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Das Glück ist wieder am Pfaffenteich

Zurück am Pfaffenteich: Nandolino, der beliebte Glücksdrache von Schwerin, strahlt nun in Bronze.

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  • Veröffentlicht September 25, 2025

Ein Kün­stler, eine Idee und viele Unter­stützer – so lässt sich die Geschichte rund um den Drachen Nan­dolino erzählen, der seit gestern wieder seinen Platz am Südufer des Pfaf­fen­te­ichs gefun­den hat. Was Sock­en, Gin und eine Spende­nak­tion damit zu tun haben, erzählt seine Geschichte.

So erwachte Nandolino zum Leben

Die Idee zur Drachen­stat­ue ent­stand 2011: Nan­dolino sollte Glück, Güte und Intel­li­genz verkör­pern und somit das Drachen­boot­fes­ti­val am Pfaf­fen­te­ich unter seinen Schutz stellen. Der Schw­er­iner Kün­stler Nan­do Kall­weit, seit über 20 Jahren als Bild­hauer bekan­nt und mit Werken in Samm­lun­gen in Europa, den USA und Asien vertreten, fer­tigte in Han­dar­beit die sieben Meter lange Holzskulp­tur. So fand Nan­dolino erst­mals im August 2011 – pünk­tlich zum 20. Drachen­boot­fes­ti­val – seinen Platz am Südufer des Pfaf­fen­te­ichs. 

 

Nandolino soll wieder an den Pfaffenteich zurück.
Der ehe­ma­lige Platz von Nan­dolino am Pfaf­fen­te­ich. Foto: max­press

Doch die hölz­erne Skulp­tur kon­nte den Bedin­gun­gen, vor allem der Feuchtigkeit,  am Pfaf­fen­te­ich nicht dauer­haft stand­hal­ten. Bere­its 2015 musste Nan­dolino erst­mals restau­ri­ert wer­den. Aber Wit­terung und zahlre­iche Klet­ter­ver­suche set­zten ihm immer weit­er zu. Schließlich war die Stat­ue durch ihre beliebte Nutzung als Foto­mo­tiv so stark beschädigt, dass sich tiefe Risse im Holz gebildet hat­ten. Eine Reparatur schien aus­sicht­s­los.

Inzwis­chen hat­te Nan­dolino aber längst Sym­bol­charak­ter erlangt. Weil zu dem Zeit­punkt ein Song geschrieben, Aus­mal­hefte gedruckt und sog­ar eine Kita nach dem Drachen umbe­nan­nt wurde, set­zte sich die Agen­tur Max­press mit beson­der­er Hingabe für das Come­back des Drachen ein.

Gin, Socken und finanzielle Unterstützung

Kall­weit selb­st erk­lärte sich – aus Ver­bun­den­heit zu sein­er Stadt – bere­it, Nan­dolino erneut zu erschaf­fen: dies­mal aus Bronze und für die Ewigkeit. Doch schnell stand die Frage im Raum: Wie sollte die neue Bronzes­tat­ue über­haupt finanziert wer­den? Allein das Mate­r­i­al kostete rund 15.000 Euro. 

Zwar sagten zahlre­iche kom­mu­nale Unternehmen ihre Unter­stützung zu, doch die Summe war damit noch nicht gedeckt. An dieser Stelle ergriff Max­press die Ini­tia­tive und set­zte auf den Verkauf kreativ­er Pro­duk­te: Eine Son­dered­i­tion Gin, eigens gestal­tete Drachen-Sock­en und ein Spende­naufruf ermöglicht­en somit das Come­back am Pfaf­fen­te­ich. 

 

Nan­do Kall­weit befind­et sich in den let­zten Zügen. Foto: maxpress/Holz

Das Glück ist wieder am Pfaffenteich

1,90 Meter hoch und 3,5 Meter lang ist der neue Nan­dolino, der aus 3 einzel­nen Teilen zusam­menge­set­zt ist. Ein Teil, ver­ri­et uns Kall­weit, wiegt um die 150kg und musste mit einem Kran instal­liert wer­den.

 

Nan­dolino kurz vor der Eröff­nung. Foto: Marc Eis­ing

 

Gestern wurde nun das neue Foto­mo­tiv am Pfaf­fen­te­ich feier­lich enthüllt.  Rund 150 Kinder und 50 Gäste wohn­ten der Ver­anstal­tung bei. Mit Musik und einem selb­st­geschriebe­nen Gedicht wurde der neue Nan­dolino in Emp­fang genom­men.

Nan­do Kall­weit im Gespräch mit Max­press-Geschäfts­führer Hol­ger Her­mann. Foto: Marc Eis­ing

 

In sein­er Ansprache ging Nan­do Kall­weit auch auf eine Frage ein, die vie­len Schw­er­iner­in­nen und Schw­er­inern schon auf der Zunge liegen durfte: Wie kam der Drache eigentlich zu seinem Namen? „Nicht von ihm”, stellte der Kün­stler klar. Der Name sei wed­er eine Hom­mage an seinen eige­nen Vor­na­men noch eine Kün­st­leridee. Tat­säch­lich waren es Kinder ein­er Schw­er­iner Kita, die den Drachen kurz­er­hand „Nan­dolino“ tauften. 

Nan­dolino ist beliebt. Foto: Marc Eis­ing

 

Eine Beson­der­heit bringt die Stat­ue mit sich: Noch ist sie von ein­er Pati­na über­zo­gen, doch Berühren ist aus­drück­lich erwün­scht. Mit der Zeit soll so das gold­ene Schim­mern der Bronze zum Vorschein kom­men und der Drache zu einem wahren Hin­guck­er wer­den.