Musikklub -
Das war’s für 2026! Wie geht es weiter?
Die Saison für 2026 ist gelaufen. Es lief gut. Wie geht es 2027 weiter?

„Hallo? Hallo? Kann mich wirklich der ganze Marktplatz hören?“ – Die Musikklub-Ansage wurde gestern zum letzten Mal für 2026 abgespielt. Insgesamt 22-mal präsentierte der Musikklub auf dem Markt Bands und auch Tanzgruppen. Und für das letzte Mal war der Markt nochmal richtig voll, auch wenn es schon schnell dunkel wurde.
Tanz-Kids, Johannes Scheurich und der Freie Chor Schwerin
Den Anfang machten die Kids der Kreismusikschule Nordwestmecklenburg. Die Tanzgruppe zeigte Jazz- und Stepptanz mitten im Publikum. Und hat dafür bis zu viermal die Woche trainiert! Danach stand Johannes Scheurich mit eigenen Liedern und Cover-Songs auf der Bühne. Seine Stimme erinnerte leicht an Farin Urlaub von den Ärzten. Als er dann noch „Westerland“ spielte, sangen die Gäste ordentlich mit. Schwerin ist der Musiker sehr verbunden: Er wurde hier geboren, lebt aber schon eine Weile woanders. Unterstützung bekam er dann noch vom „Freien Chor Schwerin“, der danach selber noch ein paar Lieder sang.


Die Schweriner Mutmacherinnen
Vor dem letzten Act des Musikklubs ging noch Kathi von den „Schweriner Mutmacherinnen“ auf die Bühne und erzählte eine sehr persönliche Geschichte: „Vor vier Jahren wusste ich nicht, ob ich heute überhaupt noch hier stehen könnte. Ich hatte Brustkrebs.“ Den ganzen Oktober wollen die „Mutmacherinnen“ auf das Thema Brustkrebs aufmerksam machen. Das Ziel erklärte Kathi so: „Wir wollen keine Angst verbreiten. Wir wollen Hoffnung machen und Mut schenken.“ Mit pinken Leuchtstäben brachten die Mutmacherinnen die Brustkrebs-Statistik noch in die reale Welt. Laut den „Mutmacherinnen“ soll jede achte Person brustkrebsgefährdet sein und die pinken Lichter sollten zeigen, wie viele Menschen das in einer solchen Menge sind.


Foto: Chris Loose
First Arsch
Den Abschluss des Musikklubs für 2026 machte die Band „First Arsch“. Die Band wurde 1986 gegründet, und zwar von Till Lindemann. Den kennt man heute eher durch „Rammstein“. Bei „First Arsch“ spielt er auch nicht mehr mit, seine ehemaligen Bandkollegen führten das Projekt aber weiter. In Schwerin traten die Musiker auch schon beim Freischütz-Geburtstag auf. Punkmusik und richtig schön laut eben. Musikklub-Organisator David Kramer in seiner Ansage: „Heute machen wir den Sack zu und reißen den Markt nochmal ordentlich ab!“

Keine Beschwerden in 2026
Beschwerden über Lautstärke oder andere Probleme soll es 2026 bei der Verwaltung und den Ordnungshütern nicht gegeben haben. Alles soll reibungslos verlaufen sein. Laut dem Citymanager Stefan Purtz ist der Musikklub aus Schwerin gar nicht mehr wegzudenken: „Das Format hat die Tür geöffnet für andere Veranstalter und Akteure, ähnliche oder ergänzende Formate umzusetzen – in Schwerin zum Beispiel beim Scotsman. Und seit diesem Sommer gibt es so etwas wie den Musikklub auch in Wismar.“
Schwerins Ordnungs- und Kulturdezernent Silvio Horn (Unabhängige Bürger) freut sich ebenfalls über eine erfolgreiche Musikklub-Saison: „Kultur muss nicht immer hinter den Türen von Institutionen stattfinden. Sie darf und soll dort stattfinden, wo Menschen ohnehin zusammenkommen: Mitten in der Stadt, niedrigschwellig und ohne Eintrittshürde. Der Musikklub steht genau dafür.“
Wie geht es weiter?
Auch im kommenden Jahr soll der Musikklub wieder stattfinden. Und wieder dienstags, 19 Uhr, auf dem Marktplatz. In der Winterpause werden jetzt Bands gebucht und die Auftritte der kommenden Saison vorbereitet. Falls ihr Band-Wünsche habt, könnt ihr dem Musikklub einfach bei Instagram schreiben. Hier kommt ihr dahin. Im „Löwen“ von Organisator Martin Neuhaus soll es auch über die kalte Jahreszeit hinweg Musik-Events geben. Und in nicht ganz zwei Wochen wird es auf dem Marktplatz und in der ganzen Innenstadt bei der Altstadt-Fete auch nochmal voll. Wenn es 2027 dann wieder wärmer wird, geht es weiter mit den Bands, der Musik und den Inkasso-Tierchen.


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