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Podcast Schwerin:
Neue Folge: Man müsste mal … nach Verbündeten suchen

„Selbsthilfegruppen bieten einzigartige Unterstützung durch persönliche Erfahrungen“, sagt Sabine Klemm, Geschäftsführerin von KISS in Schwerin. Rund 160 Gruppen helfen bei vielfältigen Themen.

  • Veröffentlicht Juni 24, 2024

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„Das tolle an Selbst-HilfeGruppen ist ja, dass man dort auf jede Menge Expertinnen und Experten treffen kann“, ist Sabine Klemm überzeugt. Klemm ist die Geschäftsführerin des Schweriner Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle für Selbsthilfegruppen e.V., kurz KISS.

In der Region in und um die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern gibt es etwa 160 Selbst-Hilfe-Gruppen zu unterschiedlichen Themen, die sich regelmäßig treffen und bei denen interessierte Menschen Rat finden können.

Austausch mit Menschen in ähnlicher Lage, gegenseitige, freiwillige und selbstorganisierte Hilfe stehen im Mittelpunkt der Arbeit der unterschiedlichsten Gruppen. In vielen der Gruppen geht es um Themen der Gesundheit. Mal geht es um die innere Heilung, mal um spezielle Krankheitsbilder, mal um Suchterkrankungen, mal um emotionale Herausforderungen. Die Themen sind wirklich vielfältig. Immer aber geht es dabei um Lösungen, um Unterstützung, um Selbst-Hilfe.

Dabei geht es nicht darum, die Expertise von Medizinerinnen und Medizinern, Psychotherapeuten oder Psychotherapeutinnen und anderen gut ausgebildeten Spezialisten in Frage zu stellen. „Manchmal heißt es: erst eine Therapie und dann die Selbst-Hilfe“, so Sabine Klemm. „Das besondere in den Gruppen ist ja, dass alle, die dort sind, eigene direkte und persönliche und manchmal sehr lange Erfahrungen mit einem Problem gemacht haben und eine Art Fachwissen haben, die andere auch mit der besten und längsten Ausbildung nicht haben können, wenn sie nicht zugleich auch selbst betroffen sind.“

In anderen Fällen führt die Mitwirkung in einer der Selbst-Hilfe-Gruppen auch ohne eine Therapie bereits zu einer Problemlösung oder Betroffene finden mit Hilfe der Gruppe Orte und Personen, die eine passende Behandlung anbieten.

In Selbst-Hilfe-Gruppen geht es um Erfahrungsaustausch, um das Teilen von Erfahrung, Kraft und Hoffnung und immer wieder auch von Informationen.

Die KISS bietet Selbst-Hilfe-Gruppen beim Aufbau Unterstützung, hilft bei der Öffentlichkeitsarbeit, stellt Räume für Treffen zur Verfügung und macht Lobbyarbeit für Selbst-Hilfe an sich.

Wir ihre Arbeit aussieht und was sie ihr bedeutet, das berichtet Sabie Klemm in dieser Folge des Podcasts „man müsste mal“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking

Written By
Carl Otte

Carl Otte ist freier Journalist. Mail: redaktion@sn-o.de

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