Flüchtlingsunterbringung in Schwerin:
Stadt prüft im Moment drei Standorte
Schwerin plant neue Flüchtlingsunterkunft; WGS gibt drei Wohnhäuser frei.

Trotz Widerstand aus der Schweriner Stadtvertretung laufen die Pläne zur Errichtung einer neuen Flüchtlingsunterkunft weiter. Wie der NDR berichtet, hat der Aufsichtsrat der Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS) drei bestehende Wohnhäuser als mögliche Standorte für die Unterbringung von Flüchtlingen freigegeben. Die betreffenden Gebäude befinden sich in der Benno-Völkner Straße, Hagenower Straße und Hamburger Allee.
Auf der Sitzung der Stadtvertretung am 9.Dezember hatte die Mehrheit der Stadtvertreter mit 24 zu 18 Stimmen entschieden, einem Antrag der CDU zu folgen und die Pläne für ein Heim mit bis zu 150 Plätzen vorerst auszusetzen. Die Entscheidung fiel damals ohne Enthaltungen.
Stadt kann Aufnahme Geflüchteter nicht verweigern
SPD-Stadtvertreter Daniel Alff warnte damals vor den Konsequenzen, wenn keine Lösung gefunden wird: Der Oberbürgermeister müsse dann die Unterbringung öffentlich ausschreiben, was dazu führen könnte, dass die günstigste, aber nicht unbedingt beste Option gewählt werde. Im Extremfall könnten Flüchtlinge in Turnhallen untergebracht werden. Dies sei weder für die Sportstadt Schwerin noch für die Geflüchteten eine akzeptable Lösung.
Die SPD rückte von einem ursprünglichen Vorschlag ab, der den Bau im gutbürgerlichen Stadtteil Neumühle vorsah. Widerstand aus der Bevölkerung und Sorgen um den sozialen Frieden führten dazu, dass die Partei nun ein Gesamtkonzept forderte, das eine ausgewogene Lösung für die Stadt ermöglicht.
Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) betonte, dass die Stadt keine Wahl habe, ob sie Flüchtlinge aufnehme – dies sei eine rechtliche Verpflichtung. Ohne eine kommunale Lösung müsste die Unterbringung extern vergeben werden.
Im Moment prüft die Stadt prüft die Vorschläge die drei Standorte.




