Di, 14. Juli 2026
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Flüchtlingsunterbringung in Schwerin:
Stadt prüft im Moment drei Standorte

Schwerin plant neue Flüchtlingsunterkunft; WGS gibt drei Wohnhäuser frei.

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  • Veröffentlicht Dezember 18, 2024
WGS Sanierung
(Archiv­bild): Der Auf­sicht­srat der WGS hat drei Wohn­blöcke als Flüchtling­sun­terkün­fte freigegeben. Foto: SNO

 

Trotz Wider­stand aus der Schw­er­iner Stadtvertre­tung laufen die Pläne zur Errich­tung ein­er neuen Flüchtling­sun­terkun­ft weit­er. Wie der NDR berichtet, hat der Auf­sicht­srat der Woh­nungs­ge­sellschaft Schw­erin (WGS) drei beste­hende Wohn­häuser als mögliche Stan­dorte für die Unter­bringung von Flüchtlin­gen freigegeben. Die betr­e­f­fend­en Gebäude befind­en sich in der Ben­no-Völkn­er Straße, Hagenow­er Straße und Ham­burg­er Allee.

Auf der Sitzung der Stadtvertre­tung am 9.Dezember hat­te die Mehrheit der Stadtvertreter mit 24 zu 18 Stim­men entsch­ieden, einem Antrag der CDU zu fol­gen und die Pläne für ein Heim mit bis zu 150 Plätzen vor­erst auszuset­zen. Die Entschei­dung fiel damals ohne Enthal­tun­gen.

Stadt kann Aufnahme Geflüchteter nicht verweigern

SPD-Stadtvertreter Daniel Alff warnte damals vor den Kon­se­quen­zen, wenn keine Lösung gefun­den wird: Der Ober­bürg­er­meis­ter müsse dann die Unter­bringung öffentlich auss­chreiben, was dazu führen kön­nte, dass die gün­stig­ste, aber nicht unbe­d­ingt beste Option gewählt werde. Im Extrem­fall kön­nten Flüchtlinge in Turn­hallen unterge­bracht wer­den. Dies sei wed­er für die Sport­stadt Schw­erin noch für die Geflüchteten eine akzept­able Lösung.

Die SPD  rück­te von einem ursprünglichen Vorschlag ab, der den Bau im gut­bürg­er­lichen Stadt­teil Neumüh­le vor­sah. Wider­stand aus der Bevölkerung und Sor­gen um den sozialen Frieden führten dazu, dass die Partei nun ein Gesamtkonzept forderte, das eine aus­ge­wo­gene Lösung für die Stadt ermöglicht.

Ober­bürg­er­meis­ter Rico Baden­schi­er (SPD) betonte, dass die Stadt keine Wahl habe, ob sie Flüchtlinge aufnehme – dies sei eine rechtliche Verpflich­tung. Ohne eine kom­mu­nale Lösung müsste die Unter­bringung extern vergeben wer­den.

Im Moment prüft die Stadt prüft die Vorschläge die drei Stan­dorte.