Close

Teurer fahren ab Februar:
Neue Ticketpreise im Schweriner Nahverkehr

Zum 1. Februar 2026 steigen im Nahverkehr Schwerin die Preise leicht. Gleichzeitig wird das Tarifsystem vereinfacht und digitale Tickets bleiben günstiger.

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht Januar 27, 2026
Neue Tar­ife im Nahverkehr Schw­erin ab Feb­ru­ar 2026. Foto: LHS

 

Zum 1. Feb­ru­ar 2026 tritt im Stadt- und Gesamt­netz des Nahverkehr Schw­erin eine umfassende Tar­i­fan­pas­sung in Kraft. Hin­ter­grund sind gestiegene Betriebs- und Energiekosten. Gle­ichzeit­ig wird die Tar­if­struk­tur deut­lich vere­in­facht, um die Ori­en­tierung für Fahrgäste zu erle­ichtern und das Ange­bot ins­ge­samt kun­den­fre­undlich­er zu gestal­ten.

Die Preisän­derun­gen fall­en nach Angaben des Verkehrsun­ternehmens mod­er­at aus. Einzel- und Zeit­fahrkarten wer­den in bei­den Net­zen leicht ange­hoben. So kostet die Einzelfahrkarte im Stadt­netz kün­ftig 2,70 Euro statt bis­lang 2,50 Euro, im Gesamt­netz steigt der Preis von 3,70 Euro auf 4,00 Euro. Mehrere Tar­ife, ins­beson­dere im Gesamt­netz, bleiben unverän­dert und sich­ern weit­er­hin ein ver­gle­ich­sweise attrak­tives Preis­niveau.

Zeit­fahrausweise wie Monats- und Jahreskarten bleiben trotz Anpas­sung die gün­stig­ste Option für Vielfahrende. Auch das Jobtick­et wird weit­er­hin ange­boten und soll für Unternehmen und Beschäftigte attrak­tiv bleiben. Ermäßigte Tar­ife sowie Ange­bote für Schü­lerin­nen und Schüler wer­den zu sozial verträglichen Kon­di­tio­nen fort­ge­führt. Die Monatskarte Schüler Freizeit bleibt unverän­dert bei 10 Euro.

 

Tarifauswahl ab 1. Februar
Grafik: NVS

 

Familienticket wird durch Gruppenkarte ersetzt

Ein zen­traler Bestandteil der Reform ist die Vere­in­fachung der Tar­if­struk­tur. Beste­hende Ange­bote wur­den zusam­menge­führt und über­sichtlich­er gestal­tet. Die bish­erige Fam­i­lien­t­ageskarte wird durch eine neue Grup­penkarte mit 24 Stun­den Gültigkeit erset­zt, die flex­i­bler für unter­schiedliche Nutzer­grup­pen ein­set­zbar ist. Die klare Gliederung in Einzel‑, Zeit- und Abon­nementtick­ets soll die Auswahl kün­ftig erle­ichtern.

Dig­i­tale Ange­bote behal­ten auch nach der Tar­i­fan­pas­sung einen deut­lichen Preisvorteil. Tick­ets, die über die NVS-App oder das Sys­tem IDA gekauft wer­den, sind weit­er­hin zehn Prozent gün­stiger als Fahrscheine am Auto­mat­en oder Schal­ter. Damit will der Nahverkehr Schw­erin die Nutzung dig­i­taler Ver­trieb­skanäle stärken und den Tick­etkauf kom­fort­abler gestal­ten.

Der Vorverkauf der neuen Tick­ets startete schon am 12. Jan­u­ar 2026 im Kun­den­cen­ter am Marien­platz in Schw­erin. Nicht entwertete Fahrscheine ver­lieren mit Ein­führung der neuen Tar­if­struk­tur ihre Gültigkeit, kön­nen jedoch bis zum 30. April 2026 mit Wer­taus­gle­ich umge­tauscht oder zurück­gegeben wer­den. Für App-Nutzer gel­ten geson­derte Über­gangsregelun­gen.