Dank großer Unterstützung:
Das Glück ist wieder am Pfaffenteich
Zurück am Pfaffenteich: Nandolino, der beliebte Glücksdrache von Schwerin, strahlt nun in Bronze.
Ein Künstler, eine Idee und viele Unterstützer – so lässt sich die Geschichte rund um den Drachen Nandolino erzählen, der seit gestern wieder seinen Platz am Südufer des Pfaffenteichs gefunden hat. Was Socken, Gin und eine Spendenaktion damit zu tun haben, erzählt seine Geschichte.
So erwachte Nandolino zum Leben
Die Idee zur Drachenstatue entstand 2011: Nandolino sollte Glück, Güte und Intelligenz verkörpern und somit das Drachenbootfestival am Pfaffenteich unter seinen Schutz stellen. Der Schweriner Künstler Nando Kallweit, seit über 20 Jahren als Bildhauer bekannt und mit Werken in Sammlungen in Europa, den USA und Asien vertreten, fertigte in Handarbeit die sieben Meter lange Holzskulptur. So fand Nandolino erstmals im August 2011 – pünktlich zum 20. Drachenbootfestival – seinen Platz am Südufer des Pfaffenteichs.

Doch die hölzerne Skulptur konnte den Bedingungen, vor allem der Feuchtigkeit, am Pfaffenteich nicht dauerhaft standhalten. Bereits 2015 musste Nandolino erstmals restauriert werden. Aber Witterung und zahlreiche Kletterversuche setzten ihm immer weiter zu. Schließlich war die Statue durch ihre beliebte Nutzung als Fotomotiv so stark beschädigt, dass sich tiefe Risse im Holz gebildet hatten. Eine Reparatur schien aussichtslos.
Inzwischen hatte Nandolino aber längst Symbolcharakter erlangt. Weil zu dem Zeitpunkt ein Song geschrieben, Ausmalhefte gedruckt und sogar eine Kita nach dem Drachen umbenannt wurde, setzte sich die Agentur Maxpress mit besonderer Hingabe für das Comeback des Drachen ein.
Gin, Socken und finanzielle Unterstützung
Kallweit selbst erklärte sich – aus Verbundenheit zu seiner Stadt – bereit, Nandolino erneut zu erschaffen: diesmal aus Bronze und für die Ewigkeit. Doch schnell stand die Frage im Raum: Wie sollte die neue Bronzestatue überhaupt finanziert werden? Allein das Material kostete rund 15.000 Euro.
Zwar sagten zahlreiche kommunale Unternehmen ihre Unterstützung zu, doch die Summe war damit noch nicht gedeckt. An dieser Stelle ergriff Maxpress die Initiative und setzte auf den Verkauf kreativer Produkte: Eine Sonderedition Gin, eigens gestaltete Drachen-Socken und ein Spendenaufruf ermöglichten somit das Comeback am Pfaffenteich.

Das Glück ist wieder am Pfaffenteich
1,90 Meter hoch und 3,5 Meter lang ist der neue Nandolino, der aus 3 einzelnen Teilen zusammengesetzt ist. Ein Teil, verriet uns Kallweit, wiegt um die 150kg und musste mit einem Kran installiert werden.

Gestern wurde nun das neue Fotomotiv am Pfaffenteich feierlich enthüllt. Rund 150 Kinder und 50 Gäste wohnten der Veranstaltung bei. Mit Musik und einem selbstgeschriebenen Gedicht wurde der neue Nandolino in Empfang genommen.

In seiner Ansprache ging Nando Kallweit auch auf eine Frage ein, die vielen Schwerinerinnen und Schwerinern schon auf der Zunge liegen durfte: Wie kam der Drache eigentlich zu seinem Namen? „Nicht von ihm”, stellte der Künstler klar. Der Name sei weder eine Hommage an seinen eigenen Vornamen noch eine Künstleridee. Tatsächlich waren es Kinder einer Schweriner Kita, die den Drachen kurzerhand „Nandolino“ tauften.

Eine Besonderheit bringt die Statue mit sich: Noch ist sie von einer Patina überzogen, doch Berühren ist ausdrücklich erwünscht. Mit der Zeit soll so das goldene Schimmern der Bronze zum Vorschein kommen und der Drache zu einem wahren Hingucker werden.



