Aus Alt mach Hoffnung:
Nachhaltig einkaufen und Gutes tun? In Schwerin geht beides
Mit ihrem Geschäft „Kreislaufhelden“ verbindet Julia Geisendorf Nachhaltigkeit und soziales Engagement. Secondhand-Verkäufe unterstützen zugleich regionale Vereine.

Nein, es geht nicht um Kreislaufprobleme. Jedenfalls nicht im klassischen Sinne. Keine Herzrhythmusstörungen, keine extreme Müdigkeit, kein Herzstillstand. Noch nicht. Der Kreislauf, der Julia Geisendorf am Herzen liegt, ist ein anderer. In ihrem Laden „Kreislaufhelden“ in der Lübecker Straße in Schwerin geht es im Wesentlichen um zwei miteinander verknüpfte Kreisläufe: die Kreislaufwirtschaft (Wiederverwertung) und einen sozialen Kreislauf. Das Konzept beruht auf folgenden Säulen:
Der Produktkreislauf (Secondhand & Nachhaltigkeit): Der größte Teil des Angebots der „Kreislaufhelden“ ist Secondhand. Gut erhaltene, gespendete Kleidung, Spielzeug und Accessoires. Statt weggeworfen zu werden, bleiben die Dinge im Umlauf, werden zu günstigen Preisen weiterverkauft, bekommen ein zweites Leben.
„Und manchmal ist auch ein brandneues Stück dabei“, sagt Julia Geisendorf. Sie ist vom Fach, hat im Textileinzelhandel gelernt und viele Jahre auch gearbeitet. „Wir bieten unseren Kunden zur Kleidung die passende Beratung, wie im guten Fachhandel.“
Nachhaltigkeit trifft Kreativität
Für Produkte, die nicht oder nicht mehr unverändert angeboten werden können, sucht Sie nach Möglichkeiten zum Upcycling. Beim Upcycling retten Julia und die „Nähfeen“ das eine oder andere Kleidungsstück und machen mit ihrer Kreativität etwas ganz Neues daraus! – Und wenn gar nichts mehr geht? Dann gibt es in vielen Fällen noch den Weg des Recyclings. Das wäre dann das Ende mit guter Aussicht auf einen neuen Anfang.
Der soziale Kreislauf (Gemeinnützigkeit): Mit dem Verkauf der abgegebenen Kleidung und anderer Sachspenden finanziert Julia Geisendorf die laufenden Kosten des Geschäfts. – Ein Teil der Einnahmen geht gezielt an wechselnde gemeinnützige Vereine und Organisationen in der Region Schwerin weitergegeben wird.
Wer bei den „Kreislaufhelden“ einkauft oder etwas spendet, unterstützt also gleichzeitig den Umweltschutz durch Müllvermeidung und das soziale Miteinander in der Stadt. Umweltschutz als Lebensgrundlage und soziales Miteinander als Lebensqualität sind eng miteinander verbunden. Kurz gesagt: Der Umweltschutz sorgt dafür, dass wir leben können. Das soziale Miteinander sorgt dafür, wie wir leben – nämlich mit Freude, Würde und Gemeinschaft. Zusammen bilden sie das perfekte Herzstück, damit das große Karussell, der Kreislauf, des Lebens für alle Generationen sicher weiterdreht.
Wer erfahren möchte, wie Julia Geisendorf auf die Idee gekommen ist, mit den „Kreislaufhelden“ loszulegen, wer ihr dabei zur Seite steht, wer bereits von den Erlösen unterstützt wurde, wie es um das Geschäft heute steht und was jede und jeder tun kann, um ein Held zu sein erfährt das in dieser Folge vom Podcast „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking.
Zum Podcast
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