Nach Arsen-Fund: Stadt lässt in großem Stile Grundwasser überprüfen

Bild: imageworld24/pixelio.de
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(pm/red) Die Nachricht über eine Arsen-Belastung an der Grundwassermessestelle im Hinterhof der Jahnstraße 11/13 (Schwerin-Lokal berichtete) hat unter den Bürgern der Stadt für Aufsehen und in der Politik für Geschäftigkeit gesorgt.

Nun hat die Stadtverwaltung entschieden, dass es im Laufe der kommenden Wochen an mehreren weiteren Stellen Folgeuntersuchungen geben wird. Anschließend wird über weitere Maßnahmen entschieden, um gegebenenfalls die Ausdehnung und die Ursache der Verunreinigung zu ermitteln. Der Auftrag wird nach Angaben der städtischen Umweltbehörde in den nächsten Tagen erteilt. Die Probe soll dann Ende nächster Woche genommen werden. Die Analysenergebnisse und deren Auswertung werden frühestens Mitte Juni vorliegen.

Immer noch unklar, wo das Arsen herkommt

Die Arsen-Belastung war im Februar durch die Beprobung einer erst Ende Januar errichteten neuen Grundwassermessstelle festgestellt worden. Diese neue Messstelle dient zur behördlichen Überwachung der Abstromfahne des ehemaligen Galvanikgeländes.

Es handelt sich um die bisher einzige so hoch belastete Messstelle im Sanierungsgebiet der Galvanik. Alle anderen bisher gemessenen Werte zwischen 1992 und 2015 waren unauffällig oder nur vereinzelt leicht erhöht. Woher das Arsen stammt, ist unklar.

Keine Gefahr für das Trinkwasser

Gefahren für das Trinkwasser und die Gesundheit bestehen nicht. Anwohner sollten jedoch vermeiden, dass das Grundwasser bewusst oder unbewusst freigelegt oder genutzt wird. Die Grundwasserentnahme bis auf weiteres unzulässig. Gleiches gilt für das Freilegen des Grundwassers, z. B. durch Grabungen, Bohrungen oder Baumaßnahmen. Hierfür ist jedoch ohnehin immer eine behördliche Zustimmung erforderlich.

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