Mutmaßlicher Mörder hüllt sich in Schweigen

Amtsgericht(sr). Der Mord an der 29-jährigen Joggerin Anna-Lena U., hatte im Sommer großes Entsetzen ausgelöst. Entsprechend groß war gestern der Andrang der Zuschauer zum Prozessauftakt am Landgericht Schwerin. Dem 45-jährigen Angeklagten wird von der Staatsanwaltschaft Mord, versuchte sexuelle Nötigung und Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. DNA-Spuren an einem Messer, das als Tatwaffe am Tatort sichergestellt werden konnte, hatten damals zur schnellen Ergreifung des mutmaßlichen Mörders geführt. Gestern hüllte sich der Angeklagte, wie schon bei seinen Vernehmungen, in Schweigen.

Nachdem die Staatsanwaltschaft die Anklage verlesen hat, die noch einmal die Dramatik der Tat vor Augen führt, wird Norman L. aufgefordert, Angaben zur Person zu machen. Das lehnt der Angeklagte ab.

Die junge Mutter war im Juli zu Besuch bei ihren Eltern und wollte ihren Lauf beginnen. Während ihres Jogginglaufs kam es dann am ehemaligen Grenzstreifen in Herrnburg zur finalen Begegnung mit ihrem Mörder. Norman L., so die Staatsanwaltschaft, habe die 29-jährige Frau überfallen und versucht, sich an ihr zu vergehen. Als Anna-Lena U. sich gegen ihren Angreifer zur Wehr setzte, habe, nach Überzeugung der Anklage, der Angeklagte aus Frust über den missglückten Angriff und Angst vor einer Entdeckung auf sein Opfer eingestochen. Die Frau verblutete am Tatort. Passanten fanden wenig später die Leiche. Der Täter ergriff die Flucht und ließ die Tatwaffe in Tatortnähe zurück. Ein siebenjähriges Mädchen entdeckte das Messer später. Dieses Messer führte die Ermittler dann auf die Spur des mutmaßlichen Täters.

Am ersten Verhandlungstag gestern wird schnell klar: Aufklärungswille und Kooperationsbereitschaft, sind von Norman L. nicht zu erwarten.

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