Mit dem Wohnmobil an die Ostsee

In den letzten Jahren ist der Wohnmobil-Urlaub stetig beliebter geworden. Viele Menschen schätzen die Freiheit und Unabhängigkeit, die diese Art des Reisens bietet. Besonders idyllisch ist es, den Sonnenuntergang am Meer zu betrachten. An der deutschen Ostseeküste kein Ding der Unmöglichkeit.

Wenn Sie zum ersten Mal mit dem Wohnmobil verreisen und erst ausprobieren möchten, ob das Camping etwas für Sie ist, können Sie ein Wohnmobil ausleihen. Das ist prinzipiell in jeder größeren Stadt möglich. Da von Hamburg aus jedoch Nord- und Ostsee problemlos in kurzer Zeit erreichbar sind, eignet sich die Hansestadt besonders gut als Startpunkt Ihres Campingurlaubs. Auf diese Weise gehen Sie kein Risiko ein, falls Sie nach der Erfahrung doch nicht überzeugt sind. Später können Sie immer noch entscheiden, ob es nicht vielleicht doch lieber ein Wohnwagen sein soll.

 

Vorbereitung und Anreise

Wenn Sie für Ihren Ostsee-Urlaub packen, dann denken Sie unbedingt daran, Sonnencreme, Badeanzug und Strandtücher einzupacken. Auch Sonnenbrille und Sonnenhut sind wichtige Accessoires. Auch wenn Wohnmobile in der Regel eine integrierte Küchenzeile besitzen, kann es sinnvoll sein, einen zusätzlichen Grill einzupacken. Den können Sie gut gebrauchen, wenn Sie abends entspannt am Strand sitzen möchten – sofern dort Grillen erlaubt ist. Packen Sie so, dass das gesamte Gepäck sicher verstaut ist und auf der Fahrt nicht aus den Schränken fallen kann. Dabei ist es wichtig, den Wohnwagen so zu beladen, dass die schweren Sachen nach unten, die leichten nach oben kommen. Andernfalls kann es passieren, dass der Wohnwagen nicht mehr im Gleichgewicht ist und beim Fahren anfängt zu schlingern. Die Ostsee ist – auch bei Campern – ein besonders beliebtes Urlaubsgebiet. So schön es auch sein mag, vollkommen flexibel unterwegs zu sein, ist es vor allem im Sommer sinnvoll, Stellplätze vorab zu buchen. So gehen Sie sicher, dass Ihre bevorzugten Plätze auch wirklich noch verfügbar sind.

 

Darf ich am Strand übernachten?

So schön die Vorstellung auch sein mag – Wildcampen ist in Deutschland leider nicht erlaubt. In den skandinavischen Ländern sieht das anders aus. Bei uns jedoch drohen außerhalb ausgeschriebener Stellplätze hohe Bußgelder. Doch bei der Vielzahl an Naturcampingplätzen auf Rügen, Usedom und an der mecklenburgischen Ostsee, ist das auch gar nicht notwendig. Was jedoch erlaubt ist, ist das sogenannte Übernachten zur „Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“. Es handelt sich dabei um eine Art rechtliche Grauzone. Das bedeutet, dass Sie theoretisch auf öffentlichen Parkplätzen für eine Nacht bleiben dürfen, um für die Weiterfahrt wieder fit zu werden. Wo das Parken außerhalb von offiziellen Stellplätzen erlaubt ist, können Sie hier nachlesen. Dabei dürfen Sie jedoch wirklich nur übernachten. Grillen, das Ausfahren von Markisen oder die Aufstellung von Camping-Tischen ist nicht erlaubt. Während es auf Campingplätzen außerdem die Möglichkeit gibt, fließendes Wasser, WLAN und weiteren Komfort zu nutzen, sind Sie auf öffentlichen Stellplätzen völlig auf sich gestellt. Diese Art des Campings ist daher zwar besonders frei, jedoch nur möglich, solange Sie mit Ihrem Fahrzeug vollkommen autark sein können. In der Regel dauert es etwa drei Tage, bis der Strom alle und der Wassertank leer ist.

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