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Stadt, Land, Talk -
Mittendrin veröffentlicht schon die dritte Folge

Eine schrille und verrückte Talkshow vom Schweriner Marktplatz geht in ihre dritte Folge. Wir haben mit den Verantwortlichen gesprochen.

  • Veröffentlicht Juni 27, 2026
Martin Neuhaus und David Kramer moderieren Mittendrin immer im weißen Hemd mit Krawatte. (Foto: Chris Loose)
Mar­tin Neuhaus und David Kramer mod­erieren immer im weißen Hemd mit Krawat­te. (Foto: Chris Loose)

Die Schw­er­iner Talk­show “Mit­ten­drin – Stadt, Land, Talk” hat ihre dritte Folge veröf­fentlicht. Gedreht wird die Show im Säu­lenge­bäude am Markt. Im Löwen sitzen Gäste und die Gast­ge­ber Mar­tin Neuhaus und David Kramer haben zusät­zlich noch Gesprächspart­ner ein­ge­laden. “Wir ori­en­tieren uns da schon an beste­hen­den For­mat­en. Inas Nacht zum Beispiel”, erk­lärt David Kramer. Mit der drit­ten Folge ist auch die Hälfte der ersten Staffel abge­dreht. Eine weit­ere kön­nte in 2027 fol­gen.

Gäste aus der Region

In der drit­ten Folge sind die Autorin und Con­tent Cre­atorin Lovis Messer­schmidt und die Rad­sprint­erin Lea Sophie Friedrich in der Talk­show zu Gast. “Ein lock­eres Talk-For­mat in ein­er Kneipe. Aus der Region für die Region und die Gäste eben auch”, erläutert Kramer die Idee hin­ter der Show weit­er. Die Stilmit­tel wech­seln von Folge zu Folge. Eine Folge ist etwas ruhiger, eine andere etwas aufge­drehter und ver­rück­ter. Mit dabei ist auch immer ein Musik-Act. In der drit­ten Folge sind das die Kleinkun­st-Punker “Kut­ter­scholle mit Speck­stippe”. Ein weit­er­er Bestandteil der Fol­gen ist immer ein Stadt­spiel in ein­er Gemeinde in West­meck­len­burg. Das Ensem­ble der Parchimer Kul­tur­müh­le darf in der drit­ten Folge gegen Mar­tin und David in Parchim antreten.

Talkshow wird öffentlich gefördert

Mar­tin Neuhaus und David Kramer sind in Schw­erin auch für den Musikklub bekan­nt, der jeden Dien­stag den Schw­er­iner Markt belebt. Für die Organ­i­sa­tion des Events und der Talk­show wurde in diesem Jahr ein Vere­in gegrün­det. Der erhielt auch eine Förderung, um die Talk­show zu pro­duzieren. Gewinn soll damit aber nicht gemacht wer­den. Neuhaus dazu: “Wir sind zwei Schaus­piel­er und ken­nen uns schon ewig. Und woll­ten ein­fach mal schauen, ob es möglich ist, sowas auf die Beine zu stellen.” Bis jet­zt ist die Res­o­nanz auf die Show pos­i­tiv. Anmel­dun­gen, um als Gast in der Show zu sitzen, soll es viele geben. Und auch im direk­ten Gespräch gibt es viel pos­i­tives Feed­back, erzählen die Talk­show-Organ­isatoren.

"Klappe ab!" und die Aufzeichnung kann losgehen. (Foto: Chris Loose)
„Klappe ab!” und die Aufze­ich­nung kann los­ge­hen. (Foto: Chris Loose)

Angst vor Stillstand in der Stadt

35 Gäste pro Show, sechs Kam­eras und drei Kam­eraleute. Dazu kommt noch der Aufwand, um eine knappe Dreivier­tel­stunde Talk­show zu schnei­den. Und der Dreh des Stadt­spiels. Lohnt sich das? Für Mar­tin Neuhaus auf jeden Fall: “In Schw­erin bewegt sich wenig. Und mit der Show will ich auch dem Still­stand in der Stadt ent­ge­gen­wirken.” Wer sich jet­zt die neue Folge der Talk­show anschauen will, find­et die Folge hier bei Youtube. Wer mehr über die Talk­show erfahren möchte, find­et Mit­ten­drin hier bei Insta­gram.

Meinung: Ein bisschen Leben für eine sterbende Stadt

Von Christoph Loose

Bevor ich zum Dreh der drit­ten Folge gegan­gen bin, habe ich mir die Zahlen der ersten Fol­gen angeschaut. Einige hun­dert Views auf Youtube pro Folge für die ersten bei­den Episo­den. Das Ganze wirkt wie viel Aufwand für wenig Reich­weite. Ein­er der ersten Gedanken war: Geld und Ressourcen kön­nten woan­ders bess­er einge­set­zt wer­den. Nach dem Inter­view mit Mar­tin Neuhaus und David Kramer habe ich die Idee der Show etwas bess­er ver­standen.

Sie soll schrill, laut und irgend­wie ver­rückt sein. Und die Region und ihre Men­schen zeigen. Das ist natür­lich keine Talk­show, die im öffentlich-rechtlichen Fernse­hen läuft und jede Woche Abends von tausenden Rent­nern geschaut wird. Das ist aber anscheinend auch nicht das Ziel. Und eine Sache bringt die Show auf jeden Fall: Ham­burg hat Inas Nacht und Schw­erin hat jet­zt Mit­ten­drin. Und das ist gut, weil es Leben in eine ster­bende Stadt bringt und eine Region repräsen­tiert, die die meis­ten Men­schen in Deutsch­land kaum bis gar nicht ken­nen.


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