Starthilfe für den Radverkehr:
Neuer Leitfaden unterstützt Kommunen bei Fahrradstraßen
Mit einem praxisnahen Leitfaden will Mecklenburg-Vorpommern den Ausbau sicherer Fahrradstraßen beschleunigen – Schwerin zeigt, wie es geht.

Mit einem neuen Leitfaden für Fahrradstraßen will das Land Mecklenburg-Vorpommern seine Kommunen beim Ausbau sicherer und attraktiver Radinfrastruktur unterstützen. In Schwerin wurde das praxisorientierte Dokument am Freitag offiziell vorgestellt. Gemeinsam mit dem Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, Dr. Wolfgang Blank, präsentierten die Arbeitsgemeinschaft für fahrrad- und fußgängerfreundliche Kommunen (AGFK MV) und Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier die neue Handreichung, die Planern und Entscheidern vor Ort die Umsetzung erleichtern soll.
Fahrradstraßen als Schlüssel zur Verkehrswende
„Fahrradstraßen machen den Radverkehr in unserem Land attraktiver und sicherer“, betonte Minister Blank bei der Vorstellung. Der Leitfaden soll dazu beitragen, Genehmigungsprozesse zu beschleunigen und bürokratische Hürden abzubauen. Fahrradstraßen gelten als kosteneffizientes Mittel, um Radnetze sowohl in urbanen als auch in ländlichen Regionen auszubauen. Auch kleinere Verwaltungen profitieren von den klaren Empfehlungen zu rechtlichen Grundlagen, Beschilderung und Gestaltung.
Schweriner Beispiel setzt landesweit Maßstäbe
Ein gelungenes Beispiel ist die Fahrradstraße im Schweriner Stadtteil Lankow. Entlang der Gadebuscher Straße entstand die erste Fahrradstraße der Landeshauptstadt. Auf 1300 Metern ermöglicht sie sicheres Radfahren in beide Richtungen. Ein separater Gehweg sorgt für zusätzliche Sicherheit für Fußgänger.

Das Projekt wurde mit 1,7 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Stadt und Land” gefördert. Oberbürgermeister Badenschier: „Wir haben gezeigt, wie sich die Empfehlungen des Leitfadens praktisch umsetzen lassen. Unsere Erfahrungen kommen jetzt allen Kommunen zugute.“




