Do, 4. Dezember 2025
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MV-Bauern erwarten geringere Ernteerträge als bundesweit prognostiziert

Mecklenburg-Vorpommerns Bauern erwarten trotz laufender Ernte leicht geringere Erträge als im Vorjahr – bundesweit rechnet der Raiffeisenverband mit einem deutlichen Plus.

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  • Veröffentlicht August 15, 2025
Bundesweit rechnet der Raiffeisenverband mit deutlich höheren Erträgen. Foto: Symbolbild
Bun­desweit rech­net der Raif­feisen­ver­band mit deut­lich höheren Erträ­gen bei der Ernte. Foto: Sym­bol­bild

 

Während der Deutsche Raif­feisen­ver­band (DRV) bun­desweit von besseren Ern­teergeb­nis­sen als im Vor­jahr aus­ge­ht, bleiben die Erwartun­gen in Meck­len­burg-Vor­pom­mern zurück­hal­tend. Nach Angaben des Lan­des­bauern­ver­ban­des wer­den die Erträge im Nor­dosten ins­ge­samt etwas geringer aus­fall­en.

Ministerpräsidentin sichert Unterstützung zu

Min­is­ter­präsi­dentin Manuela Schwe­sig (SPD) informierte sich im Rah­men ihrer Som­mer­tour vor Ort über die Ernte und die Lage der Agrar­be­triebe. Sie betonte, Land­wirte kön­nten auf die Unter­stützung der Lan­desregierung zählen – etwa beim geplanten Wiedere­in­stieg in die volle Rück­vergü­tung für Agrardiesel ab 2026.
Neben finanziellen The­men standen auch der Ein­satz von Pflanzen­schutzmit­teln, der Arten­schutz und der Fort­gang der Ernte auf der Agen­da der Gespräche mit Land­wirten und Ver­bandsvertretern.

Erträge bei Getreide und Raps unter Vorjahresniveau

Die Ernte der Win­terg­er­ste ist bere­its abgeschlossen. Auf rund 135.000 Hek­tar wur­den im Schnitt 75 Dezi­ton­nen pro Hek­tar einge­fahren – mehr als wet­terbe­d­ingt erwartet, aber vier Dezi­ton­nen weniger als im Vor­jahr.
Beim Win­ter­weizen, der mit etwa 305.000 Hek­tar die größte Anbau­fläche ein­nimmt, sind zwei Drit­tel der Ernte einge­bracht. Der Durch­schnittser­trag liegt bei 73 Dezi­ton­nen je Hek­tar, mit deut­lichen regionalen Schwankun­gen.
Auch beim Win­ter­raps bleibt MV hin­ter den bun­desweit­en Prog­nosen zurück. Nach rund 80 Prozent bear­beit­eter Fläche liegt der Schnitt bei 33 Dezi­ton­nen pro Hek­tar – weniger als im Vor­jahr und unter dem langjähri­gen Mit­tel. Der DRV kalkuliert hier mit 36,5 Dezi­ton­nen.

Bun­desweit erwartet der DRV eine Getrei­deernte von rund 43 Mil­lio­nen Ton­nen – ein Plus von zehn Prozent gegenüber 2024. Grund seien größere Anbau­flächen und höhere Hek­tar­erträge. Auf den Brot­preis dürfte die höhere Pro­duk­tion laut DRV kaum Ein­fluss haben, da die Rohstof­fkosten nur einen gerin­gen Teil des End­preis­es aus­machen.