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Coworking Space tisch: Modernes Arbeiten und vernetzen in Schwerin

Einen kreativen und innovativen Raum für Unternehmen, Arbeitnehmer, Selbstständige, Tüftler, Studierende oder Schüler bieten. Das möchte seit gut drei Jahren der tisch in Schwerin. In der kommenden Woche kann sich

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  • Veröffentlicht März 25, 2022
Elisa Witt hat vor drei Jahren mit dem tisch ein inno­v­a­tives Konzept ges­tartet. | Foto: Vig­inia Pech

Frei über­set­zt bedeutet „Cowork­ing“ zusam­me­nar­beit­en. Die ursprünglich im Sil­i­con Val­ley in Kali­fornien ent­standene Arbeits­form beze­ich­net einen zeitlich flex­i­blen Arbeit­splatz, den sich mehrere Men­schen teilen. Kennze­ich­nend für Cowork­ing sind große, offene Räume. Als Gebäudeart­en eignen sich daher beson­ders große Büroräume, ganze Eta­gen, Lofts, ehe­ma­lige Fab­rikhallen und Großraum­büros.

Es geht nicht nur um die Arbeit

Wer ein­mal diese Atmo­sphäre in Schw­erin schnup­pern möchte, der kommt an Elisa Witt vom tisch in der Mar­tin­straße 11 nicht vor­bei. Die Unternehmerin schafft seit 2019 das beson­dere Erleb­nis der unternehmen­süber­greifend­en Zusam­me­nar­beit. Es geht beim Konzept im tisch um mehr als nur die Arbeit außer­halb von Home­of­fice oder Büro: Der tisch möchte der Platz für Inno­va­tion, Kreativ­ität sein, aber auch ein­fach nur ein Tre­ff­punkt für Men­schen, die nach Feier­abend zusam­menkom­men wollen. Ab kom­menden Mon­tag kön­nen sich Inter­essierte ein eigenes Bild über die Com­mu­ni­ty im tisch machen. Dann startet lan­desweit das soge­nan­nte „Cowork­ing-Fes­ti­val“.

Auf Ini­tia­tive der Dig­i­tal­en Inno­va­tion­szen­tren in Meck­len­burg-Vor­pom­mern wurde ein Pro­gramm auf die Beine gestellt, das die Gele­gen­heit geben soll, Cowork­ing ken­nen­zuler­nen.

Die letzten Jahre nur mit angezogener Handbremse gefahren

„Die Spaces im ganzen Land sollen in dieser Woche sicht­bar­er gemacht wer­den“, erk­lärt Elisa Witt das Konzept. Auch der tisch, der nicht an die Inno­va­tionzen­tren ange­bun­den ist, war von Anfang an bei der Organ­i­sa­tion dabei.

Als die Space-Unternehmerin vor gut drei Jahren startete, war das Konzept in Schw­erin eine Rev­o­lu­tion. In ein­er Stadt, die sich doch eher mit Inno­va­tion schw­er tut, war die Idee eines Cowork­ing Spaces schon ein Wag­nis. Trotz­dem kon­nte die Neustar­terin schon damals die Jury des Einzel­han­del­swet­tbe­werbs „Erfol­gsraum Alt­stadt“ überzeu­gen. Der erste Preis in der Kat­e­gorie „Neustart“ ging damals an Elisa Witt. Ide­ale Startbe­din­gun­gen, kön­nte man meinen.

Arbeit­en und Net­zw­erken. Im tisch ist das der richtige Ort. | Foto: Vig­inia Pech

Doch dann kam Coro­na. Immer wieder kon­nte das Konzept nur mit ange­zo­gen­er Hand­bremse gefahren wer­den. Mal musste geschlossen wer­den, dann waren keine Ver­anstal­tun­gen auf­grund der Hygien­evorschriften möglich. Das set­zte dem tisch immer wieder zu. Nun soll die kom­mende Woche auch der Kick-off in eine Zeit sein, in der wieder voll durchges­tartet wer­den kann. Elisa Witt freut sich schon jet­zt auf die Gäste und hat sich jeden Tag etwas beson­deres aus­gedacht.

Events, Laufen, Yoga und Spieleabend

Am Mon­tag startet die soge­nan­nte „Fuck­up Night”. Nicht Erfol­gs­geschicht­en ste­hen an diesem Tag im Mit­telpunkt, son­dern drei Unternehmer wer­den über Sit­u­a­tio­nen sprechen, in denen sie gescheit­ert sind.

„Fehler, Sack­gassen, Irrtümer – wir feiern das Scheit­ern. Warum? Weil man daraus ler­nen kann. Und zwar mehr als aus jed­er Erfol­gs­geschichte”, erk­lärt die Web­site des tisch das Konzept des For­mats, dass nun schon zum drit­ten Mal stat­tfind­et. Inter­essierte sind her­zlich zur Teil­nahme ein­ge­laden. Am Dien­stag heißt es dann „After Work Yoga” und am Mittwoch „After Work Run”.

Am Don­ner­stag lädt der tisch dann zum „Busi­ness Punk” ein. An diesem Tag soll es um die Möglichkeit­en der Innen­stadt gehen, die zusam­men mit dem City­man­ag­er Ste­fan Purtz besprochen wer­den sollen. Am Fre­itag heißt es dann Spieleabend. Hier kom­men Inter­essierte zusam­men und spie­len zusam­men oder tauschen sich ein­fach nur aus. Wer mehr zu den einzel­nen Ver­anstal­tun­gen wis­sen möchte, der kann sich auf der Web­site des tisch informieren und sich auch anmelden.

Mittwoch Coworking zur Probe

Ger­ade Men­schen, die für sich her­aus­find­en möcht­en, ob Cowork­ing das richtige Arbeit­skonzept ist, soll­ten sich den kom­menden Mittwoch vormerken: Dann gibt es einen „Cowork­ing-Pro­be­tag”. Kosten­los kann man einen Tag lang das Konzept aus­pro­bieren und sich eine eigene Mei­n­ung bilden. „Immer wieder begeg­ne ich Skep­sis gegenüber Cowork­ing. Es sei zu laut und man kön­nen nicht ungestört arbeit­en”, erzählt Elisa Witt.  Schaut man sich allerd­ings im tisch um, dann sitzen da viele Men­schen und arbeit­en ungestört. „Man muss es eben ein­mal aus­pro­bieren. Für den einen ist es was und für den anderen nicht.”

Ab 4. April öffnet dann der Cowork­ing Space auch wieder von 10.00 – 18.00 Uhr. Elisa Witt hofft, dass nun langsam wieder Nor­mal­ität einkehrt. Sie möchte dann wieder mit Voll­gas an ihrer Vision vom tisch arbeit­en:  Einen Ort zu schaf­fen, um sich aus­tauschen und zu ver­net­zen.