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Nachhaltig einkaufen und Gutes tun? In Schwerin geht beides

Mit ihrem Geschäft „Kreislaufhelden“ verbindet Julia Geisendorf Nachhaltigkeit und soziales Engagement. Secondhand-Verkäufe unterstützen zugleich regionale Vereine.

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  • Veröffentlicht Juni 22, 2026
Julia Geisendorf: Inhab­erin von Kreis­laufhelden verbindet Nach­haltigkeit mit sozialem Engage­ment. Foto: Julia Geisendorf

 

Nein, es geht nicht um Kreis­lauf­prob­leme. Jeden­falls nicht im klas­sis­chen Sinne. Keine Herzrhyth­musstörun­gen, keine extreme Müdigkeit, kein Herzstill­stand. Noch nicht. Der Kreis­lauf, der Julia Geisendorf am Herzen liegt, ist ein ander­er. In ihrem Laden „Kreis­laufhelden“ in der Lübeck­er Straße in Schw­erin geht es im Wesentlichen um zwei miteinan­der verknüpfte Kreis­läufe: die Kreis­laufwirtschaft (Wiederver­w­er­tung) und einen sozialen Kreis­lauf. Das Konzept beruht auf fol­gen­den Säulen:

Der Pro­duk­tkreis­lauf (Sec­ond­hand & Nach­haltigkeit): Der größte Teil des Ange­bots der „Kreis­laufhelden“ ist Sec­ond­hand. Gut erhal­tene, gespendete Klei­dung, Spielzeug und Acces­soires. Statt wegge­wor­fen zu wer­den, bleiben die Dinge im Umlauf, wer­den zu gün­sti­gen Preisen weit­er­verkauft, bekom­men ein zweites Leben.
„Und manch­mal ist auch ein brand­neues Stück dabei“, sagt Julia Geisendorf. Sie ist vom Fach, hat im Tex­tileinzel­han­del gel­ernt und viele Jahre auch gear­beit­et. „Wir bieten unseren Kun­den zur Klei­dung die passende Beratung, wie im guten Fach­han­del.“

Nachhaltigkeit trifft Kreativität

Für Pro­duk­te, die nicht oder nicht mehr unverän­dert ange­boten wer­den kön­nen, sucht Sie nach Möglichkeit­en zum Upcy­cling. Beim Upcy­cling ret­ten Julia und die „Näh­feen“ das eine oder andere Klei­dungsstück und machen mit ihrer Kreativ­ität etwas ganz Neues daraus! – Und wenn gar nichts mehr geht? Dann gibt es in vie­len Fällen noch den Weg des Recy­clings. Das wäre dann das Ende mit guter Aus­sicht auf einen neuen Anfang.

Der soziale Kreis­lauf (Gemein­nützigkeit): Mit dem Verkauf der abgegebe­nen Klei­dung und ander­er Sach­spenden finanziert Julia Geisendorf die laufend­en Kosten des Geschäfts. – Ein Teil der Ein­nah­men geht gezielt an wech­sel­nde gemein­nützige Vere­ine und Organ­i­sa­tio­nen in der Region Schw­erin weit­ergegeben wird.

Wer bei den „Kreis­laufhelden“ einkauft oder etwas spendet, unter­stützt also gle­ichzeit­ig den Umweltschutz durch Mül­lver­mei­dung und das soziale Miteinan­der in der Stadt. Umweltschutz als Lebens­grund­lage und soziales Miteinan­der als Leben­squal­ität sind eng miteinan­der ver­bun­den. Kurz gesagt: Der Umweltschutz sorgt dafür, dass wir leben kön­nen. Das soziale Miteinan­der sorgt dafür, wie wir leben – näm­lich mit Freude, Würde und Gemein­schaft. Zusam­men bilden sie das per­fek­te Herzstück, damit das große Karus­sell, der Kreis­lauf, des Lebens für alle Gen­er­a­tio­nen sich­er wei­t­er­dreht.

Wer erfahren möchte, wie Julia Geisendorf auf die Idee gekom­men ist, mit den „Kreis­laufhelden“ loszule­gen, wer ihr dabei zur Seite ste­ht, wer bere­its von den Erlösen unter­stützt wurde, wie es um das Geschäft heute ste­ht und was jede und jed­er tun kann, um ein Held zu sein erfährt das in dieser Folge vom Pod­cast „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerk­ing.

 


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