Mieter feiern Sanierung ihres „bewohnten Schornsteins“

Bild: A. Rochow
Bild: A. Rochow

(sr). Wohnen in einem Schornstein? In Schwerin ist das seit Ende der 50-er Jahre möglich. Eine Öl-Heizung, die über einen 30-Meter-Schornstein in den Himmel ragt – das waren die Pläne des Entwurfbüros vom Unternehmen Hochbau Schwerin damals. Mit dieser Idee sollte die Kongresshalle beheizt werden. Sorgfältig verpackt wurde dieser Schornstein dann im ältesten Hochhaus der Stadt.

WGS-Aufsichtsratsvorsitzender, Daniel Meslin, schneidet die Hochhaus-Torte an  Fotos: A.Rochow
WGS-Aufsichtsratsvorsitzender, Daniel Meslin, schneidet die Hochhaus-Torte an
Foto: A.Rochow

Am vergangen Samstag, konnte dieses Haus nach einige aufwendigen Sanierungsarbeiten dann wieder an die Bewohner übergeben werden. Mit Stollen, Apfelpunch und Glühwein feierten Wohnungsgesellschaft, Bauherren und Mieter ein Bürgerfest anlässlich der abgeschlossenen Sanierung.

Begrüßung der Bürgerinnen und Bürger durch Stadtpräsident Stephan Nolte Fotos: A.Rochow
Begrüßung der Bürgerinnen und Bürger durch Stadtpräsident Stephan Nolte
Foto: A.Rochow

Für die Landeshauptstadt Schwerin, bedankte sich Stadtpräsident Stephan Nolte in seiner Ansprache dann auch bei den Mieterinnen und Mietern, die während der Sanierungsarbeiten – bei denen sie nicht ausgezogen waren – viel Geduld aufbringen mussten und manche Beeinträchtigung ertragen mussten. Das Ergebnis könne sich aber sehen lassen.

Schwerins ältestes Hochhaus wurde altersgerecht saniert Foto: A.Rochow
Schwerins ältestes Hochhaus wurde altersgerecht saniert
Foto: A.Rochow

Das zehngeschossige Wohngebäude wurde nach modernen Standards saniert. Das Hochhaus hat einen Vollwärmeschutz sowie eine neue Heizungsanlage erhalten. Die elektro- sowie brandschutztechnischen Anlagen wurden ebenso erneuert. Zusätzlich sind die Wohnungen modernisiert und auf die Bedürfnisse der Mieter ausgerichtet worden, unter anderem durch barrierefreie Bäder und einen behindertengerechten Hauseingang. Der Altersdurchschnitt der Bewohner liegt bei 65 Jahren. Die Schaffung altersgerechten Wohnraums ist daher eine notwendige Maßnahme gewesen. Leerstand gibt in dem Wohnhaus in der Werner-Seelenbinder-Straße 4 nicht: Alle 68 Wohnungen sind vermietet. Der Schornstein wird heute also noch bewohnt, aber nicht mehr genutzt.

Die Sanierung des Hochhauses wurde bei der Verleihung des Deutschen Bauherrenpreises 2013 im September in Berlin in der Kategorie Modernisierung durch die Jury als besonders beispielhaft hervorgehoben.

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