Sa, 13. Juni 2026
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Streit um Bafög-Reform:
Ministerin Martin fordert rasches Handeln

Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsministerin Bettina Martin kritisiert Überlegungen zu einem Stopp der Bafög-Reform und fordert eine bessere Studienfinanzierung.

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  • Veröffentlicht Juni 2, 2026
Bettina MartinMinisterin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten. Foto: Susie Knoll
Bet­ti­na Mar­tin Min­is­terin für Wis­senschaft, Kul­tur, Bun­des- und Europaan­gele­gen­heit­en. Foto: Susie Knoll

 

Meck­len­burg-Vor­pom­merns Wis­senschaftsmin­is­terin Bet­ti­na Mar­tin hat sich gegen einen möglichen Stopp der geplanten Bafög-Reform aus­ge­sprochen. Anlass sind Äußerun­gen von Bun­des­forschungsmin­is­terin Dorothee Bär, die Zweifel an ein­er schnellen Umset­zung der Reform geäußert hat­te. Mar­tin beze­ich­nete es als nicht akzept­abel, die bere­its vere­in­barte Reform der Aus­bil­dungs­förderung infrage zu stellen. Aus ihrer Sicht sei die Reform längst über­fäl­lig und notwendig, um Studierende bess­er zu unter­stützen.

Dorothee Bär hat­te zuvor erk­lärt, sie rechne nicht mehr mit ein­er kurzfristi­gen Umset­zung der Reform. Hin­ter­grund sind Diskus­sio­nen über die Finanzierung zusät­zlich­er staatlich­er Leis­tun­gen im Bun­de­shaushalt. Bär äußerte Ver­ständ­nis dafür, angesichts ander­er finanzieller Belas­tun­gen zunächst auf weit­ere Aus­gaben zu verzicht­en.

Unterschiedliche Sicht auf die Lage der Studierenden

Während Bär die Sit­u­a­tion von Studieren­den in Deutsch­land ins­ge­samt als ver­gle­ich­sweise priv­i­legiert beschreibt und darauf ver­weist, dass keine Stu­di­enge­bühren erhoben wer­den, sieht Mar­tin erhe­blichen Hand­lungs­be­darf.

Nach Ansicht der Wis­senschaftsmin­is­terin erschw­eren finanzielle Belas­tun­gen vie­len Studieren­den ein erfol­gre­ich­es Studi­um. Sie ver­weist auf die teils schwieri­gen wirtschaftlichen Ver­hält­nisse junger Men­schen und warnt davor, Bil­dungschan­cen von den finanziellen Möglichkeit­en der Eltern abhängig zu machen. Mar­tin betonte, dass das Bafög seinen ursprünglichen Zweck, gle­iche Bil­dungschan­cen zu ermöglichen, nicht mehr aus­re­ichend erfülle. Deshalb müsse die Reform wie geplant umge­set­zt wer­den.

Die Debat­te über die Aus­bil­dungs­förderung hat­te zulet­zt an Bedeu­tung gewon­nen, nach­dem inner­halb der Bun­desregierung bere­its eine Eini­gung über die Finanzierung der Reform sig­nal­isiert wor­den war. Ob die geplanten Änderun­gen tat­säch­lich umge­set­zt wer­den, bleibt derzeit offen.