So, 14. Juni 2026
Close

Schwerin bekommt sein erstes Fahrradparkhaus am Bahnhof:
Ministerpräsidentin Schwesig versenkt Zeitkapsel

Mit einer neuen Mobilitätsstation am Packhof will die Landeshauptstadt den Umstieg aufs Rad erleichtern – über 300 Stellplätze entstehen bis Ende 2026.

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht März 14, 2026
V.l.: Kristian Meier-Hedrich, GF ZGM, Sebastian Ehlers, Stadtpräsident, Bernd Nottebaum, stellvertretender OB, Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin MV, Mathias Kühnel, NVS, Architekt des Projektes, Foto: maxpress
V.l.: Kris­t­ian Meier-Hedrich, GF ZGM, Sebas­t­ian Ehlers, Stadt­präsi­dent, Bernd Not­te­baum, stel­lvertre­tender OB, Manuela Schwe­sig, Min­is­ter­präsi­dentin MV, Math­ias Küh­nel, NVS, Ste­fan Rimpel, Architekt des Pro­jek­tes. Foto: max­press

 

Mit dem sym­bol­is­chen Akt der Grund­stein­le­gung ist der Bau von Schw­erins erstem Fahrrad­parkhaus offiziell ges­tartet. Direkt gegenüber dem Stadthaus am Pack­hof set­zten Verkehrs­dez­er­nent Bernd Not­te­baum und der Leit­er des Zen­tralen Gebäude­m­an­age­ments Kris­t­ian Meier-Hedrich gemein­sam mit Min­is­ter­präsi­dentin Manuela Schwe­sig den ersten Baustein für die neue Mobil­itätssta­tion am Bahn­hof. Das zweistöck­ige Gebäude soll kün­ftig mehr als 300 Stellplätze für Fahrräder bieten. Neben klas­sis­chen Abstellmöglichkeit­en sind auch spezielle Bere­iche für Langzeit­park­er, E‑Bikes und Las­ten­räder vorge­se­hen. Ergänzt wird das Ange­bot durch einen Fahrrad­ver­leih sowie ein öffentlich zugänglich­es, bar­ri­ere­freies WC.

Moderne Infrastruktur für den Radverkehr

Eine befahrbare Rampe mit elf Prozent Nei­gung führt ins Obergeschoss und sorgt für einen kom­fort­ablen Zugang. Das Gebäude entste­ht in Hybrid­bauweise: Während das Erdgeschoss als Mas­sivkon­struk­tion aus­ge­führt wird, beste­ht das Obergeschoss aus einem leicht­en Holz­trag­w­erk. Die Mate­ri­alien bleiben bewusst sicht­bar und unver­putzt, damit ihre natür­lichen Eigen­schaften erkennbar bleiben. Auch bei der Fas­sade set­zt das Pro­jekt auf Nach­haltigkeit. Recyceltes Ziegel­mauer­w­erk und ver­tikale Hol­zlamellen schützen die Holzele­mente vor Wit­terung, lassen aber zugle­ich Luft zirkulieren. Auf dem Flach­dach sind eine Pho­to­voltaikan­lage und eine exten­sive Begrü­nung geplant, die sowohl Energieef­fizienz als auch Bio­di­ver­sität fördern sollen. Durch die L‑förmige Bauweise entste­ht zudem ein ein­laden­der Vor­platz.

Gemeinsam wird die eingelassene Zeitkapsel einbetoniert, Foto: maxpress
Gemein­sam wird die ein­ge­lassene Zeitkapsel ein­be­toniert. Foto: max­press

 

Millionenförderung für das Projekt

Für Verkehrs­dez­er­nent Not­te­baum ist die Mobil­itätssta­tion ein wichtiger Baustein der städtis­chen Verkehr­swende. Fahrrad­parkhäuser wür­den eine zen­trale Hürde für den Umstieg vom Auto aufs Rad abbauen, betont er. Gle­ichzeit­ig benötigten sie deut­lich weniger Fläche als klas­sis­che Pkw-Park­plätze. Die Baukosten liegen bei rund 3,2 Mil­lio­nen Euro. Rund 90 Prozent der Summe wer­den von Bund und Land gefördert. Weit­ere drei Prozent des städtis­chen Eigenan­teils übern­immt die Metropol­re­gion Ham­burg. Betreiber der Anlage wird der Nahverkehr Schw­erin sein, der damit auch sein eigenes Fahrrad­ver­lei­hange­bot aus­bauen möchte. Als Stan­dort hat die Stadt ein Grund­stück am Pack­hof in unmit­tel­bar­er Nähe zum Haupt­bahn­hof bere­it­gestellt. Mit dem Grun­thalplatz liegt zudem ein wichtiger Knoten­punkt für Busse und Straßen­bahn direkt nebe­nan.

Fertigstellung für 2026 geplant

Das Pro­jekt wird vom Zen­tralen Gebäude­m­an­age­ment der Lan­deshaupt­stadt umge­set­zt. Ziel sei eine lan­glebige und gut erre­ich­bare Infra­struk­tur für den wach­senden Rad­verkehr, erk­lärte Werkleit­er Kris­t­ian Meier-Hedrich. Die Fer­tig­stel­lung des Fahrrad­parkhaus­es ist für Ende 2026 vorge­se­hen, die Inbe­trieb­nahme soll im ersten Quar­tal 2027 fol­gen. Den Bau­fortschritt kön­nen Inter­essierte bere­its während der Bauphase über eine Baustel­lenkam­era auf der Inter­net­seite der Stadt ver­fol­gen.