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Bund verweist auf hohe Kosten:
Ministerium warnt vor Engpässen bei Integrationskursen in MV

Geplante Kürzungen bei Integrationskursen des Bundes könnten in Mecklenburg-Vorpommern zu Engpässen führen. Das Schweriner Innenministerium sieht die Entscheidung kritisch.

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  • Veröffentlicht Februar 15, 2026
Diskussion um Finanzierung von Integrationskursen verschärft sich Foto: Symbolbild
Diskus­sion um Finanzierung von Inte­gra­tionskursen ver­schärft sich. Foto: Sym­bol­bild

 

Die vom Bund angekündigten Einsparun­gen bei Inte­gra­tionskursen kön­nten in Meck­len­burg-Vor­pom­mern zu Eng­pässen führen. Das teilte das Schw­er­iner Innen­min­is­teri­um auf Anfrage mit. Die Kürzun­gen führten voraus­sichtlich zu weniger Kursteil­nah­men und erschw­erten das Zus­tandekom­men neuer Kurse.

Betrof­fen seien ins­beson­dere Per­so­n­en­grup­pen ohne oder ohne fortbeste­hen­den Recht­sanspruch auf Teil­nahme. Dazu zählen nach Angaben des Min­is­teri­ums Asyl­be­wer­ber, Geduldete, Geflüchtete aus der Ukraine sowie EU-Bürg­er. Diese hät­ten bis­lang im Rah­men freier Kapaz­itäten an Inte­gra­tionskursen teil­nehmen kön­nen.

Das Bun­desmin­is­teri­um des Innern und für Heimat hat­te zuvor erk­lärt, eine dauer­hafte unbe­gren­zte Finanzierung der Kurse sei nicht möglich. Die Ange­bote kosteten pro Teil­nehmer mehrere Tausend Euro. Angesichts notwendi­ger Einsparun­gen prüfe die Bun­desregierung auch in diesem Bere­ich Kürzungsmöglichkeit­en.

In Meck­len­burg-Vor­pom­mern wird die Entschei­dung kri­tisch bew­ertet. Ver­lässliche Spracher­werb­sange­bote seien eine zen­trale Voraus­set­zung für Inte­gra­tion, hieß es aus dem Min­is­teri­um. Die Län­der seien an der Entschei­dung nicht beteiligt gewe­sen. Das The­ma soll bei der näch­sten Inte­gra­tions­min­is­terkon­ferenz im April berat­en wer­den.