der Lan­deshaupt­stadt lange auf Abstand zu den Seinen gehal­ten hat­te.

Ein Jahr an der Spitze der WGS

Exakt ein Jahr lang – vom 1. August 2023 bis zum 1. August 2024 – stand Veiga an der Spitze der WGS. In dieser Zeit prägte er das städtis­che Woh­nung­sun­ternehmen nach­haltiger, als es die kurze Amt­szeit ver­muten lässt. Er über­nahm die Leitung in ein­er schwieri­gen Phase: Nach der kurzfristi­gen Ent­las­sung seines Vorgängers und inter­nen Unstim­migkeit­en war die WGS auf der Suche nach Sta­bil­ität. Veiga sollte sie liefern – und tat es.

In nur zwölf Monat­en stellte der gebür­tige Karl­sruher zen­trale Bere­iche des Unternehmens neu auf. So senk­te die WGS unter sein­er Führung die laufend­en Kosten um eine sieben­stel­lige Summe. Möglich macht­en das damals struk­turelle Verän­derun­gen, die in der Ver­wal­tung wie auch im Per­son­al­bere­ich anset­zten.

Eine beson­ders öffentlich disku­tierte Maß­nahme war die Schließung des Mieter­centers im Stadt­teil Lankow. Während sich viele Mieter im Nor­den der Stadt abge­hängt fühlten, führte der Schritt zu jährlichen Einsparun­gen von rund 60.000 Euro. Die Mitar­beit­er wur­den in leer­ste­hende Räume der WGS-Zen­trale in der Innen­stadt ver­legt – ein organ­isatorisch­er Umbau, den Veiga bere­its wenige Wochen nach Amt­santritt in die Wege leit­ete.

Ein Abschied aus persönlichen Gründen

Im Auf­sicht­srat und der Stadtver­wal­tung wurde seine Arbeit anerken­nend begleit­et. „Wir danken Michael Veiga, dass er in den zurück­liegen­den Monat­en wesentliche strate­gis­che Entschei­dun­gen zur wirtschaftlichen Opti­mierung des Unternehmens vor­bere­it­et hat“, erk­lärte Ober­bürg­er­meis­ter Rico Baden­schi­er (SPD) damals nach Bekan­ntwer­den seines bevorste­hen­den Abschieds.

Im Früh­jahr 2024 über­raschte Veiga mit der Ankündi­gung, sein Amt zum 1. August niederzule­gen. Als Grund nan­nte er die Unvere­in­barkeit von Beruf und pri­vatem Leben. „Ich kehre zurück in meine Heimat nach Karl­sruhe“, sagte er. Die Ent­fer­nung zur Fam­i­lie, die er im Süden Deutsch­lands ver­mis­ste, sei auf Dauer nicht trag­bar gewe­sen. Meist war er von Mon­tag bis Fre­itag – oft auch am Woch­enende – in Schw­erin im Ein­satz.

Nun ist Michael Veiga wenige Tage vor dem Jahrestag sein­er Rück­kehr nach Karl­sruhe ver­stor­ben. In Schw­erin bleibt er vie­len als sach­lich­er, durch­set­zungsstark­er und zugle­ich verbindlich­er Man­ag­er in Erin­nerung – ein­er, der in einem Jahr mehr bewegt hat als manch ander­er in einem Jahrzehnt.